
„Angesichts der Chancenverteilung haben wir einen Punkt gewonnen. Da der Ausgleich aber so spät fiel, fühlt es sich wie zwei verlorene Punkte an.“ Michael Franz, Trainer der Zornedinger Zweiten, war mit dem Auftritt seiner Elf trotz der 1:1-Punkteteilung zufrieden: „Für Grafing geht’s um viel, und wir sind froh, sie haben ärgern zu können und so die Spannung um den Relegationsplatz aufrecht gehalten zu haben.“ Die Gäste hätten sich an der Abwehr entweder die Zähne ausgebissen oder Abschlussschwächen offenbart.
Eine Einschätzung, die Stefan Holzmann „leider bestätigen“ musste. Eine Unachtsamkeit habe zudem zu einem „blöden Gegentor“ geführt, wie der Grafinger Coach den Treffer von Eduard Ospelkaus nannte (49.). Mehr als einmal war zudem Zornedings Keeper Dejan Varcakovic dem Grafinger Erfolg „im Weg“. „Hat er großartig gemacht“, lobte Michal Franz seinen Schlussmann, wie auch das gesamte Team: „Die Mannschaft hat leidenschaftlich gekämpft. Obwohl es für uns ja um nichts mehr ging.“ Der späte Ausgleich von Matthias Esterl (84.) ließ Holzmann den Glauben an ausgleichende Gerechtigkeit zurückgewinnen. „Das 1:1 war mehr als verdient. Wir hätten gewinnen müssen. Von daher sind das definitiv zwei verlorene Punkte. Aber nach dem Rückstand haben die Jungs gezeigt, dass sie an sich glauben.“ Für Missstimmung sorgte dagegen das „Ergebnis“ bei Relegationskonkurrent Feldkirchen. Deren Gegner, die SpVgg Höhenkirchen, trat nicht an.