
Region. Wiedereinsteiger SV Niedernhausen zeigte im Derby gegen den FC Bierstadt seine Gruppenliga-Tauglichkeit, stand aber beim 2:3 am Ende mit leeren Händen da. Im Wiesbadener Aufsteiger-Duell überraschte das Youngster-Team von Biebrich 02 mit einem 5:0 bei der SKG 23 Wiesbaden. Der TSV Bleidenstadt feierte beim 4:2 gegen die Spielvereinigung Eltville den ersten Dreier in neuen Gefilden, während der Verlierer gleich wieder hinten drinsteht.
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Vor gut 200 Zuschauern lieferten sich beide Teams ein packendes Derby, bei dem die effektiven Gäste das Glück auf ihrer Seite hatten: „Mit einem Punkt wären wir auch zufrieden gewesen“, gab FCB-Coach René Keutmann zu. Sein Matchwinner war Colin Besier im Tor, der mehrfach beste Gelegenheiten der Gastgeber entschärfte. Dass der gerade eingewechselte Paul Kerschbaum dann gleich zum 3:2 traf, machte das Gästeglück perfekt. „Wir wollten nach dem 2:2 zu viel, waren da zu offen“, war das zu riskante Spiel für Niedernhausens Sportlichen Leiter Stephan Mohr das einzige Manko. Hochzeiter Jermaine Pedraza überzeugte nicht nur mit seinem Ausgleichstreffer, die eingewechselten Faris Taibi und Valentin Drettas brachten frischen Schwung bei der Heimelf. Ärgerlich, dass Taibi und Sebastian Gurok in der Nachspielzeit zwei Riesen-Möglichkeiten verstreichen ließen. Der Ausgleichstreffer von Patrick Hammesfahr fiel nach einem Strafstoß im zweiten Versuch, da Torwart Besier im ersten Akt vor der Linie stand.
Tore: 0:1, 1:2 Wintermeyer (28., 54.), 1:1 Pedraza (38.), 2:2 Hammesfahr (63.), 2:3 Kerschbaum (82.).
Paukenschlag im Aufsteiger-Duell: „Wir waren in allen Belangen unterlegen und zeigten eine blutleere Vorstellung. Wir werden aber unsere Lehren daraus ziehen“, war SKG-Coach Amin Ahmed gefrustet. Für Biebrichs Co-Trainer Ümit Balikci war dagegen alles eitel Sonnenschein: „Die Jungens haben unsere Taktik toll umgesetzt und waren in der Rückwärtsbewegung bärenstark“, lobte er sein ganzes Team. Wichtig auch, dass Dario Ricciardi den SKG-Goalgetter Marcus Weinhardt komplett aus dem Spiel nahm.
Tore: 0:1 Iosifidis (2.), 0:2 Tahiri (45), 0:3, 0:4 Boutakhrit (57., 64.), 0:5 Kraft (74.).
„In Summe haben wir verdient verloren“, war für Eltvilles Sportlichen Leiter Sven Klärner der erste Durchgang seines Teams nicht gruppenligareif. Das Aufbäumen mit dem Doppelpack von Theo Süs und den folgenden Ausgleichsmöglichkeiten macht jedoch Hoffnung. „Es werden aber noch stärkere Gegner kommen, Bleidenstadt war auch nur Durchschnitt.“ Nach dem ersten Dreier nach dem Aufstieg zeigte sich TSV-Sprecher Patrick Engelmann zufrieden: „Wir haben die erste Halbzeit deutlich dominiert und nach einer schwachen Viertelstunde am Ende wieder die Kurve gekriegt.“
Tore: 1:0 Golle (11.), 2:0, 3:0 Bellin (38., 56.), 3:1, 3:2 Süs (57., 72.), 4:2 Schönleber (84.).
Für die Hausherren ein gerechtes Remis: „Diedenbergen war stark, wir haben es nicht geschafft, das Abwehr-Bollwerk der Gäste öfter zu knacken“, bilanzierte Dirk Hünerbein. „Durch den Ausgleich in letzter Minute fühlt sich das Ganze wie eine Niederlage an“, trauerte Amir Kadiric dem verpassten Dreier nach der 0:2-Führung nach. Timo Grünewald hätte gleich zweimal auf 1:3 stellen können, hinten war Keeper Steve Wagner ein sicherer Rückhalt.
Tore: 0:1 Grünewald (3.), 0:2 Krijestorac (29.), 1:2 Reil (45.), 2:2 Mustafi (90.).
