2026-04-23T13:43:33.969Z

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Gritli: „Wir haben mit Mann und Maus verteidigt“

Tabellensechster setzt sich gegen bereits abgestiegenen Tabellenletzten durch – Gäste halten lange dagegen

von red · Heute, 21:31 Uhr · 0 Leser
– Foto: Reinhard Rehkamp

Lupo Martini Wolfsburg hat sich beim SV Wilhelmshaven trotz großer personeller Probleme defensiv lange stabil präsentiert, musste sich am 27. Spieltag der Oberliga Niedersachsen aber mit 0:2 geschlagen geben. Der Tabellensechste aus Wilhelmshaven nutzte seine Chancen konsequenter, während Wolfsburg offensiv zu harmlos blieb.

Die Vorzeichen waren eindeutig: Wilhelmshaven ging mit 41 Punkten als Tabellen­achter in die Partie, Lupo Martini Wolfsburg mit zwölf Zählern als abgeschlagener Tabellenletzter. Entsprechend reiste Wolfsburg ersatzgeschwächt an.

„Wie schon angekündigt sind wir mit einem sehr dünnen Kader nach Wilhelmshaven gefahren“, sagte Teammanager Tahar Gritli. Auf der Ersatzbank saßen mit Torhüter Flynn Schönmottel sowie Adem Jemai und Aythami Prestel zwei U19-Spieler, die am Vortag selbst bereits 90 Minuten absolviert hatten. Zudem stand mit Michele Gianchino ein weiterer Nachwuchsspieler in der Startelf.

Trotz der personellen Sorgen hielt Wolfsburg zunächst dagegen, geriet jedoch in der 17. Minute in Rückstand. „Wir sind leider durch einen unnötigen Ballverlust in der Abwehr in Rückstand geraten“, erklärte Gritli. Pufong nutzte den Fehler und erzielte das 1:0 für die Gastgeber.

Brettschneider hält Wolfsburg im Spiel

Nach dem Gegentreffer konzentrierte sich Wolfsburg auf die Defensivarbeit. „Wir haben mit Mann und Maus verteidigt“, sagte Gritli. Vor allem Torhüter Lukas Brettschneider verhinderte mit mehreren Paraden einen höheren Rückstand.

„Unser Torhüter Lukas Brettschneider hat uns durch seine Paraden bis zum Ende im Spiel gehalten“, lobte der Teammanager. Auch die Defensive um Giosuè Tortora, Kapitän Valeri Schlothauer sowie die beiden defensiven Mittelfeldspieler Aziz Kiy und Jakob Schlienz erhielt Anerkennung. „Sie haben vieles abgeräumt“, so Gritli.

Nach der Pause veränderte sich das Spiel. Wolfsburg hatte mehr Ballbesitz und kam häufiger in geordnete Angriffe, ohne daraus Kapital zu schlagen.

„Zweite Halbzeit haben wir mehr Ballbesitz, waren aber leider im letzten Drittel zu ungefährlich“, analysierte Gritli. Über die Außenbahnen gelang es mehrfach, in gute Positionen zu kommen. „Wir haben uns öfter über die Außen frei gespielt, aber leider haben die Ideen gefehlt. Ein Eins-gegen-eins-Duell mal gewinnen oder so.“

Die fehlende Durchschlagskraft blieb das zentrale Problem. „Offensiv war es leider zu wenig“, sagte Gritli.

Späte Entscheidung durch Sultani

Als Wolfsburg in der Schlussphase auf den Ausgleich hoffte, fiel die Entscheidung in der 89. Minute. Nach einem Zweikampf zwischen Tortora und einem Wilhelmshavener Angreifer lief die Szene weiter, Sultani traf zum 2:0-Endstand.

„Ein Pressschlag mit Innenverteidiger Giosuè Tortora und dem Stürmer aus Wilhelmshaven wird nicht abgepfiffen. So läuft der Stürmer alleine auf Brettschneider zu und vollendet zum 0:2“, schilderte Gritli die Situation. Unmittelbar danach beendete der Schiedsrichter die Partie.

Mit dem Sieg festigt der SV Wilhelmshaven mit nun 41 Punkten Rang sechs und behauptet sich im oberen Tabellenmittelfeld. Lupo Martini Wolfsburg bleibt mit zwölf Punkten Tabellenletzter und steht bereits als Absteiger fest.

Trotz der Niederlage bleibt für Wolfsburg zumindest die Erkenntnis, unter schwierigen personellen Bedingungen lange konkurrenzfähig gewesen zu sein – auch wenn es offensiv erneut nicht reichte.