
Region. Für Gruppenligist SG Rauenthal/Martinsthal war es ein kleiner Befreiungsschlag. 5:1 hieß es gegen den SV Wallrabenstein. Auch der SV Niedernhausen und der TSV Bleidenstadt fuhren unten wichtige Dreier ein.
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Unglückliche Szene in der Startphase mit Folgen: Nach Steilpass auf SVNler Jonas Lehmann kam es zwischen ihm, einem Abwehrspieler und dem herauskommenden 02-Keeper Uin Ono zum Zusammenprall. Den in den Strafraum prallenden Ball schob Max Schwerdt zum 1:0 ins Tor. Ono musste angeschlagen raus, für ihn kam Daniel Aturcanitei, der insgesamt stark hielt. Er sah von hinten, wie Niklas Stegmaier nach der Pause ausglich. Aber das Autal-Team fightete, erzielte durch „Joker“ Nicklas Stock das späte Siegtor. „Die Mannschaft, die es mehr wollte, hat gewonnen. Wir waren spielerisch nicht so gut wie sonst“, räumte 02-Coach Volkan Zer ein. SVN-Sportchef Stephan Mohr lobte: „Alle haben richtig gut gekämpft. Dieser Sieg war bitternötig, um im Geschäft zu bleiben.“ Die Innenverteidiger Sebastian Gurok und Dennis Wohn sowie im Mittelfeld Egzon Sula ragten aus dem SVN-Kollektiv heraus. Valentin Drettas wird sich im neuen Jahr zum Studium nach Mailand verabschieden, drei, vier Feldspieler und ein Torwart peilt der SVN als Winterzugänge an.
Tore: 1:0 Schwerdt (15.), 1:1 Stegmaier (63.) 2:1 Stock (90.+4).
Nach glücklicher Halbzeitführung steigerten sich die Gastgeber im zweiten Abschnitt. Mann des Tages war Justin Matthews, der einen Dreierpack schnürte. "Er hat einen brutalen Schuss, schießt hart und platziert. Seine Schusstechnik ist eine Gabe, das sieht man nicht allzu oft", adelte ihn der sportliche Leiter Patrick Barnes. Youngster Youness Hedi überzeugte auf der Sechs, dazu verwandelte Barkan Aksu den vorentscheidenden Elfmeter zum 2:0 ganz lässig im Panenka-Stil. Nach der 2:5-Niederlage aus dem Hinspiel hat der VfB nun sechs Punkte gegenüber dem FCE Vorsprung und zudem den direkten Vergleich auf seiner Seite. "Nach der Pause war es eine klare Angelegenheit", sagte Barnes.
Tore: 1:0/3:0/4:0 Matthews (45./77./83.), 2:0 Aksu (62./FE).
Ein starker Umschaltmoment brachte Ra/Ma durch Mateo Matijevic das 1:0. Nach Freistoß von Matti Meier erzielte Erdem Kadi per Kopf den Ausgleich. Danach fiel Marius Fuchs unglücklich, schied mit Verdacht auf Handfraktur aus. Ra/Ma legte auch für ihn noch eine Schippe drauf. Stark, wie Jan Lucas Steinmetz nach der Pause auf den 2:1-Schützen Lennart Sievers passte. Matijevics 3:1 gab den Rheingauern Sicherheit. Steinmetz war durch, wurde unsanft gebremst. Rot blieb aus, aber Marlon Hess verwandelte vom Punkt und Paul Schmidt setzte mit weiterem Elfmeter einen drauf. „Wir haben kompakt gestanden und waren effektiv“, empfand Daniel Schadel, der mit Matze Kaiser bei Ra/Ma übergangsweise Regie führte, den Erfolg als kleinen Befreiungsschlag, attestierte den Gästen eine „harte Gangart“. So musste Steinmetz mit Knöchelblessur raus. SVW-Coach Daniel Dylong verwies auf einen Lattentreffer von Matti Meier und Paraden von SG-Keeper Dustin Langer: „Wir wissen schon Gründe, aber so richtig ist es nicht zu greifen, warum wir 1:5 verloren haben. Es war kein überhartes Spiel von uns.“
Tore: 1:0 Matijevic (20.), 1:1 E. Kadi (31.), 2:1 Sievers (47.), 3:1 Matijevic (55.), 4:1 Hess (65./Foulelfmeter), 5:1 Schmidt (75./Foulelfmeter).
