2026-05-29T11:52:36.002Z

Allgemeines

Grebenstein in der Relegation – Wanfried steigt ab

34. Spieltag der Gruppenliga Kassel 2

von red · Gestern, 22:45 Uhr · 0 Leser
– Foto: Angelo Wiesner

Der letzte Spieltag der Gruppenliga Kassel 2 brachte keine Wende mehr an der Spitze, wohl aber noch einmal reichlich Bewegung und Emotionen. TuSpo 1912 Rengershausen beendete seine Meistersaison bei FC Bosporus Kassel, TuSpo Grebenstein sicherte sich mit einem späten Sieg im Derby bei SG Hombressen/Udenhausen den Relegationsplatz, und TSG Sandershausen blieb trotz eines Kantersieg gegen SG Reinhardshagen nur Rang drei. Im Tabellenkeller verabschiedeten sich TSV Holzhausen/Reinhardswald und SV Espenau mit einem direkten Duell aus der Liga, während VfL Wanfried nach der Niederlage bei der SG Wettesingen/Breuna/Oberlistingen den Klassenerhalt verpasste.

Später Punktgewinn

Zwischen SV Kaufungen 07 und TSV Hertingshausen gab es ein 2:2, das zu einem letzten Spieltag ohne taktische Fesseln passte. Tobias Boll traf zweimal für Kaufungen, doch Emilian Gutberlet antwortete jeweils und rettete Hertingshausen in der Schlussminute noch den Punkt.

Derbysieg zum Abschluss

Im direkten Duell der beiden bereits feststehenden Absteiger setzte sich SV Espenau mit 2:0 bei TSV Holzhausen/Reinhardswald durch. Matchwinner war Jonas Bernhardt, der beide Treffer erzielte. Die Partie hatte nicht mehr die große sportliche Schärfe, wohl aber emotionale Momente. In Holzhausen standen neben dem Abstieg auch Abschiede langjähriger Spieler im Mittelpunkt. Espenau nahm immerhin noch einen seltenen Sieg mit aus einer insgesamt äußerst schwierigen Saison.

Wunder verpasst

Der VfL Wanfried brauchte in Breuna einen Sieg, um seine letzte Hoffnung zu wahren – bekam ihn aber nicht. Wettesingen/Breuna/Oberlistingen gewann mit 3:1 und beendete damit alle Rechenspiele. Levin Niclas Baumann brachte die Gastgeber in Führung, Rinat Kabykenov erhöhte. Zwar verkürzte Tom Ander, doch erneut Baumann stellte den alten Abstand wieder her. Für Wanfried endete die Saison damit trotz des späten Aufbäumens mit dem Abstieg.

Serie beendet

Der TSV Rothwesten setzte seinen guten Schlussspurt fort und gewann beim TSV Wolfsanger nach drei verlorenen Derbys am Stück mit 2:0. Kurz nach der Pause brachte Lukas Haack die Gäste in Führung, David Kunz legte wenig später nach. Damit zog Rothwesten in der Abschlusstabelle noch an Hombressen vorbei und beendete die Runde auf Rang elf.

Meistersaison gekrönt

Der neue Meister ließ auch am letzten Spieltag keinen Zweifel mehr an seiner Qualität. Beim FC Bosporus Kassel geriet Rengershausen nach dem frühen Führungstor von Nahom Ghebrekidus kurz ins Wanken, als Dennis Salioski ausglich. Doch die Antwort folgte schnell. Leon Lanatowitz brachte den Meister nach der Pause wieder in Front, Emin Dag setzte kurz vor Schluss den Schlusspunkt zum 3:1. Es war ein Ergebnis, das zu dieser Saison passte: souverän, abgeklärt, verdient.

Späte Erlösung

Das Drama des Tages spielte sich in Udenhausen ab. Grebenstein wusste, dass nur ein Sieg den Relegationsplatz sichern würde, tat sich gegen leidenschaftlich verteidigende Gastgeber aber lange schwer. Schon früh scheiterte Marvin Schmidt an der Latte, später parierte Luca Ilenburg sogar einen Foulelfmeter von Leon Ungewickel. Weil Sandershausen parallel führte, lief dem Tuspo die Zeit davon. Erst drei Minuten vor Schluss erlöste Marvin Schmidt die Gäste mit dem 1:0. Es war ein spätes, aber verdientes Tor – und eines mit großer Wirkung. Grebenstein geht damit in die Relegation zur Verbandsliga.

Nächster Nackenschlag

Die TSG Sandershausen erledigte gegen SG Reinhardshagen alles, was sie selbst erledigen konnte. Thomas Müller und Yannick Billing sorgten früh für klare Verhältnisse, nach der Pause erhöhten Jonas Preilowski und noch einmal Billing auf 4:0. Doch weil Grebenstein in Hombressen spät gewann, blieb Sandershausen trotz eines überzeugenden Abschlusses nur Platz drei. Es war ein Saisonende, das sportlich stark, im Ergebnis aber bitter war.

Klasse gehalten

Die TSG Wilhelmshöhe setzte zum Abschluss noch einmal ein deutliches Zeichen und schlug Eintracht Baunatal mit 3:1. Nach dem Rückstand durch Steven Rinas drehte Wilhelmshöhe die Partie binnen weniger Minuten durch Phillip Lüer und Noel Eisenberg, ehe ein Eigentor von Philipp Werner die Entscheidung brachte. Der Klassenerhalt gelang nicht mehr, doch sportlich war es ein versöhnlicher Abschluss.