2026-04-10T07:15:08.667Z

Ligabericht

Grafenwöhr lässt an der Grenze eminent wichtige Zähler liegen

TSV Eslarn düpiert die die Tabelle noch anführenden Garnisonsstädter +++ Spitzenspiel in Trabitz hat keinen Sieger +++ Eschenbach und "Dumba" die Sieger in den Kellerduellen gegen Kohlberg und Vorbach

von Werner Schaupert · Heute, 13:15 Uhr · 0 Leser
Gefahr gebannt, das Spielgerät ist eine sichere Beute für Trabitz-Keeper Rene Wächter. Nach einer turbulenten Schlußphase trennten sich die SpVgg (in Weiß-Rot) und der SV 08 Auerbach (in Blau) im Topduell 2:2.
Gefahr gebannt, das Spielgerät ist eine sichere Beute für Trabitz-Keeper Rene Wächter. Nach einer turbulenten Schlußphase trennten sich die SpVgg (in Weiß-Rot) und der SV 08 Auerbach (in Blau) im Topduell 2:2. – Foto: Jürgen Masching

In Runde 22 der Kreisliga Nord verpasste die SV Grafenwöhr (1./47) die Chance, die Tabellenführung selbst dann zu behalten, wenn die zwei Mitstreiter ihren Rückstand von einem Spiel aufholen würden und dabei einen vollen Ertrag einfahren, hätte sie nach dem 2:2 im Topduell am Samstag zwischen der SpVgg Trabitz (3./45) und dem SV 08 Auerbach (2./46) beim Gastspiel in Eslarn (4./42) am Sonntag den vollen Ertrag mitgenommen. Nach dem 1:2 an der Landesgrenze zu Tschechien bleibt die Bafra-Crew aktuell wohl auf der Pole, sichert sich allerdings der SV 08 Auerbach drei Punkte am Mittwoch im Nachholspiel in Kulmain und bucht das Sportgericht wie erwartet den Trabitzern drei Zähler für das ausgefallene Spiel gegen nichtantretende Rothenstädter zu, fällt die SVG auf Rang 3 zurück und ist dann auf fremde Hilfe angewiesen, will man in der Endabrechnung noch einen der beiden begehrten Ränge belegen.

Blicken wir noch nach dem fünftletzten Spieltag auf den dunklen Tabellenkeller: Da standen sich die letzten Vier des Klassements in direkten Duellen gegenüber, der SC Eschenbach (13./15 - 4:2 gegen Eschenbach) und der SC Kirchenthumbach (12./20 - 3:0 gegen Vorbach) durften sich dabei als "Gewinner des Spieltags" fühlen. Dem SCE gelang wohl der vorentscheidende Schritt, den Direktabstieg zu vermeiden und bei sechs Punkten Rückstand zum rettenden Ufer hat die Scheidler-Truppe auch noch theoretische Chancen, die Relegation abzuwenden. Die Dumbacher haben nach nun zehn Punkten aus den letzten fünf Matches an die gesicherten Plätze "angedockt". Nur noch ein Zähler trennt sie vom gestrigen Derbygegner FCV (21 Zähler) und auch vom VfB Rothenstadt (10./21 - 0:5 in Reuth).

Kulmain gelang früh das 1:0, als Luca Biersack für einen perfekten Start sorgte. Doch die Gäste aus Oberfranken ließen sich nicht beeindrucken, hielten kämpferisch dagegen und bekamen zunehmend besser Zugriff zu Spiel und Gegner. Noch vor der Pause gelang schließlich der markierte Tobias Eigler den verdienten Ausgleich zum 1:1.

Nach dem Seitenwechsel zeigten beide Teams, dass sie dieses Spiel gewinnen wollen. Dann wendeten die Gäste das Blatt, als Christian Scherm auf 1:2 stellte und den ASV erstmals in Führung brachte. Der SVK musste nun mehr riskieren und lockerte seine Defensive. Darauf hatten die cleveren Gäste gewartet, sich nutzten die sich bietenden Räume und schlugen gleich zwei Mal durch Tolunay Kargi zu zu einem am Ende klaren 4:1 für den Tabellenachten aus dem Landkreis Bayreuth.

