2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligabericht
Mit seinen beiden Treffern trug Maxi Göbhardt maßgeblich zum Eltersdorfer Triumph im Spitzenspiel der Bayernliga gegen den ASV Neumarkt bei.
Mit seinen beiden Treffern trug Maxi Göbhardt maßgeblich zum Eltersdorfer Triumph im Spitzenspiel der Bayernliga gegen den ASV Neumarkt bei. – Foto: Sportfoto Zink / Melanie Zink

Göbhardt lässt die »Quecken« jubeln - Würzburg sendet Lebenszeichen!

15. Spieltag in der Bayernliga-Nord: ASV Neumarkt unterliegt im Spitzenspiel und muss den "Platz an der Sonne" für Eltersdorf räumen +++ Gebenbach-Sieg in Bamberg +++ Fünf Tore binnen 17 Minuten in Großschwarzenlohe +++ Jahn II ringt Hof in der Schlussphase nieder

Ob es am Ende das viel-gepriesene Spitzenspiel an diesem 15. Spieltag der Bayernliga-Nord gewesen ist, darüber darf innerhalb der Fußball-Fangemeinschaften in den kommenden Tagen noch getrost diskutiert werden. Fakt ist: Der ASV Neumarkt muss nach der heutigen 0:2-Heimniederlage gegen den SC Eltersdorf den "Platz an der Sonne" in der Tabelle vorerst räumen. Wesentlichen Anteil daran trägt Quecken-Kicker Maximilian Göbhardt, der mit seinen beiden Treffern die Zurawka-Elf zählermäßig quasi im Alleingang erledigte - und seine Mannschaft auf Rang eins beförderte.

Mit einem beeindruckenden wie überraschenden Lebenszeichen unter dem (vorübergehenden) Neu-Trainer Dennie Michel meldet sich Tabellenschlusslicht Würzburg in der Liga zurück. Mussten die Unterfranken am vorausgegangenen Spieltag noch im Keller-Duell gegen Großschwarzenlohe Federn lassen (1:2), gelang ihnen diesmal gegen den bärenstarken Aufsteiger aus Stadeln ein 2:1-Sieg, der beim WFV wieder Hoffnung aufkeimen lässt. Zwar trägt man weiterhin die Rote Laterne, doch in der Tabelle ist man in Sachen Punktestand nun gleichauf mit den Mannen von Flo Bauer.

Dessen Großschwarzenloher Spieler hatten - wenn sie dem Gegner auch phasenweise recht gut Paroli bieten konnten - im heimischen FRAPACK-Stadion das Nachsehen gegen den favorisierten ASV Cham. Absolut bemerkenswert: Binnen 17 Minuten fielen satte fünf Tore in Hälfte eins. Endstand: 4:2 für die Maloku-Elf.

Im Duell zwischen dem FC Eintracht Bamberg und der DJK Gebenbach sahen die Zuschauer ein intensives und kampfbetontes Spiel, das die Gäste aus der Oberpfalz knapp, aber verdient mit 1:0 (0:0) für sich entschieden. Das Tor des Tages erzielte Dominik Späth zur Stunden-Marke. Überschattet wurde die Partie jedoch von einem schweren Zusammenprall kurz vor Schluss, nach dem das Spiel nicht mehr fortgesetzt wurde.

Die Partie drehen konnte der SSV Jahn Regensburg II, der sich nach einem 0:1-Rückstand kurz vor Schluss noch mit einem 2:1-Erfolg gegen Bayern Hof über die Ziellinie schleppte. Für die Truppe von Christoph Jank war's der dritte Sieg in Folge, der die Donaustädter von Rang fünfzehn auf vierzehn vorrücken lässt.


Den ersten Warnschuss am Deininger Weg setzte Neumarkts Gümpelein ab. Nach einer halben Stunde netzte SCE-Kapitän Max Göbhardt dann zum ersten Mal für die Mittelfranken ein, nachdem der ASV den Ball nicht zwingend klären konnte. Die Quecken-Abwehr auf der anderen Seite ließ kaum Chancen zu. Die Führung zur Pause: verdient - auch, weil Neumarkt in der Offensive nicht den nötigen Druck aufbaute.

ASV-Torjäger Adelabu hätte in der 68. Minute den Ausgleichstreffer erzielen können, doch die Kugel ging knapp am Gehäuse vorbei. Maxi Göbhardt sorgte mit Tor nummero zwei eine Viertelstunde vor Abpfiff schließlich für die Vorentscheidung. Der Schlüssel zum Erfolg lag in der bravourösen Abwehrleistung der Quecken begründet - die Neumarkter sahen sich nicht in der Lage, das Bollwerk der Eigner-Mannen zu knacken.



Hofs Maximilian Weiß brachte seine Elf nach einer halben Stunde in Führung. Dabei blieb es bis zur Pause. Nach dem Seitenwechsel dauerte es rund zwanzig Minuten, bis die Regensburger den verdienten Ausgleich erzielen konnten. In einer intensiven Schlussphase mit mehreren gelben Karten gelang Jakob Seibold eine Minute vor dem offiziellen Ende noch der Siegtreffer. Und die fünfte Saisonniederlage der Oberfranken war besiegelt.



Nach einem ruppigen Auftakt mit insgesamt vier gelben Karten (drei für Würzburg, eine für Stadeln) ließ FSV-Spieler Salim Ahmed mit einer guten Chance erstmals aufhorchen. Doch nur wenige Minuten später war es Antonius Cosar, der mit seinem ersten Saisontreffer die Gäste in Führung brachte. Pausenstand: 1:0 für den WFV.

Stadeln kam hochmotiviert aus der Kabine zurück auf den Platz und hätte durch Top-Möglichkeiten von Klug und Pulkrabek den Ausgleich erzielen können, ja vielleicht sogar müssen. Doch es dauerte bis zur 67., bis Max Hering den Spielstand egalisieren konnte. Zehn Minuten vor dem Ende fasste sich Steffen Krautschneider noch einmal ein Herz und netzte zum 2:1-Siegtreffer ein. Es war sein viertes Tor in dieser Saison. Stadeln musste sich an diesem Spieltag gegen einen kämpferisch starken Tabellenletzten geschlagen geben - und die Würzburger Überraschung war perfekt!



Beinahe im Ping-Pong-Stil ging es in dieser Begegnung in puncto Tore hin und her. Kräftner brachte die Hausherren bereits nach acht Minuten in Front. Huber und Landstorfer drehten die Partie kurz darauf wieder zugunsten der Gäste. Chatzioglou glich nur einen Wimpernschlag später aus. Und Huber sorgte ebenso blitzartig mit seinem Treffer für das Chamer 3:2 - da waren gerade einmal 25 Minuten gespielt!

In Hälfte zwei hingegen passierte nicht mehr allzu viel, was die Anzahl der Tore betraf. Lediglich Chrubasik machte eine Minute vor dem Ende noch den Deckel drauf auf einen alles in allem verdienten Sieg der Maloku-Mannen, die nach zuvor vier Partien ohne Dreier wieder einmal jubeln durften. Großschwarzenlohe bleibt nach dieser Niederlage weiter hinten drin.


Aufrufe: 018.10.2025, 19:45 Uhr
Stephan HörhammerAutor