
Region. Der SV Wallrabenstein konnte seine Position im Schlussdrittel der Gruppenliga durch ein klares 4:0 gegen die Spielvereinigung Eltville verbessern. Das gelang weder dem TSV Bleidenstadt (0:2 bei der SKG 23) noch dem SV Niedernhausen, der beim 0:5 gegen Spitzenreiter SC Offheim chancenlos war.
Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt vom Wiesbadener Kurier.
Bei dem Arbeitssieg tat sich die favorisierte Heimelf lange schwer: „Eltville stand hinten gut, konnte aber nach vorne keine Akzente setzen“, musste Wallrabensteins sportlicher Leiter Dirk Hünerbein bis zur 68. Minute warten, als dem überragenden Justin Reil endlich der Führungstreffer gelang. Kurz davor hatte Eltvilles Keeper Moritz Walter einen schwach geschossenen Elfmeter von Matti Meier locker abgegriffen. Eltvilles Sven Klärner haderte mit seinem nach dem 0:1-Rückstand resignierenden Team mit den vielen Ausfällen: „Mit Trainer Jannik Pleuger und zwei A-Jugendlichen war unsere Reservebank ganz spärlich besetzt.“
Tore: 1:0, 2:0 Justin Reil (68., 72.), 3:0 Kamil (82.), 4:0 Mojahedi (90.+3).
Immer wieder das gleiche Bild bei den Biebricher Reservisten: „Wir haben im ersten Durchgang zweimal Geschenke verteilt. Nach der Pause haben wir es zwar besser gemacht, gegen den ausgebufften Gegner hat man aber deutlich gesehen, auf welcher Seite die erfahrenen Spieler im Team sind“, bilanzierte Biebrichs Trainer Volkan Zer. Nachdem Rami Roubiou einen Strafstoß zum Ausgleich verwandelte, dauerte es nur drei Minuten, bis Erbenheim wieder vorlegte. Stegmaier, Roubiou, Offermann und Tabira hatten den zweiten Treffer für die Blauen auf dem Fuß. „Hundertprozentige waren das aber nicht“, musste Zer zugeben.
Tore: 0:1 Grigoryan (16.), 1:1 Roubiou (31.), 1:2 P. Massfeller (34.).
Auch unter Neutrainer Markus Hauptkorn gab es für den TSV erst mal nichts zu holen: „Wir versuchten dagegen zu halten, hatten teilweise mehr vom Spiel, zwingende Gelegenheiten gab es jedoch nicht zu vermelden“, sah Patrick Engelmann einen ordentlichen Auftritt der Taunussteiner. Die favorisierten Gastgeber taten sich lange schwer: „Uns fehlte die Geduld, wir agierten immer wieder zu hektisch, der Dreier ging jedoch zu recht an uns“, hakte SKG-Trainer Efkan Yildiz den zweiten Sieg in Folge schnell ab.
Tore: 1:0 Fey (42.), 2:0 Weinhardt (79.).
Ein Spiel hat immer zwei Halbzeiten, diese Weisheit war für FCB-Trainer Rene Keutmann diesmal äußerst schmerzhaft: „Wir haben uns 45 Minuten ganz stark präsentiert und nahtlos an die Vorstellung in Nied angeknüpft“, ging für Keutmann zunächst der Daumen hoch. „Bedauerlich, dass wir zweimal im Eins zu Eins am Gästetorwart scheiterten, ein 3:0 hätte Eddersheim nicht mehr aufgeholt.“ Der Gast legte dann ein höheres Tempo vor. Der starke Hessenliga-Nachwuchs agierte zudem total effektiv. Ärgerlich für die Heimelf, dass Gerit Wintermeyer mit einem Lattenkracher das 3:1 verpasste und im Gegenzug der Ausgleich fiel.
Tore: 1:0 Wintermeyer (8.), 2:0 Kruse (43.), 2:1 Mehonic (52.), 2:2 Benkhati (61.), 2:3 Baatz (67.), 2:4 Muth (77.), 2:5 Vassiliou (90.+4).
