2026-03-13T07:45:35.464Z

Ligabericht

Gruppenliga: Bierstadt und Erbenheim müssen aufpassen

FCB und SVE müssen in der Gruppenliga aufpassen, dass sie nicht in den Abstiegsstrudel geraten +++ TSV Bleidenstadt setzt Siegesserie fort, SV Niedernhausen verpasst Punktgewinn +++ VfB meldet acht Zusagen

von Stephan Neumann/Philipp Durillo · Heute, 20:45 Uhr · 0 Leser
Johannes Moog (Zweiter von links) durfte in Erbenheim vier Treffer bejubeln.
Johannes Moog (Zweiter von links) durfte in Erbenheim vier Treffer bejubeln. – Foto: Pia Pfeifer

Region. In der Gruppenliga Wiesbaden dürfen sich die Teams erst in Sicherheit wiegen, wenn sie nach dem letzten Spiel über dem Strich stehen. Das trifft nach Heimniederlagen auf den FC Bierstadt und den SV Erbenheim zu, aber auch auf die SKG 23 Wiesbaden, die Spitzenreiter VfB Unterliederbach Paroli bot, aber letztlich 0:1 verlor. Konstant siegt derweil der TSV Bleidenstadt, der gegen Ra/Ma (So., 15 Uhr) weitere Big Points holen kann.

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Das Tor des Tages erzielte Mirza Music per Weitschuss aus 25 Metern. "Genau davor hatte ich meine Jungs gewarnt. Es zieht sich wie ein roter Faden durch die vergangenen Spiele und passt auch zur Trainingsleistung der vergangenen Woche", sagte FCE-Trainer Marco Wronski. Seit der Winterpause hat sein Team nur einen Punkt aus drei Partien geholt - zu wenig, um im Aufstiegsrennen Schritt mit der mittlerweile enteilten Konkurrenz zu halten. "Mit dem Ergebnis heute haben wir uns da vorne verabschiedet. Viele scheinen mit den Gedanken gerade irgendwo anders", sagt Wronski. Dem die Verletzungssorgen in der FCE-Ersten auch zu schaffen machen - vor allem das Fehlen von Stürmer Yannick Gutmann macht sich derzeit in der Offensive bemerkbar. Für den FC Türk war es ein eminent wichtiger Sieg im Abstiegskampf.

Tor: 0:1 M. Music (12.).

Nach Vorlage von Phil Weimer schweißte Philipp Webert zum 0:1 ein. Durch das unglückliche Eigentor von Timo Ott stockten die Gäste auf, ehe Florian Jaschingers 1:2 der Heimelf Hoffnung brachte. Aber das letzte Wort hatten die Gäste. „Für so ein wichtiges Spiel war das in allen Belangen zu wenig“, fand Wallrabenstein Dirk Hünerbein, während TSVler Patrick Engelmann von einer „sehr erfreulichen“ Leistung sprach.

Tore: 0:1 Webert (22.), 0:2 Eigentor Timo Ott (28.), 1:2 Jaschinger (45.), 1:3 Hörrmann (90.+2). – Gelb-Rot: Luca Häuser (88.).

Riesenpech für die SG Rauenthal/Martinthal

Verrückte Partie mit dem von Mateo Matijevic vergebenen Elfmeter nach Foul an Marlon Hess (FC-Keeper Max Lorger parierte), dem Pfostentreffer von Lennart Sievers und gleich zwei Lattenknallern von Jan Lucas Steinmetz. Wobei auch die Gäste zwei Mal den Torrahmen trafen, zudem Rot gegen Colin Iwan zu verkraften hatten und ganz zum Schluss nach Notbremse auch gegen ihren Torhüter. Ra/Ma-Coach Daniel Schadel verteilte für die Leistung das Prädikat „super“, aber das Ergebnis schmerzte.

Tore: 1:0 Steinmetz (37.), 1:1 Parisi (57.).

Beim Stand von 0:1 landete der Kopfball von Marlon Klärner am Querbalken, Clubchef Sven Klärner attestierte in Summe eine „gute Leistung“ gegen den Zweiten.

Tore: 0:1 Krebs (3.), 0:2 Stranz (78.), 0:3 Nocht (89.).

Tim Fell Bosenbeck entpuppte sich bei der SGN um den starken Keeper Steve Wagner beim Siegtor als idealer Joker. „Einsatz, Kampf, Zusammenhalt - einfach mega“, lobte Diedenbergens Amir Kadiric. Katerstimmung dagegen bei FCB-Coach René Keutmann, der nach zuletzt guten Leistungen das Team auf allen Ebenen „30 Prozent schlechter“ sah.

Tore: 1:0 Meister (5.), 1:1 Krijestorac (10.), 2:1 Wintermeyer (51.), 2:2 Grubisic (55.), 2:3 Fell Bosenbeck (80.).

„Selbst mit mäßiger Leistung hätten wir punkten können“, sagte SVN-Sportchef Stephan Mohr mit Blick auf fatale individuelle Schnitzer, die Nied zum Dreier verhalfen.. Weitere Wermutstropfen für die Gäste: Dennis Wohn kugelte sich die Schulter aus, Jermaine Giotitsas (vormals Pedraza) fiel unglücklich auf den Ellenbogen. Von einem "harten Stück Arbeit" sprach Nieds Betreuer André Pereira hinterher. Mit verwandeltem Foulelfmeter machte Tarik Choukairi seinen Fauxpas vor dem 0:1 wieder wett. "Das war ein Sechs-Punkte-Spiel und für uns ein großer Schritt Richtung Klassenerhalt", freute sich Pereira. Marvin Lauer und Miltiadis Nastos verdienten sich bei Alemannia Bestnoten.

Tore: 0:1 Perez de Los Santos (23.), 1:1 Lauer (33.), 2:1 Choukairi (72./Foulelfmeter).

SKG-Trainer Efkan Yildiz bescheinigte über die gesamte Spielzeit eine herausragende kämpferische Einstellung seiner Schützlinge, die durch Marcus Weinhardt die Großchance zum Remis ausließen, Kubilay Dincer klärte auf der Linie (85.). Liederbachs Siegtor durch Gentian Latifi (vom Sechzehner mit der Innenseite ins Eck) sei aus dem Nichts gefallen, haderte er. Für Yildiz ein Auftritt, der Mut macht. Für den VfB war es ein "Arbeitssieg", wie der sportliche Leiter Patrick Barnes befand. Acht Spieler haben beim Tabellenführer ligaunabhängig zugesagt: Justin Matthews, Marco Silveira, Edmond Latifi, Marko Colovejic, Kubilay Dincer, Vedran Dodik und David Rodriguez bleiben beim VfB an Bord. Weitere Gespräche laufen.

Tor: 1:0 G. Latifi (56.).

Mit seinem Hattrick vor der Pause wurde Johannes Moog bereits zum Schreckgespenst des SVE, bevor er im zweiten Abschnitt nochmals erfolgreich war. Zuvor hatten Pierre Massfeller und Kouami Edem Dalmeida die Erbenheimer auf 2:3 herangebracht. Für den SVE, der nach spielfreiem Wochenende zu Türk Kelsterbach muss, könnte es im Kampf um den Klassenerhalt nach guter Vorrunde noch eng werden.

Tore: 0:1, 0:2, 0:3 Moog (37./ 41./45.), 1:3 P. Massfeller (50.), 2:3 Dalmeida (64.), 2:4 Moog (67.).