SVK-Coach Oliver Drechsler: "Für mich war klar, wer das zweite Tor macht, gewinnt das Spiel. Leider auch, dass dem 1:2 und 1:3 individuelle Fehler von uns vorausgingen. Ich bin dennoch nicht enttäuscht, mein brutal junges Team hat alles gegeben. Am Ende war die Niederlage verdient, aber etwas zu hoch.“

Haidenaabs Trainer Michael Kaufmann: "Die Anfangsphase war wackelig, sind dann aber sicherer geworden und hatten dann auch Chancen in Führung zu gehen. Wir müssen zur Halbzeit führen, das haben wir nicht geschafft. In Halbzeit 2 war es dann ein Spiel auf ein Tor, unser Keeper musste - glaube ich - nicht mehr eingreifen. Meine Mannschaft präsentierte sich da dann auch offensivstark und treffsicher, der Sieg ist natürlich verdient, aber vielleicht um ein Tor zu hoch ausgefallen. Insgesamt zehn Tore aus den letzten beiden Spielen sprechen eine klare Sprache. Wie gefestigt wir sind, zeigt, dass uns der frühe Rückstand nicht Probleme gebracht hat. Wir schauen nun nicht mehr nach hinten, sondern schauen auf uns. Erfreulich alles natürlich, schön dass wir uns in Halbzeit 2 belohnen konnten."

Tore: 1:0 Luca Biersack (3.), 1:1 Tobias Eigler (37.), 1:2 Christian Scherm (78.), 1:3 und 1:4 Tolunay Kargi (79./84.) - Schiedsrichter: Leon Anzer - Zuschauer: 110

In einer turbulenten Phase Mitte des ersten Spielabschnitts fielen alle drei Treffer in diesem Mittelfeldduell, welches die Gäste am Ende knapp für sich entschieden. In Halbzeit 2 drängte die nie aufsteckende Steinwaldelf auf den Ausgleich, auf der anderen Seite hätten die Gäste bei schnellen Gegenzügen das Ergebnis auch ausbauen können.

TSV-Coach Andi Häupl: "Auf Grund der zweiten Hälte wäre ein Unentschieden mehr als gerecht gewesen. Kämpferisch kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen, wenn wir manche Situationen besser zu Ende gespielt hätten, wäre wohl mehr drin gewesen. Leider konnten wir uns nicht für den Aufwand belohnen."

Gästeschlussmann Nikolas Wiesnet fasst den Spielverlauf aus Tremmersdorfer Sicht zusammen: "Unsere Mannschaft kam richtig gut ins Spiel und war von der ersten Minute an hellwach. Früh konnten wir das auch nutzen: Nach einem starken Zuspiel von Fabian Diepold lief Jonas Frank alleine auf das Tor zu und brachte uns mit 0:1 in Führung. Wenige Minuten später legten wir nach. Christofer Neukam setzte sich stark über die Seite durch, brachte den Ball noch vor TSV-Torwart Heisig in die Mitte, wo Jonas Frank eiskalt zum 0:2 einsetzte. Erbendorf antwortete nur kurz nach dem 0:2 und kam nach einem schönen Angriff über die Außen und einer präzisen Hereingabe zum 1:2-Anschlusstreffer. In der Folge entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der wir noch einige gute Möglichkeiten hatten, das Ergebnis auszubauen. Mit einer verdienten 2:1-Führung ging es schließlich in die Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel wurde es ein umkämpftes Spiel mit vielen Zweikämpfen, das aber jederzeit fair blieb. Erbendorf machte immer wieder Druck, doch wir hielten dagegen und setzten immer wieder eigene Akzente nach vorne. Mehrfach hatten wir die Chance, auf 3:1 zu erhöhen. Am Ende blieb es beim insgesamt gerechten 2:1-Sieg für uns."

