2026-04-29T13:32:52.058Z

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Gretesch findet zurück in die Spur – 3:1-Arbeitssieg gegen Lutten

Die SG TSG Gretesch/Osnabrücker SC setzt sich trotz personeller Rückschläge verdient gegen den TuS Lutten durch.

von COE · Gestern, 21:38 Uhr · 0 Leser
– Foto: Andreas LITZE Richter

Nach zuletzt zwei sieglosen Spielen meldet sich Gretesch zurück. Gegen defensiv kompakte Gäste aus Lutten entscheidet Effizienz bei Standards – überschattet wird der Erfolg jedoch von einer weiteren Verletzung.

Die SG TSG Gretesch/Osnabrücker SC hat im Heimspiel gegen den TuS Lutten einen wichtigen 3:1 (2:0)-Erfolg eingefahren und damit ihren dritten Tabellenplatz in der Frauen-Oberliga Niedersachsen West gefestigt. In einer über weite Strecken kontrollierten Partie zeigte sich das Team von Trainer Johannes Müller trotz personeller Probleme stabil – musste jedoch auch Rückschläge verkraften.

„Nachdem ja schon unter der Woche zwei Spielerinnen verletzt ausgefallen sind, kam am Sonntag noch eine dritte dazu. Sabrina Rauch musste mit einem grippalen Infekt passen“, erklärte Müller. Die daraus resultierenden Umstellungen machten sich zunächst bemerkbar: „Die notwendigen Umstellungen in der Startelf sorgten zunächst dafür, dass wir uns erst finden mussten. Trotzdem lösen wir viele Dinge, die wir uns vorgenommen haben, gut.“

Mit zunehmender Spieldauer gewann Gretesch an Sicherheit. Lutten stand defensiv kompakt, blieb offensiv aber harmlos. „Lutten steht defensiv gut, strahlt aber in den ersten 45 Minuten überhaupt keine Torgefahr aus. Bei uns fehlt es leider häufig am letzten Pass“, so Müller.

Der Führungstreffer fiel schließlich nach einem Standard: Nach einer Ecke von Celine Kronemeyer traf Thea Fels sehenswert per Hacke zum 1:0 (26.). Kurz darauf erhöhte Luise Hausfeld auf 2:0 (38.), nachdem sie einen Abpraller verwertete. „Danach haben wir Möglichkeiten, das Ergebnis zu erhöhen, lassen aber wie schon zuletzt auch gute Chancen liegen“, sagte Müller.

Die zweite Hälfte begann jedoch mit einem Schockmoment: „In einem Zweikampf verletzt sich Joline Konermann schwer am Knie, was eine erneute Umstellung mit sich bringt.“ In der anschließenden Unordnung nutzte Lutten ein Abstimmungsproblem zum Anschlusstreffer (63.). „Danach mussten wir uns erst wieder finden und genau in der Phase trifft Lutten zum 2:1“, beschrieb Müller die kritische Phase.

In der Schlussphase übernahm Gretesch wieder die Kontrolle und sorgte erneut nach einem Standard für die Entscheidung: Hausfeld traf per Kopf zum 3:1-Endstand (90.+4). „In der Schlussphase sind wir dann am Drücker und erneut nach einer Ecke kann Luise Hausfeld das überfällige 3:1 erzielen.“

Unterm Strich zeigte sich Müller zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft: „Es war das erwartet schwere Spiel und durch die Ausfälle ist es sicherlich noch etwas komplizierter geworden. Die Mädels haben das aber wirklich gut gelöst und absolut verdient gewonnen.“

Dennoch blieb ein Wermutstropfen: „Bitter ist natürlich die Verletzung von Joline, bei der wir nur hoffen können, dass sich der Verdacht nicht bestätigt.“ Positiv hob der Trainer hingegen die Rückkehr einer Spielerin hervor: „Auf der anderen Seite freuen wir uns aber auch darüber, dass Jana Reinken nach ihrem Kreuzbandriss wieder die ersten Minuten Spielzeit sammeln konnte.“