2025-12-03T05:51:34.672Z

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Der FC Bierstadt um Regisseur Sebastian Bauschke (blaues Trikot) besiegte Eltville 2:1.
Der FC Bierstadt um Regisseur Sebastian Bauschke (blaues Trikot) besiegte Eltville 2:1. – Foto: Johannes Lay/rscp photo

Gruppenliga: Big Points für den FC Bierstadt

Erst muss der Schlüsseldienst kommen, dann findet FCB den Schlüssel zum 2:1 über Eltville +++ Wörsdorf ebenfalls mit wichtigem 2:1 +++ Okriftel siegt auf Nieder "Schlittschuhbahn"

Region. Gruppenligist FC Bierstadt hat sich mit zweiten Sieg in Folge etwas freigeschwommen und liegt nach dem 2:1 im Sechs-Punkte-Spiel nun schon zehn Punkte vor der Spielvereinigung Eltville. Punktgleich mit Eltville ist nun die TSG Wörsdorf, die die SGN Diedenbergen ebenfalls mit 2:1 niederrang. Germania Wiesbaden brachte beim 2:5 bei Limburg 07 erneut nichts Zählbares mit und muss aufpassen, nicht noch weiter unten reinzurutschen.

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Kurios der verspätete Spielbeginn mit 40 Minuten Verzögerung: Eltville hatte beim Aufwärmen die Tür vom Umkleideraum zugemacht, der innen steckende Schlüssel brachte dann den Schlüsseldienst zum Einsatz. „Ohne Trikots und Schienbeinschützer ging es halt nicht“, so Eltvilles Sven Klärner. Das war jedoch bis zur Pause nicht das einzige Problem seines Teams: „Wir nahmen bis dahin das Spiel nicht an und waren chancenlos. Das änderte sich nach der Pausenschelte von Eltvilles Coach Janosch Herbst: Plötzlich zeigten die Gäste Willen, hatten mehr Spielanteile und hätten nach dem 1:2 von David Sarris durch Lopez und Bücker auch ausgleichen können. „Unterm Strich geht der Sieg für Bierstadt aber in Ordnung: Wir müssen es einfach hinkriegen, die Leistung des zweiten Durchgangs über 90 Minuten auf den Platz zu bringen“, sieht Klärner die Eltviller Aufgabe nun nicht einfacher.

„Der Wörsdorfer Doppelschlag war der Knackpunkt“, waren die zwei Minuten für Diedenbergens Jürgen Malter entscheidend. Allerdings stellte er seinem Team ein schlechtes Zeugnis aus. „Gegen einen schwachen Gegner sind wir zu wenig gelaufen und man erkannte nicht, dass es für uns um was geht“, war er angefressen. TSG-Coach Hakan Tutkun fiel dagegen nach dem Sieg ein Stein vom Herzen: „Wichtig und verdient, die Mentalität hat gestimmt.“ TSG-Torwart Julian Bauer hielt zwei Hundertprozentige. Die Rote Karte gegen seinen Spielführer Christian Haddo nach einer Stunde hatte Tutkun so nicht gesehen, SGN-Kicker Justus Kayser folgte 20 Minuten später mit Gelb-Roter Karte (ein Spiel Sperre).

Die Gäste verzichteten auf die angeschlagenen Tim Maurer und Saki Nakos, waren trotzdem von Beginn an voll im Bild. „Nach dem Pokaldebakel eine tolle Reaktion des gesamten Teams“, freute sich SVW-Sportchef Yildirim Sari über eine konzentrierte und defensivstarke Leistung. Weilbach hatte erst bei einem Pfostentreffer drei Minuten vor dem Abpfiff eine echte Chance.

Nichts zu bestellen hatten die Gäste beim Zweiten: „Wir standen mit Mann und Maus hinten drin und konnten unsere glückliche Führung bis zur Pause verteidigen. In dem Unterliederbacher Sturmlauf gingen wir jedoch am Ende unter“, so Wallrabensteins Spielertrainer Dennis Deider. Ein Sonderlob erhielt Luca Keil, der trotz der drei Tore von Goalgetter Dorian Miric diesen aufopferungsvoll bekämpfte.

Unterliederbachs sportlicher Leiter Patrick Barnes sagte nach dem 13. ungeschlagenen Spiel in Serie: "Noch immer geht nicht jeder von uns an sein Leistungslimit. Ich bin überzeugt: Wir können noch mehr. Allein in den ersten fünf Minuten hätten wir schon 3:0 führen müssen", haderte Barnes trotz fünf VfB-Treffer mit der Chancenverwertung. VfB-Tore: Miric (3), E. Latifi, Cel. Yesil. / Kadi. Bes. Vork.: Miric verschießt Foulelfmeter (2.).

Erneute Pleite für die Waldsträßer. „Wir verschliefen wieder die ersten Minuten und waren in der Defensive nicht gruppenligareif“, war Germania-Coach Michel Badal (trainiert das Team gemeinsam mit Edis Sikiric) frustriert. Nach vorne setzte sein Team jedoch Akzente: Nach dem Doppelschlag von Neffati hatte Nabil Morchid gleich zweimal den Ausgleich auf dem Fuß. Die Belohnung für das gute Spiel nach vorne blieb jedoch für die Gäste aus.

Trotz des Sieges herrschte bei Okriftel Frust. Tim Flemming hat sich vermutlich erneut eine schwere Verletzung zugezogen, verdrehte sich nach einem Zusammenprall das Knie und musste mit dem Krankenwagen abtransportert werden. Für Germania-Coach Hicham El Mrhanni die Konsequenz aus dem Zustand des Nieder Kunstrasens. "Dieser Platz ist ein Skandal. Es müsste schon längst neuer Sand drauf. Der Platz gleicht einer Schlittschuhbahn." Als Gastgeber besonders betroffen ist natürlich die Alemannia. Deren Coach Steffen Kaschel erklärt: "Wir warten seit Oktober darauf, dass vom Sportamt der Stadt Frankfurt Sand nachgeschüttet wird. Wir hatten selbst schon einige Verletzte, darunter einen Meniskusriss. Uns sind als Verein die Hände gebunden. Es ist wie so häufig: Es gibt zu wenige, die sich kümmern. Und die wenigen, die sich kümmern, sind überfordert", gibt Kaschel, der selbst bei der Stadt Frankfurt angestellt ist, zu Bedenken. Zum Spiel: Tarik Choukairi vergab für Nied die Mega-Chance zur Führung, anschließend ging Okriftel verdient durch Raisi Zalla in Front. Nach Ricardo Pereiras Ausgleich stellte Cedric Siewe Nana per Doppelpack auf 3:1 für die Gäste. Durch einen Treffer von Tamin Tuchi kam Nied ran - ehe in der Schlussphase Hueseyn Yalcin einen an Alim Göcek verschuldeten Strafstoß zum Endstand verwandelte.

"Wir haben schlecht gespielt. Ich hatte es vor dem Spiel noch befürchtet, so wie die Körpersprache meiner Jungs war. Selbst in den Vorbereitungsspielen hatten wir mehr Biss als in der ersten Halbzeit", sagte Hoechsts Coach Sascha Amstätter. Vor dem 0:1 durch Alexander Fröhlich vergaben die Gäste gar noch einen Strafstoß. Barkan Aksu (36.) und Turgay Akbulut (38.) drehten die Partie vor der Pause, mit drei Treffern zwischen Minute 46 und 51 von Hatem Fekih, Justin Matthews und erneut Aksu stellten die Gastgeber früh den Endstand her.

Aufrufe: 017.3.2024, 21:00 Uhr
Hartmut Steindorf und Philipp DurilloAutor