Tore: 0:1 und 0:2 Jonas Frank (21./26.), 1:2 Michael Dörfler (28.) - Schiedsrichter: Nicole Köppel - Zuschauer: 180 - Platzverweis: Gelb-Rot für Leon Dippel (90.+6/Tremmersdorf)

Das Spitzenspiel bot insgesamt nicht das, was man sich erwartet hatte, doch war es in den letzten Spielminuten an Dramatik kaum zu überbieten. Über weite Strecken lieferten sich die beiden Kontrahenten ein intensives Duell auf Augenhöhe, in dem Trabitz zwar mehr Ballbesitz hatte und auch versuchte, spielerisch Akzente zu setzen, doch hielt ein cleverer und die kämpferisch starker SV Auerbach bestens dagegen. Immer wieder störte die Maier-Elf die Angriffe der Gastgeber schon in der Entstehungsphase, um selbst Nadelstiche zu setzen. Die Führung für Trabitz resultierte so dann auch aus einem unglücklichen Eingetor von Jonas Freiberger, dessen scharfer Rückpass seinen Schlussmann Sebastian Kausler vor große Probleme stellte und dieser das Spielgerät schließlich durch die Beine ins Tor rollen ließ. Die Antwort der Gäste blieb nicht aus: Zwölf Zeigerumdrehungen später zeigte Cengiz Izmire vor dem Tor keine Nerven und markierte das 1:1, mit dem man schließlich dann auch in die Kabinen ging.

Nach dem Seitenwechsel nahm die Partie Fahrt auf, der Schiedsrichter rückte nun immer mehr in den Blickpunkt und musste eine ganze Reihe von Gelben Karten verteilen. Trabitz versuchte weiterhin, spielerisch Druck auszuüben, um erneut in Führung zu gehen, doch fehlten den Angriffen einfach die zündenden Ideen und das Durchsetzungsvermögen. Besser machte es auf Seiten der Gäste dann der eingewechselte Nicolas Bauer in der zweiten Minute der "Overtime", als er trocken zum vielumjubelten 2:1 für Auerbach abschloss, die Fans der Gäste stellten sich schon auf einen Auswärtssieg ein. Doch es blieb turbulent. Nach einem Ball in die Box der Gäste entstand eine unübersichtliche Situation, ehe der Schiedsrichter Spieler und Zuschauer mit einem Pfiff aufschreckte und plötzlich auf den "ominösen Punkt" zeigte. Auerbachs Matthias Förster hatte ein Foulspiel begangen, bekam dafür die Rote Karte, ehe Miroslav Spirek - wenn auch mit Glück - den Strafstoß zum 2:2 verwandelte. Fast hätte der Sieger im Duell 1 gegen 1 Sebastian Kausler geheissen, doch rutschte dem SVA-Torhüter das "Runde" noch durch die Hände und schlug im Netz ein. Am Ende stand ein 2:2-Unentschieden, das sich für Auerbach nach der späten 2:1-Führung eher wie eine gefühlte Niederlage anfühlte, Trabitz hingegen freute sich noch über den gewonnenen Punkt quasi in letzter Sekunde.

SpVgg-Coach Thomas Baier: "Bis zur 85. Minute hätte ich gesagt, wir haben zwei Punkte verschenkt, dann fiel das 1:2 und schließlich war das 2:2 dann eher glücklich, da sind wir dann wieder beim Ergebnissport. Wir haben versucht von hinten heraus noch mehr Fußball zu spielen, doch ist einfach im letzten Drittel der Knoten noch nicht geplatzt und jetzt ist die Saison bald vorbei. Für uns bleibt weiterhin ein jedes Spiel ein Endspiel, die drei vorderen Teams liegen eng beisammen. Jetzt haben wir zuletzt gegen die Mitkonkurrenten nicht gewonnen, sind also auf Ausrutscher der Mitstreiter angewiesen. Im Gegensatz zu den guten Ergebnissen in der Vorbereitung hat sich in der Crunchtime nun, wo es ungemein spannend ist, beim ein oder anderen jungen Spieler scheinbar eine gewisse Nervösität breit gemacht, um noch einmal auf den nicht geplatzten Knoten zu kommen."

