2026-04-16T10:11:10.190Z

Spielbericht

Gräfelfing schlägt Aufstiegskandidat Fürstenried verdient

Kreisliga-Überraschung in Gräfelfing

von Tobias Empl · Heute, 08:30 Uhr · 0 Leser
apw, Gräfelfing, Fussball, TSV Gräfelfing, Kreisliga, Leonhard Postmeyer (12), 19042026, Fotograf: Andreas Wenzel
apw, Gräfelfing, Fussball, TSV Gräfelfing, Kreisliga, Leonhard Postmeyer (12), 19042026, Fotograf: Andreas Wenzel – Foto: Andreas P. Wenzel andreaspwenz

Trotz Personalnot siegten die Wölfe gegen den Favoriten. Aushilfen aus Jugend und zweiter Mannschaft machten den Unterschied aus.

TSV Gräfelfing – FC Fürstenried 3:1 (1:1) Tore: 0:1 Brehm (23./ET), 1:1 Matovic (40.), 2:1 Kraus (81.), 3:1 Paszkiewicz (82.) – Zeitstrafe: Sadovic/FCF (83., Nachtreten)

Fußball-Kreisligist TSV Gräfelfing kann auch gegen die vermeintlich Großen gewinnen. Bei der 2:4-Niederlage gegen den TSV 1860 München III waren die Wölfe vor Wochenfrist schon nah an einem Erfolg dran gewesen, am Sonntag nun schlugen sie gegen Aufstiegsanwärter Fürstenried mit einem 3:1-Sieg zu.

Dabei waren die Voraussetzungen alles andere als perfekt gewesen, denn personell war der TSV bei Weitem nicht in Bestbesetzung angetreten. Aus der Not machten die Gräfelfinger jedoch kurzerhand eine Tugend. „Wir sind das Ganze unter dem Motto ‚Vereinsspiel‘ angegangen“, erklärte Trainer Andreas Gries. Die beiden A-Jugendlichen Florian Titze und Julius Rapp, dazu Simon Czychon und Adam Paszkiewicz aus der zweiten Mannschaft sowie AH-Spieler Christian Kraus rückten in den Kader. Gries‘ Fazit nach dem Spiel: „Es hat alles gepasst, wir standen als Verein zusammen und haben verdient gewonnen.“ Auch die Entscheidung, auf dem Rasenplatz zu spielen, habe sich als goldrichtig erwiesen.

Die Gastgeber fanden von Beginn an gut in die Partie und zwangen Fürstenried zu vielen langen Bällen. Das erste Mal jubeln durften dennoch die Gäste, nachdem Marvin Brehm eine scharfe Hereingabe ins eigene Tor abgelenkt hatte. Davon ließ sich der TSV allerdings nicht aus dem Konzept bringen, und kurz vor der Halbzeitpause landete ein Konter über Leonhard Postmeyer und Emil Pärssinen bei Nikola Matovic, der zum 1:1-Ausgleich traf.

Auch in der zweiten Halbzeit sah Gries einen starken Auftritt seines Teams, der in der Schlussphase seinen Höhepunkt fand. Nach einer Standardvariante landete der Ball genau vor den Füßen von Routinier Kraus, und der jagte die Kugel aus gut 20 Metern in den Winkel. Als sich die Lage nach dem ekstatischen Gräfelfinger Jubel inklusive Platzsturm gerade wieder etwas beruhigt hatte, legte Joker Paszkiewicz nach einer starken Einzelaktion mit einem Abschluss ins kurze Eck gleich noch einen weiteren Treffer nach. „Da sind alle Dämme gebrochen“, berichtete Gries. Die Wölfe haben nun fünf Punkte Vorsprung auf die Relegationsplätze und bereits deren elf auf die direkte Abstiegszone.