2024-07-12T13:30:11.727Z

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Feierstimmung: Hummetroths Vassilios Temirtzidis (vorne) lässt sich von seinen Teamkollegen nach seinem Treffer zum 3:0 gegen Alsbach feiern.	Foto: Guido Schiek/VRM
Feierstimmung: Hummetroths Vassilios Temirtzidis (vorne) lässt sich von seinen Teamkollegen nach seinem Treffer zum 3:0 gegen Alsbach feiern. Foto: Guido Schiek/VRM

Gruppenliga: Jubel beim SV Hummetroth

Gruppenligist feiert durch ein 3:0 gegen den FC Alsbach die Meisterschaft +++ Trainer Hasa lobt sein Team

Hummetroth. Dunkle Wolken hingen vor dem Anpfiff über dem Sportplatz des SV Hummetroth. Und so mancher Zuschauer wertete das schon als ein schlechtes Omen für den Spitzenreiter der Gruppenliga Darmstadt vor dem letzten Saisonspiel gegen den FC Alsbach. Denn für die abstiegsbedrohten Gäste ging es im Saisonfinale um ähnlich viel wie für die Odenwälder. Und genauso trat das Team von der Bergstraße auf. Gut gestaffelt und sortiert machte es Alsbach dem Favoriten in der Anfangsphase schwer, setzte nach Ballgewinnen in der eigenen Hälfte immer wieder Nadelstiche. Nennenswerte Gelegenheiten freilich konnten sich die Grün-Schwarzen nicht erspielen.

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Spitzenreiter nutzt erste Chance eiskalt

Gleiches galt zwar auch für den SVH – mit einem entscheidenden Unterschied: Mit der ersten Gelegenheit der Partie führte der Spitzenreiter. Nach einer Flanke von Danny Klein von der rechten Seite war Luca Kaiser per Kopf zur Stelle und nickte aus kurzer Distanz nahezu unbedrängt zum 1:0 (14.) ein. Und nur wenige Minuten später setzte Ex-Profi Silas Zehnder mit dem 2:0 (26.) noch einen drauf. Sehr zur Freude von SV-Trainer Richard Hasa, dem der Spielverlauf natürlich in die Karten spielte: "Wir wussten, dass Alsbach ein kompakter, ein unangenehmer Gegner ist, der versucht, aus dem tiefen Block nach vorne umzuschalten. Daher durften wir nicht zu sehr aufmachen." Das tat sein Team nicht, spielte im Gegenteil seine Angriffe deutlich besser aus. Erneut Zehnder per Freistoß (28.) und Luca Kaiser (33.) hätten die Partie bereits zur Pause entscheiden können.

Temirtzidis macht per Kopf den Deckel drauf

Nach dem Seitenwechsel sahen die rund 250 Zuschauer auf dem tiefen Rasen ein zerfahrenes Spiel. Die Alsbacher versuchten alles, fanden aber gegen die gut gestaffelte Viererkette der Odenwälder zu selten einmal spielerische Mittel. Die besseren Gelegenheiten verbuchte weiter der SV Hummetroth. Nico Struwe vergab freistehend aus zwölf Metern (71.), Morten Gräf prüfte FCA-Keeper Bonias mit einem Schuss (77.). In der hektischen Schlussphase sah die Alsbacher Bank noch zweimal Rot von Schiedsrichter Niklas Löhr (FC Bierstadt), ehe der eingewechselte Vassilios Temirtzidis per Kopf den 3:0-Endstand (90.+3) markierte.

Winter-Transfer Zehnder ein entscheidender Faktor

Der Rest war Jubel beim Team von Richard Hasa, der sein Team nach dem Spiel für eine überragende Rückrunde lobte: "Unser Ziel war es, mindestens in die Relegation zu kommen, das hatten wir schon vor dem Spiel erreicht. Wir waren nicht die ganz dominante Mannschaft, die viele Tore geschossen hat. Aber wir haben in der Rückrunde einfach kaum noch etwas zugelassen." Ein Grund für den Titel sah Hasa in den Wintertransfers, allen voran der Verpflichtung von Silas Zehnder von Viktoria Aschaffenburg: "Diese Transfers waren für uns sehr wichtig. Wir haben gesagt, dass wir noch einen Sechser brauchen, und wir brauchten noch einen Außenverteidiger, weil wir von der Dreierkette wegwollten hin zu einer Viererkette. Daher hat uns Silas richtig gutgetan."

Für den SV Hummetroth beginnt schon jetzt die Planung für die neue Saison in der Verbandsliga Süd. Erste Gespräche habe es schon gegeben, verriet Hasa. Nach dem nun feststehenden Aufstieg sollen diese in den kommenden Tagen und Wochen konkretisiert werden.

SV Hummetroth: Aleksic – Zehnder, Hamm, Barusic, Borger – Struwe (69. Felde), Nguyen (59. Somov), Gräf, Klein (77. Temirtzidis) – Kaiser (90. Yildirim), Burgio (77. Manfredini). Trainer: Hasa. Tore: 1:0 Kaiser (14.), 2:0 Zehnder (26.), 3:0 Temirtzidis (90.+3), Zuschauer: 250. Schiedsrichter: Löhr (Wiesbaden).

Einen 2:1 (0:0)-Sieg zum Abschluss der Saison konnte der TSV Höchst am gestrigen Sonntag in seinem Heimspiel gegen die SG Wald-Michelbach feiern. Patrick Kepper (56.) und Lars Becker (63.) brachten das Team von der Jahnstraße nach der Pause mit 2:0 in Führung. Der Anschlusstreffer zum 2:1 durch Timo Fischer (90.+2) kam für die Gäste zu spät. Damit beendet der TSV die Saison auf einem starken vierten Platz hinter den drei Topteams vom SV Hummetroth, dem VfR Groß-Gerau und der SG Langstadt/Babenhausen.

Dagegen musste Schlusslicht TSV Seckmauern in seinem vorerst letzten Gruppenligaspiel eine 2:3 (0:2)-Niederlage beim SV Dersim Rüsselsheim einstecken. Die beiden Treffer zum 2:0 durch Mohamed Kouraji (14.) und Dennis Hornung (28.) egalisierten die Odenwälder nach der Pause durch Leon Raitz (58.) und Dario Hener (65.). Doch am Ende entschied die Partie in der Schlussphase Dersims Oguz Cosguner mit seinem Tor zum 3:2-Endstand (83.) zugunsten der Rüsselsheimer.



Aufrufe: 030.5.2024, 20:20 Uhr
Frank LeberAutor