Gästespielertrainer Daniel Maier: "Das, was meine Mannschaft heute abgeliefert hat, war aus meiner Sicht sensationell. Unsere Gegentore spiegeln unsere derzeitige Situation wieder, da trifft es uns einfach hart. Doch die gewonnene Resilienz daraus ist sehr viel wert, gerade auch für die Zukunft, für den Weg, den wir gehen. Man hat es heute gesehen, wir wollen Fußballspielen, wir können Fußnallspielen, was wir heute auch gezeigt haben. Ich maximal stolz auf meine Mannschaft, wie die in einem Rahmen von vielen verletzten und angeschlagenen Spielern so performt, absolut sensationell. Gegenüber Haidenaab, wo von der Körpersprache angefangen vieles gefehlt hat, konnte man heute sehen, was wir wirklich draufhaben. Auftritte wie heute motivieren, wir werden in den kommenden Partien am Mittwoch gegen Kulmain und am Wochenende gegen Eslarn nicht nachlassen und wieder eine starke Mannschaft aufs Feld bringen."

Tore: 1:0 Jonas Freiberger (23./Eigentor), 1:1 Ceniz Izmire (35.), 1:2 Nicolas Bauer (90.+2), 2:2 Miroslav Spirek (90.+4/Strafstoß) - Schiedsrichter: Florian Drexler - Zuschauer: 400 - Platzverweis: Rot für Matthias Förster (90.+3/Auerbach).

Mit dem knappen Heimsieg gegen den Spitzenreiter konnte sich der TSV dem Führungstrio wieder nähern, vier Punkte zu Platz 2 und deren fünf zu Rang 1 sind vier Spieltage vor Saisonende nicht unerreichbar. Über die gesamte Distanz gesehen geht der Dreier für die Grenzlandelf auch in Ordnung, weil sie einfach den unbedingten Willen auf den Platz brachte, dieses Spiel zu gewinnen. Die Gäste hatten vor allem nach dem Pausentee schon die ein oder andere gute Chance, letztlich boten sie aber zu wenig, um dieses Match zu ziehen.

TSV-Spielertrainer und "Matchwinner" Peter Rackl: "Von Minute eins an gingen wir mit vollem Fokus und richtig konzentriert ans Werk. Die Spielanteile waren in der ersten Halbzeit klar bei uns - Grafenwöhr ging quasi mit dem ersten Torschuss in Führung. Nach Wiederanpfiff wollten wir genau da weitermachen und fighten. Das 1:1 fiel dann zum richtigen Zeitpunkt. Auch in dieser und in der folgenden Phase des Spiels waren wir tonangebend. Das 2:1 lag in der Luft und schließlich haben wir es uns dann auch nach einem abgefälschten Freistoss erarbeitet. Dickes Lob an meine Mannschaft, die heute wirklich alles gegeben hat. Alles in allem ein verdienter Heimdreier."

Gästetrainer Bobby Bafra: "Nach sieben Monaten haben wir wieder einmal ein Spiel verloren. Am Ende auch verdient, weil wir nicht zu unserem Spiel gefunden haben. Wir hatten kurzfristig Verletzte zu beklagen und mussten auch im Spiel dreimal verletzungsbedingt wechseln. Eslarn wollte es heute mehr, schon das 1:0 zur Pause war doch eher glücklich für uns. In Halbzeit 2 war Eslarn bissiger, macht das 1:1 und vergibt dann noch einen Strafstoß, den unser Keeper entschärft. Danach hatten wir sogar die Riesenschance auf das 1:2, als einer meiner Spieler alleine aufs Tor zuläuft, aber das Ding nicht reinbringt und dann bietet sich uns noch weitere Möglichkeit in Führung zu gehen, auch die lassen wir liegen. Nach einem diskussionswürdigen Freistoß gelingt Eslarn dann per Abstaubertor das 2:1, wobei für mich der abschliessende TSV-Spielertrainer im Abseits stand. Insgesamt gesehen, war es für mich ein Unentschiedenspiel, in dem sich Eslarn wegen seines unermüdlichen Kampfes den Sieg auch verdient hat. Für uns heißt es jetzt regenerieren und dann wieder angreifen, ich bin überzeugt, dass die Entscheidung oben erst am letzten Spieltag fällt."

