2026-03-09T15:40:23.061Z

Allgemeines

Glücklicher Punkt für den SV Todesfelde gegen Holstein II

von Ismail Yesilyurt · Heute, 17:23 Uhr · 0 Leser
Ikem Ugoh (Holstein Kiel II) hatte dem Spiel in Todesfelde die aus Kieler Sicht richtige Richtung geben können. Foto aus dem Hinspiel.
Ikem Ugoh (Holstein Kiel II) hatte dem Spiel in Todesfelde die aus Kieler Sicht richtige Richtung geben können. Foto aus dem Hinspiel. – Foto: Ismail Yesilyurt

Glück gehabt, SV Todesfelde. In einem vor allem in der ersten Hälfte sehr einseitigen Spitzenspiel trennen sich der Spitzenreiter der Flens-Oberliga und der Tabellenzweite Holstein Kiel II im Joda-Sportpark vor knapp 700 Zuschauern torlos 0:0. Durch die insgesamt schmeichelhafte Punkteteilung kann die Mannschaft von Trainer Björn Sörensen ihren Vorsprung von vier Punkten auf die Jungstörche behaupten und hat noch ein Nachholspiel in der Hinterhand.

Personelle Situation

Die Gastgeber mussten weiterhin auf die verletzten Maximilian Aberger, Marco Drawz und Noel Denis verzichten. Jan-Marc Schneider fehlte wegen seiner Rotsperre. Dafür war Perry Dodoo wieder fit.

Die Gäste aus der Landeshauptstadt hatten mit Lasse Rosenboom, Leon Parduzi, Aldin Jakopovic, Frederik Roslyng und Niklas Niehoff gleich fünf Spieler aus dem Zweitligakader in der Startformation.

Kiel dominiert die erste Halbzeit

Bei den Gästen war die Marschroute klar – ein Sieg musste her, um im Titelrennen noch einmal Druck auf den bis dato sportlich ungeschlagenen Spitzenreiter auszuüben. Dafür taten die Gäste einiges.

Nach nur wenigen Minuten waren die Jungstörche sofort auf Betriebstemperatur, spielten mit viel Tempo und zeigten sich äußerst robust in den Zweikämpfen. Tofe versuchte dagegenzuhalten, wurde aber immer wieder frühzeitig im Spielaufbau erfolgreich attackiert. Die meist schnellen Ballverluste nutzten die Kieler mit ihren technisch beschlagenen Spitzen dazu, die Gastgeber immer wieder vor Probleme zu stellen.

Abwehrspieler Christian Rave (SV Todesfelde) und Co hatten in der ersten Hälfte gegen Holstein II Schwerstarbeit zu verrichten. Foto aus dem Hinspiel.
Abwehrspieler Christian Rave (SV Todesfelde) und Co hatten in der ersten Hälfte gegen Holstein II Schwerstarbeit zu verrichten. Foto aus dem Hinspiel. – Foto: Ismail Yesilyurt

Bereits in den ersten zehn Minuten vergaben die Kieler gegen phasenweise massiv unter Druck stehende Gastgeber zwei Riesenchancen, um in Führung zu gehen.

Ikem Ugoh kurz vor der Führung

Dabei hatte der stets gefährliche Ikem Ugoh (9./10.) eine Doppelchance und scheiterte wiederholt an dem stark aufgelegten Fabian Landvoigt im Tor der Gastgeber. Wenig später parierte der 32-Jährige auch noch einen Schuss von Niklas Niehoff (22.).

Danach hatte Tofe eine kurze Phase, in der die Mannschaft das Spiel wieder ausgeglichener gestalten konnte, ohne dabei zu großen Torannäherungen zu kommen.

Die nächste gute Gelegenheit der Gäste hatte Kapitän Malte Petersen (26.), doch dessen Flachschuss aus gut zwanzig Metern konnte Landvoigt im Verbund mit dem Aluminium zur Ecke abwehren.

Verletzung von Mirko Boland – Fabian Landvoigt hält stark

Bitter für die Gastgeber: Mirko Boland, der bis dahin eine ganz starke Leistung ablieferte und immer wieder mit seinen Aktionen für Entlastung sorgte, musste nach einer schmerzhaften Handverletzung ausgewechselt werden.

Die Ideen vom Spiel belebenden Mirko Boland fehlten dem SV Todesfelde natürlich gegen Holstein Kiel II. Foto aus dem Hinspiel.
Die Ideen vom Spiel belebenden Mirko Boland fehlten dem SV Todesfelde natürlich gegen Holstein Kiel II. Foto aus dem Hinspiel. – Foto: Ismail Yesilyurt

Kurz vor dem Pausenpfiff entschärfte Landvoigt mit seiner nächsten starken Parade auch noch einen Kopfball von Roslyng (45.). Mit Glück und Geschick sowie einem bärenstarken Landvoigt konnten die Gastgeber das 0:0 in die Pause retten.

Todesfelde nach der Pause stabil

In der zweiten Hälfte war es dann mit der Kieler Herrlichkeit trotz der Unterstützung von sechs Spielern aus dem Profikader vorbei. Todesfelde hatte die Pause genutzt, um sich gut auf die zweite Hälfte vorzubereiten und stand nun sehr kompakt. Die Mannschaft verteidigte kompromisslos und mit viel Leidenschaft das eigene Hoheitsgebiet.

Den Kieler Jungprofis fehlten jetzt die zündenden Ideen, um das gut gestaffelte Abwehrbollwerk der Gastgeber, die sich nun auch deutlich besser in den Zweikämpfen behaupten konnten, zu durchbrechen. So verlief die zweite Hälfte, weil es den Kielern an Durchschlagskraft und Durchsetzungsvermögen fehlte, weitestgehend ohne große Höhepunkte. Für die Gastgeber fühlte sich die Punkteteilung am Ende wie ein Sieg an.