
Bergstraße. Die Partie zwischen dem FC Fürth und der FSG Riedrode in der Gruppenliga wurde abgesagt. Der Grund: Spielermangel bei der FSG.
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"Wir hatten zunächst zwölf, dreizehn Mann im Kader, und dann haben kurzfristig noch Spieler wegen Grippe abgesagt", sagte der Sportliche Leiter Thorsten Göck. Nur elf Mann, darunter angeschlagene Spieler sowie Akteure aus der zweiten Mannschaft (A-Klasse) habe man schließlich im Aufgebot gehabt – zu wenig. Die Mannschaft von Trainer Tobias Beltz wird für den Rest der Saison wohl verstärkt auf Spieler seiner zweiten Mannschaft zurückgreifen müssen, weil zu viele Spieler aktuell verletzt oder angeschlagen sind. Derweil freut sich der FC Fürth über drei Punkte, die er kampflos erhält und so im Rennen um Relegationsplatz zwei bleibt.
Der VfR war eine Nummer zu groß für die abstiegsbedrohten Fürther. Drei Spiele hat der SVF noch zu absolvieren, unter anderen gegen Primus Ginsheim. "Das wird eng jetzt", weiß Sportchef Valerij Biljuk mit Blick auf die Tabelle. Positiv: Die Konkurrenz hat gestern für den SV gespielt, die Abstände im Tabellenkeller sind im Großen und Ganzen gleich geblieben. „Und gut ist auch, dass unsere Mannschaft sich nicht aufgibt“, sagte Biljuk, der als beste SV-Chance einen Freistoß an die Latte von Diefenbach sah (85.). Robin Weber, der nach langer Verletzungspause wieder aktiv war, bot eine gute Partie.
VfR-Trainer Sebastian Lindner zeigte sich rundum zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft und sprach von einem auch in der Höhe verdienten Erfolg: „Kompliment an meine Jungs, die das heute wieder sehr gut gemacht haben, dem Gegner in allen Belangen deutlich überlegen waren. Das war ein Spiel auf ein Tor.“ Tore: 1:0 Politakis (17., Foulelfmeter), 2:0 Perchner (25.), 3:0 Grajcevci (54.), 4:0 Perchner (81.), 5:0 Hechler (86.), 6:0 Perchner (89.). – Schiedsrichter: Lange (TSV Mengsberg). – Zuschauer: 150. – Beste Spieler: geschlossene Leistung auf beiden Seiten.
Die Serie der SGW – fünf Siege in Folge – ist gerissen. Der Dämpfer wirkt sich in der Tabelle allerdings kaum aus für die gegen den Abstieg spielenden Überwälder. "Unten ist gar nichts passiert", sagte SGW-Abteilungsleiter Dimitri Loenko beim Blick auf die Tabelle: "Mund abwischen und weitermachen." Denn die Gastgeber lieferten gegen Münster kein schlechtes Spiel ab, bewiesen Moral, hatten in der ersten Halbzeit gute Chancen, waren nur etwas fahrlässig. "In der zweiten Halbzeit haben wir dann aber nicht mehr so viel Zugriff bekommen", sagte Loenko. Top-Torjäger Kim Naas, der die SGW im Sommer verlässt, handelte sich wegen Nachtretens zudem die Rote Karte ein und für den Rest der Saison ausfallen. "Das war wohl sein letztes Spiel für die SGW", weiß auch der Abteilungsleiter, der jetzt auf das Kollektiv setzt, wenn es nächste Woche gegen den direkten Konkurrenten Geinsheim um die wichtigsten Punkte geht.
Gegen abstiegsbedrohte Griesheimer kehrte die TSV wieder in die Erfolgsspur zurück. Dabei wurde es für die Auerbacher eng. Bis zur 60. Minute war die Leistung der Rot-Weißen äußerst ansprechend und der Spielstand zu diesem Zeitpunkt entsprechend deutlich. Doch dann kam Griesheim durch besser ins Spiel, erzielte den 3:4-Anschluss und schöpfte Hoffnung. "Griesheim hat dann alles nach vorne geworfen", sagte TSV-Trainer Peter Brandenburger, der seiner Mannschaft ein Lob aussprach: "Wir haben uns dann in alles reingeworfen". Dass das Spiel überhaupt noch einmal knapp wurde, lag auch daran, dass Auerbach die Umschaltmomente nicht mehr konsequent genug ausspielte. "Dann ist es auch schwer, gegen so eine Mannschaft alles weg zu verteidigen", sagte ein erleichterter Brandenburger, der aufgrund der starken 60 Minuten von einem "verdienten Sieg" seines Teams sprach.
Durch die deutliche Niederlage beim Tabellenführer schrumpfen die Hoffnungen des FC 07 auf den Klassenverbleib weiter. Das Beste aus Bensheimer Sicht waren die Ergebnisse der Konkurrenz. In Ginsheim gab es für das Team von Trainer Constantin Renner wenig Positives zu berichten. "Ehrlicherweise war das Spiel nach 15 Minuten bereits entschieden", sagte Renner mit Blick auf die drei schnellen Ginsheimer Tore. Das 07-Urgestein ärgerte hier die Art und Weise: "Wir geben die Tore zu billig her." Fortan spielte Ginsheim das Spiel locker runter. "Sie haben fast jeden Fehler konsequent bestraft", urteilte der 07-Trainer. Bensheim konnte auch aufgrund der dünnen personellen Besetzung nicht viel mehr Gegenwehr leisten. So standen Fabio Hechler und Niclas Blüm verletzungsbedingt nicht zur Verfügung; Lukas Konietzko verpasste das Spiel angeschlagen.