Tore: 0:1 Luca Reiß (45.), 1:1 Rene Gall (56.), 2:1 Peter Rackl (77.) - Schiedsrichter: Noah Parusel - Zuschauer: 120 - Platzverweis: Gelb-Rot für Johannes Beigler (87./Eslarn)

Vom Anpffif weg ließ der TSV keine Zweifel aufkommen, wer als Sieger den Platz verlassen sollte. Über weite Strecken die Spielführung deutlich übernehmend, legte die Heimelf schon bis zum Seitenwechsel eine vorentscheidende 3:0-Führung vor. Mit dieser im Rücken ließ man nach dem Pausentee zu, dass der VfB etwas besser aufkam, ohne die Kontrolle zu verlieren. Ein Doppelschlag des "Man of the Match" Marvin Mohr besiegelte schließlich eine hohe vierte Auswärtsniederlage der Gäste aus dem Weidener Vorort.

TSV-Spielertrainer Martin Bächer: "Wir haben heute von Anfang an das Heft in die Hand genommen und immer wieder sehenswert nach vorne gespielt. Nach guten Paraden des Rothenstädter Keepers war dann der Knoten geplatzt und es fielen innerhalb weniger Minuten folgerichtig die Tore zum 3:0-Pausenstand. Der Gegner kam zu Beginn der zweiten Halbzeit etwas besser ins Spiel, bis Mohr zwei weitere Male einnetzte."

Gästecoach Roland Lang: "Verdiente Niederlage, vielleicht etwas zu hoch. Leider gibt der Kader derzeit zu wenig Alternativen her."

Tore: 1:0 Marvin Mohr (24.), 2:0 David Kreinhöfner (28.), 3:0 Michael Sonnberger (30.), 4:0 und 5:0 Marvin Mohr (64./73.) - Schiedsrichter: Bastian Pfanzelt - Zuschauer: 101

Die Gäste kamen besser in die Partie, belohnten sich aber nicht für eine starke Frühphase einer wie erwartet kampfbetonten Partie. Die beiden - aus Sicht des FC unnötigen - Gegentreffer stoppten Vorbach in seinem Tatendrang, der SC kaufte seinem Gegner den Schneid ab und wirkte aggressiver in nahezu jedem Zweikampf. Mit dem 3:0 kurz nach dem Seitenwechsel war eine Vorentscheidung schon gefallen. Während die Heimelf in diesem Sechs-Punkte-Spiel ihr Herz auf dem Platz ließ, enttäuschte der Nachbar in dieser doch so wichtigen Partie und gerät nun tabellenmässig in Schwierigkeiten.

SCK-Coach Andi Freiberger: "Ein hunderzehnprozentiger Kampf um jeden Zentimeter. Wir wussten, dass es gegen Vorbach kein einfaches Spiel wird, dass es über die Zweikämpfe entschieden werden muss. Was unser Vorteil heute war, war die Chancenverwertung. Vorbach startete gut, hatte auch Chancen und hatte Pech mit einem Lattenschuß, wenn die da treffen, dann geht das Spiel in eine andere Richtung. Insgesamt hat man schon gemerkt, dass die letzten Spieltage der Mannschaft und insbesondere ihrer Moral schon sehr gut getan haben. Wir wussten, dass es ein richtungsweisendes Spiel sein würde, jetzt sind wir bis auf einen Zähler dran an Vorbach und wir hoffen natürlich weiter, dass wir am Ende auf einem gesicherten Platz landen. Am kommenden Wochenende könnten wir dann aufs rettende Ufer springen, sollten wir das nächste Endspiel in Rothenstadt gewinnen. Hier gilt es wiederum, ab der ersten Sekunde alles auf dem Platz zu lassen, was in uns steckt, nur so können wir die nächsten wichtigen Punkte einfahren."

