
Niederhöchstadt. Spitzenspiel in der Gruppenliga Wiesbaden: Am Sonntag um 15:30 Uhr trifft Tabellenführer VfB Unterliederbach auf Verfolger TuRa Niederhöchstadt. Erster gegen Zweiter – und mittendrin der Kampf um die Meisterschaft.
Mehr Spannung geht kaum: Wenn der Tabellenführer der Gruppenliga, der VfB Unterliederbach, am Sonntag beim Tabellenzweiten TuRa Niederhöchstadt antritt, steht eine Vorentscheidung im Titelrennen auf dem Spiel. Unterliederbach hat derzeit zwei Punkte mehr auf dem Konto als der TuRa. Daher reicht dem VfB ein Unentschieden, um die Tabellenspitze zu verteidigen, während Niederhöchstadt gewinnen muss, um vorbeizuziehen.
Beim Gastgeber läuft die Vorbereitung auf Hochtouren. „Wir trainieren wie jede Woche dreimal: Dienstag, Mittwoch und Freitag“, sagt Carsten Ache, Abteilungsleiter der TuRa Niederhöchstadt. Besonders erfreulich: „Der komplette Kader ist einsatzbereit und hochmotiviert, alle fiebern dem Spiel entgegen.“
Zuletzt ließ der TuRa Punkte liegen: Beim SV Niedernhausen verspielte das Team eine 3:0-Führung zur Pause und musste ein 3:3-Unentschieden hinnehmen. „Wir haben gegen Niedernhausen eine gute erste Halbzeit gespielt, haben aber leider durch einige Fehler in der zweiten Halbzeit den Sieg hergeschenkt“, erinnert Ache und fordert: „Da müssen wir noch fokussierter und konzentrierter an die Sache rangehen und über 90 Minuten am Sonntag die Spannung hochhalten.“
Die beste Offensive gegen die beste Defensive
Im Topspiel im Kampf um die Gruppenliga-Meisterschaft treffen die beste Offensive und die beste Defensive der Liga aufeinander. Unterliederbach hat 96 Tore erzielt, Niederhöchstadt nur 35 Gegentore kassiert. Ache erwartet ein „50:50-Spiel, ein ganz enges Spiel mit knappem Ausgang“. Sein Anspruch ist dabei klar formuliert: „Wir müssen all in gehen, wenn wir Meister werden wollen.“
Der Tabellenführer Unterliederbach kommt mit einem Erfolgserlebnis aus dem letzten Spiel. Gegen den SC Offheim feierte das Team einen 2:1-Sieg. „Da waren viele positive Sachen dabei. Den Schwung müssen wir versuchen, mit ins nächste Spiel zu nehmen“, sagt Patrick Barnes, Sportlicher Leiter des VfB. Gleichzeitig warnt er vor dem Gegner: „Sie haben meinen vollen Respekt. Sie spielen eine sehr gute Saison, deshalb denke ich, dass es ein Spiel auf Augenhöhe wird.“ Personell kann der VfB ebenfalls aus dem Vollen schöpfen: „Alle Spieler sind fit und einsatzbereit“, so Barnes.
Alles deutet also auf ein intensives Spitzenspiel hin – mit offenem Ausgang und richtungsweisender Bedeutung im Titelrennen.