
Bergstraße. Die Unterschiede könnten zur Zeit kaum größer sein zwischen der FSG Riedrode und dem SV Fürth. Die FSG ist Tabellendritter der Gruppenliga, kann den Aufstieg realisieren. Der SV indes kämpft gegen den Abstieg. Am Sonntag stehen sich die Teams in Riedrode gegenüber.
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Die Odenwälder sind Tabellenvorletzter, haben 13 Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz und holten aus den beiden Spielen nach der Pause gerade mal einen Punkt Zähler. Die Ansprüche nach der Winterpause waren andere. „Die Jungs sind natürlich enttäuscht“, sagt Jochen Ingelmann, der mit der Leistung gegen Auerbach (2:4) durchaus einverstanden war. „Wir müssen Fehler abstellen“, fordert der Trainer: „Die Mannschaft braucht Selbstvertrauen und bald wieder drei Punkte.“ Sandro Sirigu, der einen Schlag aufs Knie bekam, wird möglicherweise wieder spielen. Wichtig, denn der ehemalige Profi „strahlt viel Ruhe aus und löst Situationen“, wie der SV-Coach sagt.
Die FSG Riedrode landete zuletzt zwei Siege in Folge. „Aber unser Coach wird nicht müde zu betonen, demütig zu bleiben“, sagt der Sportliche Leiter Thorsten Göck, der ein schweres Spiel gegen Fürth erwartet: „Sie werden erst mal sicher stehen, und da kann alles passieren.“ Sinan Schuchmann (Nasenbeinbruch) wird vermutlich mit Maske spielen. Und auch Marvin Pohl ist wieder eine Option.
„Wir haben keine Angst“, sagt Jörg Gräber, Sportlicher Leiter des Tabellenfünfzehnten, vor dem Spiel gegen den Spitzenreiter. Denn: „Das Spiel fängt bei Null an.“ Die Überwälder stellen sich auf einen offensivstarken Gegner ein, wollen kompakt stehen und Konter konsequent nutzen. „Wir müssen auch bei Standards konsequenter sein“, sagt Gräber. Ingo Dörsam ist gegen Ginsheim aller Voraussicht nach wieder mit von der Partie, Florian Schmitt sitzt hingegen seine Rot-Sperre vom Spiel gegen Seckmauern ab.
Auf den 10:0-Auftaktsieg gegen den TSV Seckmauern folgte prompt der Rückschlag – 2:3 beim SV Groß-Bieberau. Die Fürther waren in der Schlussphase zwar nahe dran am Ausgleich, doch über weite Strecken zuvor schlicht einfallslos. „Wir waren einfach nicht gut genug“, sagte FCF-Spordirektor Marco Knapp. Die Niederlage wurde im Training aufgearbeitet. „Da muss jetzt jeder Spieler selbst etwas in sich gehen“, sagt FC-Betreuer Frank Poth. „Aber wir werden uns jetzt nicht entmutigen lassen.“ Die Fürther wollen gegen Altheim wieder ein anderes Gesicht zeigen, „dem Gegner unser Spiel aufzwingen“, wie Poth sagt. Die Fürther peilen klar drei Punkte an, um in der Tabelle weiter oben dabei zu sein. Ole Gärtner ist angeschlagen. Sollte der Leistungsträger nicht spielen können, sei das Kollektiv umso mehr gefragt.
Vom Abstiegsrelegationsplatz, den Seckmauern mit vier Punkte Rückstand auf die TSV belegt, möchte sich Auerbachs Trainer Peter Brandenburger schnell absetzen, damit „wir nicht noch weiter hinten reinrutschen“. Die Marschroute lautet daher, zügig so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Das 4:2 in Fürth soll nur der Auftakt gewesen sein: „Wir müssen schauen, dass das so weiter geht.“ Allerdings ist es den Rot-Weißen in dieser Spielzeit erst einmal gelungen, nach einem Sieg einen weiteren folgen zu lassen. Personell kann der Trainer nahezu aus dem Vollen schöpfen.
14:4 Torschüsse gegen TS Ober-Roden, aber kein Tor: Dass aus dem anvisierten Dreier nichts wurde, lag an der Offensivleistung, die VfR-Trainer Sebastian Lindner mit „durchwachsen“ beschreibt. Beim Finden von Lösungen vor dem Tor sieht Lindner Steigerungsbedarf. „Wir müssen es gegen einen Gegner, der wahrscheinlich wieder tief stehen wird, im letzten Drittel besser machen. Das ist uns im Hinspiel, das wir 3:0 gewonnen haben, gut gelungen“, möchte der Trainer mit einem erneuten Sieg den Anschluss an Relegationsplatz zwei wahren. Der VfR kann nahezu in Bestbesetzung antreten.
Nach dem überzeugenden 5:1-Sieg gegen Schlusslicht Büttelborn bekommt es der FC 07 mit dem nächsten direkten Konkurrenten im Abstiegskampf zu tun. Beide Mannschaften trennen im Tableau lediglich zwei Punkte. „Klare Vorgabee“ sind daher drei Punkte, sagt 07-Trainer Constantin Renner. Die personelle Konstellation bleibt aber weiter angespannt.