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Ligavorschau

Gradmesser Würzburg - und der FC Bayern als mahnendes Beispiel

2. Spieltag in der Frauen-Bayernliga: Nach geglücktem Auftakt empfängt der FC Ruderting die Würzburger Kickers

von Helmut Weigerstorfer · 05.09.2025, 08:30 Uhr · 0 Leser
Schlechte Erinnerungen: Gegen Würzburg riss sich Emily Hobelsberger (rechts) in der Vorsaison das Kreuzband.
Schlechte Erinnerungen: Gegen Würzburg riss sich Emily Hobelsberger (rechts) in der Vorsaison das Kreuzband. – Foto: Peter Solek

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Auch wenn der Vergleich dann doch vielleicht etwas zu hoch gegriffen ist, aber: Wenn man so will, hat der FC Ruderting in der noch sehr frühen Phase der Spielzeit dasselbe Problem wie der große FC Bayern München beinahe bereits chronisch. „Manchmal zwickt der Rückwärtsgang noch. Ich vergleiche das gerne mit dem Volleyball. Der Aufschlag ist super, aber dann darf man nicht einfach stehen bleiben“, beschreibt Trainer Florian Spiller den Status Quo seiner Truppe – nach dem erfolgreichen Saisonauftakt gegen Bad Aibling und vor dem Duell mit den Würzburger Kickers.

Seine Worte etwas weiter ausgeführt: Gegen die Oberbayern lief es vor allem in der Offensive wie am Schnürchen. „Ja, wir haben da individuelle Klasse, wie der gegnerische Trainer angemerkt hatte. Aber es waren auch schön herausgespielte Tore. Zudem hat die Strafraumbesetzung gepasst“, analysiert Spiller. Dominiert man allerdings das Spiel und steht deshalb hoch, muss man gerade bei Kontersituationen geistig und vor allem taktisch auf der Höhe sein. Und hier hat der FC-Coach Nachholbedarf, wie eingangs beschrieben, ausgemacht.

Denn mit den Würzburger Kickers wartet, ohne Bad Aibling unrecht zu tun, ein anderes Kaliber. Der ehemalige Zweitligist hat „gerade in der Rückrunde wieder zur alten Stärke gefunden. Sie haben eine schwer berechenbare Spielweise.“ Vor allem körperlich müssen sich Anna Madl & Co. auf eine harte Nummer einstellen. „Man merkt einfach, dass die älteren Spielerinnen bereits höherklassig gespielt haben und die Nachwuchskräfte eine tolle Ausbildung genossen haben.“

Der Respekt ist beiderseits groß. Auch Marius Wiederer, Trainer der Mittelfranken, lobt den Gegner am 2. Spieltag in höchsten Tönen: „Wir erwarten Rudering ähnlich wie vergangene Saison: Sehr abgeklärt und mit individueller Qualität. Wir wollen ein intensives Spiel mit Geschlossenheit im Team liefern.“

Der FCR – wieder - und aufgrund einiger Fragezeichen im Vorfeld der Saison: überraschend - mit dabei im Konzert der Großen? „Das ist noch ein sehr schmaler Grat“, sagt Florian Spiller dazu. Er mahnt: „Haben wir Verletzte kann es schnell in die andere Richtung gehen. Wir dürfen auch die Motivation nicht verlieren – selbst nach einer 3:0-Führung ist ein Spiel noch nicht gewonnen...“ Ähnlich wie beim FC Bayern München...