2026-01-15T09:41:53.693Z

Ligabericht
Der SV Erbenheim behielt gegen den FC Bierstadt die Oberhand und siegte im Derby.
Der SV Erbenheim behielt gegen den FC Bierstadt die Oberhand und siegte im Derby. – Foto: Pia Pfeifer

Gruppenliga: Blitzstart ebnet Erbenheim den Weg, Klatsche für TSV

Der Gruppenligist feiert ein 2:1 beim FC Bierstadt +++ Schlusslicht Spvgg. Eltville überrascht in Eddersheim

Region. Gruppenligist SV Erbenheim siegte beim FC Bierstadt (im Re-Live des Wiesbadener Kurier zu sehen) mit 2:1. Schlusslicht Eltville überraschte mit dem 3:3 in Eddersheim. Unterliederbach bleibt nach einem Kantersieg über Bleidenstadt weiter vorne dabei.

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Erbenheim hatte mehr Körner und zeigte sich cleverer. „Wir waren gerade am Anfang nicht präsent, die beiden schnellen Gegentore waren viel zu einfach“, bemängelte FCB-Trainer Rene Keutmann. Pierre Massfeller hätte nach seinem Elfmetertor erhöhen können, scheiterte jedoch am Pfosten. Bierstadt drückte zwar im zweiten Durchgang, hatte jedoch zu wenig Einfälle. Timo Nietsch stand im Kasten der Gäste sicher und ließ nach dem Anschlusstreffer nichts mehr zu. „Zehn Minuten vor dem Abpfiff hätte der Schiedsrichter auch einen Handelfmeter für uns pfeifen können“, war dies für Keutmann eigentlich die beste Gelegenheit zum möglichen Ausgleich.

Tore: 0:1 P. Massfeller (6.), 0:2 Oukouiss (12.), 1:2 Wintermeyer (53.).

Nach vorne imponierten die jungen Blauen, holten zweimal einen Rückstand auf. Dabei netzten die eingewechselten Julian Zatorski und Aiki Koyama jeweils mit ihren ersten Ballkontakten. Nach dem 3:3 konnten beide Teams gewinnen, Biebrichs Trainer Volkan Zer war sauer ob des erneut desolaten Abwehrverhaltens: „Bei Standards verteidigen wir wie eine schlechte Jugendmannschaft.“ Ärgerlich, dass Zatorski nach dem Abpfiff die Rote Karte wegen einer Beleidigung sah, obwohl diese angeblich von einem hinter der Bank stehenden Zuschauer kam.

Biebrich: Ono; Radtke, Barry, Stegmaier, Kurtisi, Owaki, Niyama, Kraft, Offermann, A. Tahiri, Hassani (Boutakhrit, Zatorski, Koyama).

Tore: 0:1 Nocht (24.), 0:2 Maach (66.), 1:2 Tahiri (72.), 2:2 Zatorski (75.), 2:3 Gschwender (78.), 3:3 Koyama (3:3), 3:4 Krekovic (90.+2).

„Wie wir allen Widerständen zum Trotz erneut mitgehalten haben und gegen den Zweiten ein 1:3 wettmachten, war sensationell“, sparte Sven Klärner nicht mit einem Sonderlob für´s ganze Team. Torwart Mo Walter und der nach einer halben Stunde eingewechselte A-Jugendliche Max Hauser ragten noch heraus. Nach dem 3:3 hätte Lasse Jahn sogar den Sieg setzen können. Der Zweitvertretung des FC Eddersheim fehlte Trainer Marco Wronski krankheitsbedingt, Marc Eichfelder ersetzte ihn an der Seitenlinie. "Es hat schon beim Aufwärmen angefangen. Vielen waren unkonzentriert und haben das Spiel auf die lockere Schulter genommen", ärgert sich Eichfelder, der dennoch eine ordentliche erste Halbzeit seiner Mannschaft sah. Nach zwei Einwürfen auf dem kleinen, schmalen Platz an der Staustufe kam Eltville in der 50. zum Anschluss- und in der 60. Minute zum Ausgleichstreffer. "Wir waren nicht bissig und gewillt genug, die Situationen zu klären und sind nicht mit dem letzten Willen in die Duelle gegangen", erklärt Eichfelder. Die Gäste verpassten es, das Spiel vollends auf ihre Seite zu ziehen und mit drei Punkten nach Hause zu fahren. "Am Ende sind wir dann über den Punkt froh, auch wenn wir spielerisch besser waren und mehr Chancen hatten."

