
Nachdem am Freitagabend nach längerer Durststrecke endlich wieder gewonnen werden konnte (5:2 beim TSV Brodswinden 2), wollte die Zweite aus Großhabersdorf diesen positiven Schwung sowie neu gewonnenen Teamgeist mitnehmen und heute - bei klassischem Fritz-Walter-Wetter - den nächsten Dreier folgen lassen.
Doch kaum hatte das Spiel begonnen, bekamen die Ambitionen der Heimmannschaft einen herben Dämpfer: Nach gerade einmal zwei Minuten durfte Held nach einer Ecke unbedrängt zum 0:1 einköpfen und wieder nur zwei Minuten später spielte Heimkapitän von Wittke einen zu kurzen Rückpass, der zu einem schnellen 0:2-Rückstand (abermals Held) führte. Als A. Stöber sich nach 15 Minuten nicht anders zu helfen wusste, als dem durchgebrochenen Gegenspieler aufzuhalten, indem er dessen Trikot über mehrere Meter einem Materialbelastungstest unterzog, ob es wohl reißt, wenn man lange genug daran zieht, wurde dies dann folgerichtig mit einem Platzverweis quittiert. 0:2 hinten, ein Mann weniger und es regnet - es machte nicht unbedingt den Eindruck, ein schöner Fußballtag für den SVG II zu werden.
Aber überraschenderweise tat die nummerische Überlegenheit den Gästen nicht zwingend gut. Sie spielten unsauberer und kamen quasi zu keinen weiteren Chancen mehr in der ersten Halbzeit - auch weil sich die Hausherren mit viel Kampf und Einsatz dazwischenwarfen.
Nach dem Seitenwechsel machte es kurz den Anschein, dass doch noch etwas gehen könnte: Der frisch eingewechselte Matke kam direkt zweimal aus aussichtsreicher Position zum Abschluss, aber zielte auf den Torhüter oder verfehlte das Tor. Ein Auftakt, der jedoch Mut machte! Aber nicht lange. Tortwart Ulsenheimer schoss Wiesinger im eigenen 16er an und von dem flog der Ball im hohen Bogen zum 0:3 ins Tor. Damit war die Messe endgültig gelesen. Noch gelesener war sie kurz danach, als ein schöner Kopfball von Bauer das 0:4 markierte.
Die SG aus Großhabersdorf und Bürglein spielte zwar anständig weiter, ließ die Köpfe nicht hängen, kam vereinzelt noch zu Abschlüssen, aber musste letztlich noch das 0:5 einstecken. Abermals nach einer Ecke kamen die Gäste zum Abschluss. Der Ball wäre zwar auch so rein, aber der auf der Linie stehende große Bruder des Rotsünders, J. Stöber, tat sein Bestes um auch noch auf dem Spielberichtsbogen aufzutauchen und klärte den Ball ins eigene Netz. Der Schiri schrieb das Tor aber dann doch Lange gut.
Tore:
0:1 S. Held (2. Minute)
0:2 S. Held (4. Minute)
0:3 J. Wiesinger (28. Minute)
0:4 A. Bauer (55. Minute)
0:5 N. Lange (76. Minute)