Gästetrainer Markus Tusek: "Wir haben das Spiel verloren, nicht weil der Gegner besser war, sondern durch katastrophale individuelle Fehler! Ein gebrauchter Tag für uns."

Eine starke erste Halbzeit, in der sich der SCE gegenüber den letzten Partien stark verbessert präsentierte, schuf die Grundlage für dieses ultimative Kellerduell des Vorletzten gegen das Schlußlicht. Mit dem 4:0 kurz nach dem Seitenwechsel war die Messe schon frühzeitig gelesen, danach kam der SVK wohl besser ins Spiel, korrigierte das Ergebnis noch, ohne den Heimsieg der Rußweiherstädter gefährden zu können. Während die Heimelf mit dem dritten Saisondreier die kleine Flamme der Hoffnung auf Platz 11 noch am Leben hielt, müssen sich die Gäste vier Spieltage vor dem Ende und zehn Punkten Rückstand endgültig mit der Kreisklasse beschäftigen

SCE-Spielertrainer Benny Scheidler: "Es war das erwartet schwere Spiel gegen Kohlberg, aber auch ein erster Schritt in die richtige Richtung. Vor allem in der ersten Halbzeit konnte die Mannschaft ihr ganzes Potenzial abrufen und hat da auch eine sehr reife Leistung gezeigt. Wir haben aber noch nichts erreicht, es war lediglich ein kleines Etappenziel. Die restlichen Spiele wird sich dann zeigen, wo der Weg letztendlich hinführt. Solange es noch rechnerisch möglich ist, werden wir alles dafür tun, die Liga noch direkt zu erhalten!"

Gästetrainer Eugenio Wild: "Es ist, als wäre ein Fluch über uns, mehr kann ich eigentlich nicht sagen. Die Enttäuschung ist sehr groß. Hab sowas noch nie erlebt. Ich glaube, Eschenbach weiß gar nicht, warum sie heute gewonnen haben. Wir machen das Spiel und haben mehr vom Spiel. Aber unser Abwehrverhalten war heute in der ersten Hälfte teilweise eine Katastrophe, und damit meine ich nicht nur die letzte Reihe, sondern das ganze Kollektiv." Der neue SVK-Abteilungsleiter Andreas Frieser gibt sich dennoch kämpferisch: "Wir werden trotz der Niederlagen nicht aufgeben. Wir kämpfen bis zum Schluss und wollen es jedem Gegner so schwer wie möglich machen gegen Kohlberg zu spielen. Was am Ende dabei rauskommt ist zweitrangig. Es soll unangenehm bleiben, gegen uns zu spielen!"

Tore: 1:0 und 2:0 Manuel Bitterer (13./31.), 3:0 Valentin Schieder (43.), 4:0 Louis Kick (49./Eigentor), 4:1 Franz Lukas (59.), 4:2 Dominik Bredow (63.) - Schiedsrichter: Niklas Lindner - Zuschauer: 115

Ausblick auf ein Nachholspiel am kommenden Mittwoch, 15.4., 18 Uhr:

SVK-Coach Oliver Drechsler: "Ich hoffe, dass wir ein paar mehr Alternativen zur Verfügung haben, wie am Sonntag, wo wir nur zu zwölft waren plus drei Mann von der Zweiten, die schon ein ganzes Spiel machen mussten. Gegen Auerbach, das zuletzt auch ein wenig anfällig wirkte, wollen wir zuhause natürlich etwas holen. Ein Bonusspiel, in dem wir den Favoriten etwas ärgern wollen."

SVA-Spielercoach Daniel Maier: "Kulmain ist ein unangenehmer Gegner, besonders auf eigenem Platz. Für uns wird es entscheidend sein, die gleichen Tugenden wie am vergangenen Samstag auf den Platz zu bringen. Gelingt uns das, bin ich optimistisch, dass wir etwas Zählbares mitnehmen können. Trotz der erneuten Schwächung durch die Rote Karte aus dem letzten Spiel werden wir eine schlagkräftige Mannschaft stellen, die über die gesamten 90 Minuten alles investieren wird."