Tore: 0:1 Klärner (8.), 1:1 Eigentor Nana Kicheu (9.), 2:1, 3:1 Gutmann (29., 48.), 3:2 Eigentor Glogic (50.), 3:3 Nana Kicheu (60.).

Erneutes Debakel für TSV Bleidenstadt

VfB Unterliederbach – TSV Bleidenstadt 7:0 (3:0). - Erneutes Debakel für die Taunussteiner: „Unser Defensivplan war bereits mit dem zweiten Unterliederbacher Treffer nach elf Minuten dahin“, bemängelte Trainer Michael Drogi. Gegen die spielstarken Gastgeber hatten die mit vier A-Jugendlichen angetretenen Gäste wenig zu bestellen, stemmten sich aber bis zum Abpfiff gegen das hohe Resultat. Bitter für den TSV die Rote Karte wegen einer Notbremse gegen Yanic Michel (83.): „Das tut maximal weh“, so Drogi.

"Das war eine sehr einseitige Angelegenheit. Ein höherer Sieg wäre auch möglich gewesen", sagte Patrick Barnes, sportlicher Leiter des VfB. Gegen einen harmlosen Gegner traf Unterliederbach-Stürmer Justin Matthews dreifach. Besonders von dessen Treffer zum 2:0 zeigte sich Barnes beeindruckt. Einen langen Diagonalball von Marco Silveira konnte der 26-Jährige stark verarbeiten und den Ball nach einem Dribbling in die Mitte ins Lange Eck abschließen. "Ein wunderschöner Treffer", schwärmt Barnes. "Die anderen Tore waren wunderbar von uns herausgespielt. "Unser Verein ist sehr ambitioniert, deswegen wollen wir immer oben mitmischen", erklärt Barnes. "Die vielen Neuzugänge haben sich immer besser in die Mannschaft integriert, was man auch an den Ergebnissen ist."

Tore: 1:0, 2:0, 5:0 Justin Matthews (5., 11., 67.), 3:0 David Rodriguez (31.), 4:0 Caner Yesil (46.), 6:0, 7:0 Barkan Aksu (76., 86.)

Tore: 1:0, 2:0, 5:0 Matthews (5., 11., 67.), 3:0 Rodriguez (31.), 4:0 Yesil (46.), 6:0, 7:0 Aksu (76., 86.).

„Durch Ausfälle und Wechsel fehlt uns zurzeit etwas die Konstanz“, sieht RaMa-Coach Matthias Güldener seine Elf in einer schwierigen Phase. Bei Kontern agierten die Platzherren zudem zu hektisch. Immerhin stimmten Einsatz und Willen, was mit dem überragenden Keeper Dustin Langer und dem dazu passenden Spielglück reichte. Stark bei Ra/Ma: Der A-Jugendliche Anton Herzau, der erstmals von Beginn an im Zentrum spielte.

Tore: 1:0 Zamouri (5.), 1:1 Kara (37.), 2:1 Steinmetz (49.).

„Wir hatten mehr Spielanteile, hatten aber immer wieder unnötige Ballverluste und haben damit den Gegner erst stark gemacht“, bilanzierte SKG-Trainer Efkan Yildiz. Am Ende merkte man auch noch die 120 Pokalminuten gegen den Türkischen SV.

Tore: 1:0, 3:2 Trtovac (2., 55.), 1:1, 2:2 Rodriguez-Arenella (9., 52.), 2:1 Ürel (25.), 3:3 Wittenberg (75.), 3:4 Becker (79.).

Gute Teamleistung beim SVW: „Wir hatten das Spiel eigentlich im Griff, nutzten unsere gute Gelegenheiten zum Dreier jedoch leider nicht“, sagte Dirk Hünerbein. Bei den Gästen hielt Keeper Raphael Laux das Remis fest, verwandelte per Elfmeter sicher.

Tore: 1:0 Hünerbein (40.), 1:1 Laux (45.).

„Nach den ersten beiden Toren waren wir nur noch darauf aus, das Ergebnis im Rahmen zu halten“, hofft Amir Kadiric nun auf einen Aufschwung.

Tore: 0:1 Biskic (14.), 0:2 Pfeil (18.), 0:3, 1:4, 1:5, 1:6, 1:7 Becker (31., 62., 64., 65., 73.), 1:3 Pekgüzelyigit (46.).

Aufrufe: 028.9.2025, 20:00 Uhr
Hartmut Steindorf/Timon KrammAutor