2026-03-13T07:45:35.464Z

Allgemeines

Gretesch effizient und souverän – Delmenhorst unter Wert geschlagen

Standards und konsequente Chancenverwertung entscheiden die Partie – das Ergebnis fällt aus Sicht der Gastgeber zu deutlich aus.

von COE · Gestern, 23:36 Uhr · 0 Leser
– Foto: Andreas LITZE Richter

Die SG TSG Gretesch / Osnabrücker SC setzt sich beim TV Jahn Delmenhorst klar mit 4:0 durch. Während die Gäste ihre Chancen eiskalt nutzen, hadert Delmenhorst mit vermeidbaren Gegentoren und fehlender Durchschlagskraft.

Die SG TSG Gretesch / Osnabrücker SC hat ihre Ambitionen im oberen Tabellendrittel der Frauen-Oberliga Niedersachsen West untermauert und beim TV Jahn Delmenhorst einen deutlichen 4:0-Auswärtssieg eingefahren. Auf schwierigem Untergrund kontrollierten die Gäste die Partie über weite Strecken und trafen in den entscheidenden Momenten.

„Auf einem schwer zu bespielenden Platz sind wir von Anfang an die spielbestimmende Mannschaft“, erklärte Trainer Johannes Müller. Dennoch habe sein Team zunächst Probleme mit der defensiven Ausrichtung des Gegners gehabt: „Wie auch schon im Hinspiel haben wir zunächst Schwierigkeiten mit der sehr destruktiven Spielweise des Gegners. Dennoch kontrollieren wir das Spiel, ohne allerdings wirklich gefährlich vor das Tor zu kommen.“

Die Führung resultierte schließlich aus einer Standardsituation. „Als Türöffner für das Spiel dient dann eine Standardsituation“, so Müller. Eine scharf getretene Ecke führte zum Eigentor, kurz vor der Pause erhöhte Gretesch erneut nach einem weiteren Eckball auf 2:0. „Mit dem dritten Tor kurz nach der Pause ist dann auch der Deckel drauf“, sagte Müller mit Blick auf den Treffer zum 3:0. Das vierte Tor sei „wirklich schön herausgespielt“ gewesen, ehe seine Mannschaft in der Schlussphase weitere Möglichkeiten ungenutzt ließ.

Während Müller von einer kontrollierten und insgesamt souveränen Vorstellung sprach – „wir haben das Spiel über 90 Minuten kontrolliert und zu den richtigen Zeitpunkten die Tore gemacht“ – fiel die Bewertung auf Seiten der Gastgeber differenzierter aus.

„Es ist ein Spiel, das sich irgendwie komisch anfühlt“, sagte Delmenhorsts Trainer Daniel Prause. Trotz der deutlichen Niederlage sei seine Mannschaft nicht grundsätzlich unzufrieden: „Auch wenn sich ein 4:0 erst mal so anhört, als ob man unzufrieden sein sollte – insgesamt ist das Ergebnis vielleicht ein bis zwei Tore zu hoch.“

Vor allem defensiv habe sein Team lange gut gearbeitet. „In der ersten Halbzeit hatte Burg Gretesch aus dem Spiel heraus keine Torschance“, so Prause. Die Gegentreffer resultierten stattdessen aus Standards und unglücklichen Situationen: „Wir kriegen zwei Gegentore nach Ecken, absolute Ping-Pong-Gegentore, die beide absolut zu verhindern sind.“

Nach der Pause öffnete Delmenhorst das Spiel und setzte die Gäste phasenweise unter Druck. „Wir hatten gute Pressing-Momente, haben hoch attackiert und auch fußballerisch gute Situationen gehabt“, erklärte Prause. Allerdings sei man dadurch defensiv anfälliger geworden und kassierte zwei weitere Treffer, die „absolut vermeidbar“ gewesen seien.

Ein zentrales Problem bleibt aus Sicht des Trainers die Chancenverwertung: „Wir haben immer wieder gute Situationen im Sechzehner, aber es fehlt die Klarheit im letzten Drittel und die Überzeugung im Abschluss.“ Dennoch lobte Prause die Einstellung seiner Mannschaft: „Auch wenn es 3:0 oder 4:0 steht – wir hören nicht auf, wir ackern und arbeiten und bringen das Spiel gemeinsam zu Ende.“

So stand am Ende ein klarer Sieg für effiziente Gäste, während Delmenhorst trotz engagierter Leistung erneut ohne Punkte bleibt – und weiter an der eigenen Durchschlagskraft arbeiten muss.