Die SGN zeigte nach dem 2:3 gegen Eltville eine Reaktion, brachte den Dreier trotz der Ampelkarte gegen Marcel Friedrich (54.) ins Ziel. „Trotz Unterzahl hatten wir alles im Griff“, fand SGN-Sprecher Amir Kadiric. Ohne Chris Potlitz, der eine Drei-Spiele-Sperre absitzen muss, ragte Innenverteidiger Luca Löper bei Diedenbergen heraus. Beim SVE kurbelte Spielertrainer Karim El Bakkaoui unentwegt an. Die Gäste hatten es verpasst, in ihrer guten Startphase zu treffen. Ihr Spieler Oguzhan Dagdevir wurde nach seinem Platzverweis in Unterliederbach für sechs Spiele gesperrt. „Aus unserer Sicht zu viel, wir erwägen Einspruch“, so Erbenheims Kevin Bähren.
Tore: 1:0 Krijestorac (16.), 2:0 Grünewald (21.), 3:0 Grubisic (36.), 3:1 Oukouiss (45.), 3:2 P. Massfeller (73.).
Einzig das Nachlassen nach den Zwischenständen 2:0 und 3:0 schmeckte SGK-Coach Efkan Yildiz nicht, ansonsten attestierte er einen verdienten Dreier. An dem die auf den Außenbahn wirbelnden Marcus Weinhardt und Maxim Bujnov großen Anteil hatten. „Die SKG hat Qualität. Wir hätten einen Sahnetag gebraucht, an dem alle bei vollen Kräften verfügbar gewesen wären“, verwies Clubchef Sven Klärner auf Eltviller Handicaps. Der 3:1-Anschluss durch Marlon Klärner (ließ vorher einen Elfmeter aus) kam zu spät.
Tore: 1:0 Vachinger (5.), 2:0, 3:0 Weinhardt (20./54.), 3:1 Klärner (84.), 4:1 Krey (88.), 5:1 Kocak (90.).
TSV-Coach Markus Hauptkorn bot Francesco Rienhardt als Innenverteidiger auf, was dieser mit starkem Auftritt honorierte. Aufgrund der Kompaktheit der ersten Hälfte „geht der Dreier in Ordnung“, fand TSV-Sprecher Patrick Engelmann. Torhüter Benjamin Rick hatte noch Gelegenheit, sich auszuzeichnen.
Tore: 1:0 Winkelmann (23.), 2:0 Weimer (35.), 2:1 Thar (44.), 3:1 Hörrmann (45.), 3:2 Ca. Kara (70.).
Der Aufsteiger sorgt weiter für Furore und bleibt mit dem Sieg dem Spitzenduo auf den Fersen. Alle Tore fielen binnen vier Minuten, am Ende überstanden die Gäste auch eine Unterzahl.
Tore: 0:1 Schmidt (75.), 1:1 N. Becker (76.), 1:2 Schwertel (78.).- Gelb-Rot: Klaus (78./SCO).
Die Gastgeber agierten "phasenweise auf Augenhöhe", wie André Pereira aus dem Nieder Trainerteam hinterher erklärte. Knackpunkt aus Sicht der Alemannia: Ein nicht gegebener Strafstoß beim Stand von 0:1, in dessen Gegenzug der Referee auf Foulelfmeter für Niederhöchstadt entschied. Nach der Pause fing sich Nied mit zwei schnellen Gegentreffern dann den K.O. "In der Halbzeit haben wir zu sehr mit dem Schiedsrichter gehadert, da hätten wir mehr bei uns bleiben müssen", monierte Pereira. Ganz bei sich scheinen momentan die Niederhöchstadter. Sie weisen eine beeindruckende Statistik auf: Von den letzten elf Ligaspielen hat der TuRa zehn gewonnen und setzt sich dank seiner Formstärke weiter ganz oben fest. Mit drei Punkten Rückstand ist auch Tabellenprimus Unterliederbach weiter fest im Blick des Teams aus dem Eschborner Stadtteil.
Tore: 0:1 Leon (15.), 0:2 Krebs (30./FE), 1:2 Eigentor (39.), 1:3/1:4 Stranz (52./54.), 2:4 Wittenberg (65./FE), 2:5 Ciftci (90.)