
In der Frauen-Regionalliga Süd war einiges geboten. Hier gibt es den ausführlichen Rückblick und den Service.
In Freiburg entwickelte sich eine Partie, die an Dramatik kaum zu überbieten war. Die Zweitvertretung des Sportclubs übernahm im ersten Durchgang das Kommando und belohnte sich für den betriebenen Aufwand: Laura Ernst (35.) brach den Bann und markierte die Führung. Kurz vor dem Pausenpfiff schlug Laura Ernst (44.) erneut eiskalt zu und sorgte mit ihrem zweiten Treffer für eine beruhigende Zwei-Tore-Führung beim Gang in die Kabinen.
Direkt nach dem Seitenwechsel schien die Vorentscheidung gefallen zu sein, als Amelie Schmitz (48.) den Ball zum 3:0 im Netz unterbrachte. Doch die SG Haitz bewies eine unglaubliche Moral und wehrte sich leidenschaftlich gegen die drohende Niederlage. In der Schlussphase wurde es noch einmal richtig eng: Lisa Förster (79.) erzielte zunächst den Anschluss, und nur sechzig Sekunden später verkürzte Lisa Förster (80.) mit ihrem zweiten Tor auf 3:2. In den letzten Minuten warfen die Gäste alles nach vorne, doch Freiburg verteidigte den knappen Vorsprung mit letzter Kraft über die Zeit.
Ein intensives Duell der Zweitvertretungen bekamen die Zuschauer in Sand zu sehen. Die TSG 1899 Hoffenheim II startete sehr fokussiert und konnte sich früh über die Führung freuen, als Jule Krips (20.) die Lücke in der Hintermannschaft der Gastgeberinnen fand. In der Folge entwickelte sich ein zähes Ringen, in dem Sand unermüdlich auf den Ausgleich drängte, während Hoffenheim auf Konter lauerte.
Lange Zeit passierte in den Strafräumen wenig, doch die Schlussphase entschädigte für die Wartezeit. Janina Häußler (81.) belohnte den Einsatz der Heimelf mit dem viel umjubelten Ausgleichstreffer. Das Spiel stand nun auf des Messers Schneide. Das bessere Ende hatten jedoch die Gäste für sich: Ann-Sophie Braun (87.) bewies kurz vor dem Abpfiff Nervenstärke und erzielte den Siegtreffer für die Hoffenheimerinnen, die damit die volle Punkteausbeute mit auf die Heimreise nahmen.
In Weinberg herrschte von Beginn an eine kämpferische Atmosphäre. Die Heimelf erwischte einen Start nach Maß und durfte bereits nach wenigen Minuten jubeln: Anna Hofrichter (8.) brachte Weinberg früh in Front. Der VfL Herrenberg zeigte sich jedoch unbeeindruckt und suchte die schnelle Antwort. Diese gelang Sina Rahm (20.), die eine Unachtsamkeit in der Weinberger Abwehr zum Ausgleich nutzte.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung ein offener Schlagabtausch, in dem beide Seiten mit viel Herzblut agierten. Den entscheidenden Moment des Nachmittags fingen die Kameras in der 63. Minute ein, als Lea Würth die erneute Führung für den SV 67 Weinberg markierte. Herrenberg erhöhte in der verbleibenden halben Stunde das Risiko und drückte auf das Remis, doch die Weinberger Defensive stand sicher und brachte den knappen Erfolg unter großem Jubel ins Ziel.
Der Karlsruher SC musste gegen einen sehr unbequemen Gegner aus Kassel viel Geduld und Willenskraft aufbringen. Zunächst lief alles gegen die Badenerinnen, als Arlene Rühmer (26.) den KSV Hessen Kassel Mitte der ersten Halbzeit in Führung schoss. Karlsruhe rannte danach wütend an, scheiterte aber immer wieder am stabilen Abwehrbollwerk der Gäste.
Die Wende leitete schließlich Tamina Steiner (45.) ein, die unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff den psychologisch enorm wichtigen Ausgleich erzielte. Mit diesem Schwung kam der KSC zurück auf den Platz und blieb spielbestimmend. In der 66. Minute war es erneut Tamina Steiner, die mit ihrem zweiten Treffer des Tages die Partie komplett drehte. Kassel versuchte in der Schlussphase noch einmal alles, um zumindest einen Punkt zu entführen, doch der KSC verteidigte die Führung mit einer leidenschaftlichen Teamleistung.
In Fürth bekamen die Fans ein Offensiv-Spektakel geboten, bei dem die Hausherren von der ersten Minute an keinen Zweifel an ihrem Siegeswillen ließen. Judith Gruber (25.) eröffnete den Torreigen Mitte der ersten Hälfte. Fürth blieb am Drücker und erhöhte durch Lena Franke (32.) zügig auf 2:0. Kurz vor der Pause sorgte Luisa Wölfel (40.) mit dem dritten Treffer für eine Vorentscheidung.
Auch nach dem Seitenwechsel kannten die Fürtherinnen nur den Weg nach vorne. Aurora Tornaquindici (58.) schraubte das Ergebnis weiter in die Höhe, ehe Lena Franke (61.) mit ihrem zweiten persönlichen Erfolg auf 5:0 stellte. Der FFC Wacker München gab sich trotz des hohen Rückstands nicht auf und kam durch Helen Langrehr (79.) noch zum Ehrentreffer. Am Ende feierte die Spielvereinigung einen deutlichen Erfolg, der durch die hohe Durchschlagskraft in der Offensive ermöglicht wurde.