2026-05-06T12:44:31.715Z

Spielvorbericht

Gonsenheim hofft auf Heimsieg gegen Tabellenzweiten

Vor dem Heimduell gegen Pirmasens zeigt sich SVG‑Torjäger Maurice Neukirch ambitioniert: Neun Punkte aus den nächsten vier Spielen schweben ihm vor +++ Er selbst traf zuletzt fünfmal

von Torben Schröder · Heute, 07:30 Uhr · 0 Leser
Des einen Freud, des anderen Leid: Während Gonsenheims Maurice Neukirch (rechts) jubelnd abdreht, ärgert sich FCK II - Schlussmann Fabian Heck (in gelb) über das Gegentor.
Des einen Freud, des anderen Leid: Während Gonsenheims Maurice Neukirch (rechts) jubelnd abdreht, ärgert sich FCK II - Schlussmann Fabian Heck (in gelb) über das Gegentor. – Foto: Kristina Schäfer

Mainz. Die Messlatte hängt hoch. Im ersten Heimspiel nach dem 3:4-Spektakel gegen Oberliga-Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern II empfängt der SV Gonsenheim an diesem Donnerstag (19.30 Uhr) FCK-Verfolger FK Pirmasens. Resultat vor einem Jahr an Ort und Stelle: 3:3.

Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von der Allgemeinen Zeitung und Wormser Zeitung.

1. FC Kaiserslautern II mit Siegtor in letzter Sekunde

„Lautern war wirklich ein Spiel, wie wir es uns vorstellen“, sagt Maurice Neukirch, „ein Offensiv-Spektakel. Beide Mannschaften haben versucht, von hinten rauszuspielen. Es gab viele Torraumszenen, nur leider mit einem blöden Ende.“ Neukirch erzielte das 3:2-Führungstor. Und musste, entkräftet ausgewechselt, mitansehen, wie die Pfälzer mit dem letzten Ballkontakt des Spiels den Sieg holten.

Der zentrale Mittelfeldspieler ist derzeit die gefährlichste Gonsenheimer Offensiv-Waffe. Vier Spiele, fünf Tore – es läuft für Neukirch, der vor der Winterpause nur zweieinhalb Stunden Spielzeit hatte und seither quasi durchspielt. Ein verfrühter Einsatz im August zog einen Mittelfußbruch nach sich, dann warfen ihn im November muskuläre Probleme zurück, vermutlich, weil er die ersten Anzeichen ignoriert hatte.

„Ich würde sagen, ich nähere mich den 100 Prozent“, sagt der 24-Jährige, „ich bin schmerzfrei, habe aber bei der Matchfitness noch Luft nach oben.“ Seine Pechsträhne passe irgendwie zur Gonsenheimer Saison. „Die Mannschaft musste extrem viele Rückschläge einstecken. Umso besser, dass wir immer wieder so gut damit umgegangen sind.“ Was einen nicht umbringt, macht einen stärker? „Das passt relativ gut. Solche Phasen lassen eine Mannschaft zusammenwachsen.“

Maurice Neukirch verlängerte vor Kurzem seinen Vertrag

Das soll im Schlussspurt dieser Saison helfen und auch in der nächsten Spielzeit. Erneut umworben, hat Neukirch erneut frühzeitig am Wildpark verlängert. „Ich fühle mich hier super wohl“, betont der Medizinstudent im siebten Semester, der beim FCK ausgebildet wurde und in Salmrohr so richtig in der Oberliga ankam, ehe er nach Mainz zog und sich dem SVG anschloss. „Das Gesamtpaket passt hier sehr gut, mit Anfahrt, Team, dem Drumherum.“ Der Blick ging schon auch mal Richtung Regionalliga. „Aber ich finde die Zeit hier, außer dieses Jahr, erfolgreich.“

Der Höhepunkt war direkt Neukirchs Debüt-Saison. Vizemeisterschaft und Pokalfinale, beides gab es vorher am Wildpark noch nicht. Der Sommer 2024 blieb ungekrönt. „Wenn ich die Wahl habe, will ich einmal den Pokal gewinnen und im DFB-Pokal spielen“, sagt Neukirch. Die Aufbruchstimmung in Gonsenheim nimmt er wahr. Das Vereinsleben wird deutlich aktiver, was ihn und seine Kumpels aus der Garde der „älteren Hasen“, Yannik Ischdonat, Jan Vogel, Lukas Rodwald, Paul Simon und Christian Jindra – dessen Wechsel zu Verbandsligist Walluf perfekt ist – besonders freut.

Genau diese Truppe plant auch nach der Saison eine Mallorca-Reise, zuzüglich zur Abschlussfahrt, die es erstmals wieder geben soll. Und vorher? An das 3:3, oder noch besser das 2:1 aus der Saison davor, gegen Pirmasens anknüpfen. Neun Punkte aus den vier ausstehenden Spielen schweben Neukirch vor, ein einstelliger Tabellenplatz. „Vielleicht“, grinst der neu entdeckte Goalgetter, holt er ja noch seine Kollegen Cem Demir und Elias Walter, die bei acht Treffern stehen, ein. Im Zentrum hat er viele Freiheiten, sich nach vorne einzuschalten. „Ich habe gerade das Momentum, und die Jungs setzen mich auch gut in Szene“, sagt Neukirch.