
Bergstraße (). Ein fußballerisches Offensivfeuerwerk hat der FC Fürth im Nachholspiel der Gruppenliga gegen den TSV Seckmauern abgebrannt und mit dem 10:0 seine Ambitionen untermauert. Höher hatte Fürth zuletzt im Oktober 2024 gewonnen, 11:0 gegen den FC Sportfreunde Heppenheim in der Kreisoberliga-Meistersaison. Die FSG Riedrode festigte mit dem Derbysieg über den FC 07 Bensheim Rang drei.
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Die Mannschaft von Trainer Ralf Ripperger erwischte einen Traumstart raus aus der Winterpause und rein ins Rennen um den Aufstieg – ausgerechnet gegen die Mannschaft ihres Ex-Trainers Lucas Oppermann. „Das war eine klare Sache, es hat einfach alles geklappt“, sagte FCF-Betreuer Frank Poth: „In der Winterpause hat sich bereits herauskristallisiert, dass die Mannschaft weiß, um was es geht.“ Und die Fürther hatten tatsächlich mächtig Spaß am Toreschießen. Andreas Adamek wurde zur Bank, was die Vorlagen betraf. Und auch Neuzugang David Schmidt kam ordentlich ins Rollen. „Alle Tore waren super herausgespielt“, sagte Poth: „Da war alles dabei.“ Tore: 1:0 Turzer (17.), 2:0, 3:0 Schmidt (23., 30.), 4:0, 5:0 Gebhardt (45., 54.), 6:0 Landzettel (63.), 7:0 Nerabi (68.), 8:0, 9:0 Jaija (76., 84.), 10:0 Adamek (85.). – Zuschauer: 120. – Beste FC-Spieler: geschlossene Leistung.
Die souveränen Gastgeber ließen den Drittletzten nicht zur Entfaltung kommen. Leon Münch mit Doppelpack brachte die FSG früh auf Erfolgskurs. „Bensheim hatte in der ersten Halbzeit keine Torchance“, beobachtete Thorsten Göck, Sportlicher Leiter der Riedroder. Mit Wiederanpfiff wurde Nullsieben besser, konnte aber kein Kapital daraus schlagen. „Wir haben unser Spiel duchgedrückt“, lobte Göck. Und es war ein würdiges Abschiedsspiel für FSG-Leistungsträger Timo Klauder, der für drei Jahre zum Studium nach Innsbruck geht. Göck: „Menschlich wie sportlich müssen riesengroße Fußstapfen gefüllt werden.“
Auf 07-Seite war die Enttäuschung groß. „Das haben wir nicht erwartet“, sagte Trainer Constantin Renner mit Blick auf den Larifari-Auftritt seines Teams: „Mit der Zahl an Fehlern, die wir gemacht haben, kann man kein Spiel in der Gruppenliga gewinnen.“ Tore: 1:0, 2:0 Münch (17., 23.), 3:0 Akcan (37.), 4:0 Salzmann (77.), 5:0 Maduka (80.). – Schiedsrichter: Schulze (FC Marxheim). – Zuschauer: 180. – Beste Spieler: Münch, Salzmann/keine.
Der Punkt bringt die beiden akut abstiegsbedrohten Teams nicht wirklich weiter. Die Fürther feierten allerdings einen gefühlten Sieg, lagen sie in der Nachspielzeit doch noch 1:2 zurück. Dann aber war Leistungsträger Chris Diefenbach einmal mehr zur Stelle und erzielte das 2:2 quasi mit dem Schlusspfiff. Damit machte der Ausnahmetorjäger seinen Patzer aus der ersten Minute der Nachspielzeit wett, als er einen Elfer verschoss. „Chris ist vom Punkt eigentlich extrem sicher“, sagte SV-Trainer Jochen Ingelmann. FCA-Keeper Nikolas Bonias aber hatte die richtige Ecke geahnt. Aber dank „Diefenbach Special“ hat sich Fürth „für unsere starken letzten 15 Minuten belohnt“, sagte Ingelmann, forderte aber zugleich: „Wir müssen Wege finden, Spiele zu gewinnen.“ Denn einmal mehr leistete sich der SVF einfache Gegentore und war seinerseits nicht in der Lage, eine Führung auszubauen. Tore: 0:1 Dolicanin (10.), 1:1 Dörr (37., Foulelfmeter), 2:1 Luke Schwalm (63.), 2:2 Diefenbach (90.+5). – Schiedsrichter: Reuben (Viktoria Kelsterbach). – Zuschauer: 100. – Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rot für Luis Schwalm (68., FCA) wegen Meckerns; FCA-Keeper Bonias pariert Foulelfmeter (90.+1). – Beste Spieler: Lohmann/Elenberger.