„Auf dem schwierigen großen Rasen war mit etwas Glück auch ein Punkt drin“, sah Rauenthals Trainer Matthias Güldener seine Elf im grünen Bereich. Pech, dass Dominik Gudenkauf und Benjamin Hörr zweimal nur Aluminium trafen und weitere Hochkaräter liegen blieben. „Unterliederbach war jedoch stark und hatte auch noch gute Gelegenheiten“, brachte Güldener die Kräfte-Verhältnisse auf den Punkt. „In der Schlussphase der ersten Halbzeit wurden wir unsauber und unsortiert, sodass wir dann auch leider verdient den Anschlusstreffer vor der Pause hinnehmen mussten“, sagt Unterliederbachs sportlicher Leiter Patrick Barnes. Im zweiten Durchgang steigerte sich der VfB dann wieder, baute die Führung aus. Verteidiger Marco Silveira Aires traf per Kopf zum 3:1-Endstand (63.). „Mit dem Saisonstart bin ich zwar zufrieden, es hätten aber auch noch zwei Punkte mehr sein können“, beurteilt Barnes.
Tore: 1:0 Aksu (18.), 2:0 Farouni (31.), 2:1 Hörr (45.), 3:1 Silveira Aires (63.).
Die Gäste schafften es gleich zweimal, den Rückstand zu egalisieren und nahmen den Punkt nach guter kämpferischer Vorstellung zurecht mit nach Hause. Eine Ampelkarte trübte das Remis.
Tore: 1:0 Iwan (29.), 1:1 Dalmeida (33.), 2:1 Kollang (48.), 2:2 Feidt (80.).
Kilic Görgülü, Cheftrainer des FC Türk Kelsterbach, erlebte im Aufsteiger-Duell ein nervösen Anfang beider Teams. Ein langer Ball brachte zunächst die Gäste in Führung. Robin Dankof traf für den SC Offheim zum 1:0 (21.). „Danach waren wir super im Spiel und haben uns viele Chancen erspielt“, sah Görgülü von der Seitenlinie. Die beiden Neuzugänge der Türken wussten dies zu nutzen. Cem Barlik (zuletzt bei Hessenligist Türk Gücü Friedberg) traf für die Hausherren noch vor dem Pausenpfiff zum 1:1 (39.). Auch nach der Pause waren die Gastgeber weiter die spielbestimmende Mannschaft, Candas Kara, der in der Vorsaison beim SV Zeilsheim II 52 Saisontore in der Kreisoberliga erzielte hatte und sich nun den Kelsterbachern angeschlossen hat, brachte mit seinem Doppelpack zum 2:1 (47.) und zum 3:1 (81.) die Führung für den FC Türk. „Wir hatten noch viele weitere Chancen um noch höher in Führung zu gehen, welche wie leider nicht genutzt haben“, sagt der Cheftrainer des FC Türk Kelsterbach. Mit einem Doppelschlag in den Schlussminuten versetzte der SCO den Gastgebern einen Nackenschlag. Zunächst traf Robin Dankof zum 2:3 (89.), vor dem Abpfiff machte Enrique Vicente-Breser noch den 3:3-Ausgleich (90.). „Sehr unglücklich. Ich kann meiner Mannschaft nicht viel vorwerfen. Wir haben eine super Partie gemacht, aber am Ende zahlen wir wieder Lehrgeld“, ärgert sich Görgülü über den verpassten Sieg.
Tore: 0:1 Dankof (21.), 1:1 Barlik (39.), 2:1 Kara (47.), 3:1 Kara (81.), 3:2 Dankof (89.), 3:3 Vicente-Breser (90.).
„Leider müssen wir uns am Ende mit diesem Punkt zufrieden geben“, urteilt Steffen Kaschel, Cheftrainer des FV Alemannia Nied, nach dem 2:2-Unentschieden gegen die Reserve des FC Eddersheim. Dabei sah Kaschel sein Team über fast die gesamte Partie als spielbestimmend an und auch mit den größeren Chancen. Kurz vor der Pause brachte Edward Mensah-Bonsu die Hausherren in Führung (45.). Auch nach dem Seitenwechsel war es Nied, welche mehrere Chancen auf weitere Treffer ausließen. Und so brachte ein später Doppelschlag des FCE die Gastgeber plötzlich auf die Verlierstraße, als Niklas Kraus (85.) und Nils Kohlbacher (87.) für die Gäste trafen. Kurz vor dem Schlusspfiff rettete Adil Choukairi mit seinem Ausgelichstreffer der Alemannia zumindest noch einen Punkt (90.).
„Wir haben jetzt noch nicht verloren, haben viele Ausfälle und deshalb bin ich echt zufrieden mit unserem Saisonstart“, sagt Steffen Kaschel mit Blick auf die beiden Unentschieden seines Teams zum Auftakt.
Tore: 1:0 Mensah-Bonsu (45.), 1:1 Kraus (85.), 1:2 Kohlbacher (87.), 2:2 Choukairi (90.).