Herber Rückschlag für den abstiegsbedrohten Gastgeber: „Derzeit reicht es bei uns nicht für die Klasse. Wir machen unter Druck immer wieder Fehler, das ist ernüchternd“, sieht Niedernhausens Sportlicher Leiter Stephan Mohr ob der vielen Ausfälle derzeit Land unter. Mit starker Effektivität ließen die Gäste den Platzherren keinerlei Möglichkeiten. Ärgerlich für den Verlierer zu zwei weiteren Akteuren mit Muskelverletzungen zudem Gelb-Rot gegen David Perez de los Santos: Gerade mal 17 Minuten auf dem Feld war sowohl sein Frustfoul wie auch das Meckern im anschließenden Gerangel absolut überflüssig.
Tore: 0:1 Schmidt (8.), 0:2, 0:4, 0:5 (Moog (27., 84., 87.), 0:3 Dankof (59.).
„Eine Hand reicht heute nicht für die Einsen, die ich in meinem Team verteilen müsste“, war RaMa-Coach Matthias Güldener nach der aufreibenden Partie happy. „Alles war hochintensiv, wir mussten extrem viel tun“, resümierte Güldener. Dominik Gudenkauf nutzte einen Lattenabpraller zum Ausgleich, Aimen Zamouri wurde bei seinem Alleingang zum 2:1 von seinen Mitspielern clever freigesperrt.
Tore: 0:1 Maach (37.), 1:1 Gudenkauf (45.), 2:1 Zamouri (52.).
"Nach den Treffern zum 1:0 und 2:0 kam bei uns Spielfreude rein. Türk hatte 15 gute Minuten, da haben sie ihre beiden Treffer gemacht und hätten auch noch das dritte machen können. Danach sind wir aber wieder zu alter Stärke zurückgekehrt", zog Unterliederbachs sportlicher Leiter Patrick Barnes Bilanz. Justin Matthews, Gentian Latifi und Cem Barlik (für die Gäste) trafen jeweils doppelt, außerdem waren beim VfB David Rodriguez und Yejin Yi zur Stelle. Der angeschlagene Mike de Sousa saß zunächst auf der Bank, wurde mit Blick aufs Topspiel kommende Woche in Offheim auch gar nicht eingewechselt. Bei den Gästen zog der sportliche Leiter Rachid Rahou Positives aus der Partie: "Wir haben gut gespielt, ich sehe Potenzial und bin sicher, dass wir noch viele Punkte holen."
Tore: 1:0 Matthews (12.), 2:0 Latifi (36.), 3:0 Matthews (43.), 4:0 Rodriguez (57.), 4:1/4:2 Barlik (72./75.), 5:2 Yi (85.), 6:2 Latifi (90.+2)
Vermeidbare Gegentore führten bei der Alemannia nach früher Führung durch Edward Mensah-Bonsu noch zum 1:3-Pausenrückstand nach Hattrick von Niklas Becker. "Die ersten beiden Tore sind zwei Elfmeter, die sie haben wollten und die wir vorher nicht gut verteidigen. Das dritte Tor ein gut ausgespielter Konter nach vorheriger Top-Chance von uns. Aus dem Spiel heraus hat Dorndorf eigentlich nichts gemacht, aber wir laden den Gegner zu einfach ein", sagte Nieds Trainer Steffen Kaschel. Vier Wechsel zur Pause fruchteten: Tarik Choukairi per Strafstoß und Philipp Ullrich per Kopf sorgten nach dem Seitenwechsel für den verdienten Ausgleich. "Wir können in dieser Saison gut nachlegen und haben die Qualität, um die Saison unter den Top Fünf abzuschließen", sagt Nieds Trainer.
Tore: 1:0 Mensah-Bonsu (11.), 1:1/1:2/1:3 Becker (15./30./37.), 2:3 T. Choukairi (66.), 3:3 Ullrich (78.).