
Der FC Sulingen hat das Nachholspiel gegen den RSV Rehburg mit 2:1 gewonnen, obwohl Trainer Stefan Rosenthalden Sieg selbst als glücklich einordnete. Vor allem in der ersten Halbzeit seien die Gäste die bessere Mannschaft gewesen.
„Ich würde schon sagen, dass der Sieg eher glücklich war, weil die erste Halbzeit von den klaren Torchancen her eindeutig an Rehburg ging“, sagte Rosenthal nach der Partie. Die Gäste hätten „drei klare Eins-gegen-eins-Situationen“ gehabt, dazu einen Lattenschuss von Kaan Uysal. „Eigentlich müssen sie mit einer Führung in die Halbzeit gehen.“
Auch Rehburgs Trainer Mike Friedrich haderte mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft. „Eigentlich hätten wir zur Halbzeit schon 4:1 führen müssen, weil wir uns zahlreiche klare Chancen herausgespielt haben, diese aber nicht genutzt haben“, sagte Friedrich nach dem Spiel.
Dennoch war es zunächst Rehburg, das in Führung ging. Kaan Uysal traf in der 23. Minute zum 1:0. Rosenthal sprach von einer verdienten Führung: „Wir haben Rehburg mit unseren Fehlern regelrecht eingeladen.“
Die Antwort der Gastgeber folgte jedoch schnell. Nur vier Minuten später erzielte Bennet Grunert den Ausgleich. „Das war ein richtig schönes Tor aus etwa 25 Metern – flach unten ins Eck“, sagte Rosenthal.
Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich eine ausgeglichenere Partie. „Beide Mannschaften haben entsprechend ihres Tabellenstands teilweise etwas luftig verteidigt“, erklärte Rosenthal. Sulingen habe nach taktischen Anpassungen deutlich stabiler agiert: „Wir haben in der Halbzeit taktisch ein paar Anpassungen vorgenommen und dadurch deutlich weniger klare Torchancen zugelassen.“
Der Siegtreffer fiel schließlich in der 57. Minute durch Maurice Krüger nach einem Freistoß. Für Friedrich war genau das spielentscheidend: „Letztlich haben wir unsere Tore nicht gemacht, während Sulingen beide Treffer nach Standards erzielt hat.“
Trotz des Erfolgs blieb Rosenthal bei seiner kritischen Einschätzung: „Über 90 Minuten gesehen ist dieses 2:1 eigentlich schon etwas zu viel des Guten.“ Auch Friedrich sprach von einer unglücklichen Niederlage: „Am Ende bekommen wir dann einen Freistoß gegen uns und verlieren das Spiel unglücklich mit 1:2.“
Beide Trainer verwiesen zudem auf personelle Probleme. „Wir sind personell wirklich am Limit gewesen“, sagte Rosenthal. Sulingen hatte die Partie mit veränderter Grundordnung bestritten: „Wir haben heute mit Dreierkette gespielt und taktisch vieles komplett anders gemacht als sonst.“
Auch Rehburg reiste personell angeschlagen an. „Wir sind personell stark geschwächt angereist und hatten nur 13 Spieler sowie zwei angeschlagene Akteure im Kader“, erklärte Friedrich. Umso zufriedener zeigte er sich mit der Leistung seines Teams: „Dafür haben wir insgesamt ein richtig gutes Spiel gemacht und hätten uns eigentlich mit einem Sieg belohnen müssen.“
Die angespannte Personallage wurde bei Sulingen auch personell sichtbar: „Sogar unser Co-Trainer musste am Ende noch eingewechselt werden“, sagte Rosenthal über Fynn-Jannik Semper, der kurz vor Schluss ins Spiel kam.
Am Ende überwog bei Sulingen dennoch die Freude über den Heimsieg. „Manchmal sind es eben auch die dreckigen Siege, die du holen musst“, sagte Rosenthal.
Mit dem Erfolg festigt der FC Sulingen mit nun 45 Punkten Rang sieben der Bezirksliga Hannover Staffel 1. Der RSV Rehburg bleibt mit 38 Punkten auf Platz neun.
FC Sulingen – RSV Rehburg 2:1
FC Sulingen: Daniel Poda, Bennet Könker, Dennis Könker, Luca Robin Rosenthal, Marlon Michael, Alexander Kues (72. Patrick Kappermann), Rico Lüllmann, Bennet Grunert, Maurice Krüger, Christian Zerfowski (89. Fynn-Jannik Semper), Ricardo Scholtes (38. Rene Schomburg) - Trainer: Stefan Rosenthal
RSV Rehburg: Nils Bleeke, Christopher Lemme, Melvin Papmeier, Lorenz Wöltge, Thore Busse, Martin Dökel, Marek Gilke, Yasin-Nezir Cesur (77. Sarmad Salih), Usman Obisesan, Ivan Hasso, Kaan Uysal - Trainer: Mike Friedrich
Tore: 0:1 Kaan Uysal (23.), 1:1 Bennet Grunert (27.), 2:1 Maurice Krüger (57.)