
Im Derby gegen den FC Denzlingen II behielt der SV Rot-Weiss Glottertal mit 3:0 die Oberhand. Auch die SG Prechtal/Oberprechtal blieb im Heimspiel gegen Reute ohne Gegentor und feierte ein 4:0. Der FC Emmendingen hat sich endgültig im Rennen um Platz zwei angemeldet.
Glottertal dreht nach torloser erster Halbzeit auf und netzt dreimal ein
Die Kulisse war etwas enttäuschend: Nur rund 120 Zuschauer wollten das Derby zwischen dem SV Rot-Weiss Glottertal und dem FC Denzlingen II sehen. Tobias Göbel, der Trainer der Einheimischen, sah eine sehr ausgeglichene erste Halbzeit, schrieb seiner Mannschaft indes die besseren Möglichkeiten zu, darunter eine Großchance von Adriano Trinidad in der zweiten Spielminute. Torlos ging es in die Pause. Zur zweiten Halbzeit nahm Göbel taktische Angleichungen vor. Glottertal dominierte nun die Partie. Nach einem kurz ausgeführten Eckstoß schien Marlon Köhler die Gastgeber in Führung zu bringen, doch befand er sich bei der Flanke im Abseits. Gleich darauf wurde Lukas Schill im Strafraum gefoult, und Patrick Jurzinski verwertete den Elfmeter zum 1:0. Nur wenige Minuten später legte Mike Maier mit einem direkt verwandelten Eckball das 2:0 nach. Kurz vor Schluss traf Jonas Becker nach einem weiteren Standard zum 3:0-Endstand. Göbel: „Denzlingen war zwar über Standards gefährlich, hatte insgesamt aber keine großartige Torchance. Es war ein verdienter Sieg.“
Prechtäler Goalie Marvin Vogt erleidet Rippenprellung
Nach vier Spielen ohne Sieg fuhr die SG Prechtal/Oberprechtal gegen Reute endlich wieder einen Dreier ein. Dabei begegneten die Gäste der SG zunächst auf Augenhöhe, erarbeiteten sich in der ersten dreißig Spielminuten drei hochkarätige Chancen. Die Prechtäler hingegen mussten in der 17. Minute einen Rückschlag hinnehmen: Torwart Marvin Vogt war nach einem Eckball mit einem gegnerischen Stürmer zusammengeprallt, hatte dabei eine Rippenprellung erlitten und musste ausgewechselt werden. „Wir haben etwas Zeit benötigt, um damit umzugehen“, sagte SG-Trainer Martin Schill. Ersatzkeeper Claudius Gass fand aber schnell in die Partie und erfüllte seine Aufgabe fehlerfrei. Nach einem Eckstoß brachte Santiago Fischer die Heimelf in Führung. „Danach waren wir besser im Spiel“, so Schill. „In der zweiten Halbzeit hat Reute versucht, Druck aufzubauen, aber wir haben gut dagegengehalten.“ Das 2:0 durch Simon Burger (den jüngeren der beiden Namensvettern in der SG) raubte den Gästen den Elan. Michael Moser und nochmals Santiago Fischer erhöhten zum 4:0-Endstand. „Wir waren keine vier Tore besser“, stellte Schill fest. Er lobte Niklas Jäkle und Marcel Kunz: „Sie hatten bisher wenig Spielzeit bekommen, haben aber diesmal von Anfang an gespielt und ihre Aufgabe im Mittelfeld gut erledigt.“
FC Emmendingen weiter auf Erfolgskurs
Der FC Emmendingen hat sich durch den 4:1-Auswärtssieg in Bad Krozingen vorerst auf den zweiten Tabellenplatz gesetzt. „Schön, dass wir uns wieder herangekämpft haben – das hätte man uns nach der Vorrunde wohl nicht mehr zugetraut“, zeigte sich Mario Rombach erfreut. Der Trainer sprach davon, dass die Mannschaft die Aufgabe trotz einiger krankheits- und urlaubsbedingter Ausfälle „mit Bravour bewältigt“ habe. Die Gastgeber, auf Platz vierzehn rangierend, hätten sich indes nicht wie eine Mannschaft im Abstiegskampf präsentiert. „Wir haben Glück gehabt, dass ein Tor der Krozinger wegen Abseits nicht gegeben wurde“, führte Rombach aus. Kurz vor der Pause ging Emmendingen durch einen an Haider Dirani verschuldeten Elfmeter in Führung. „Für den Spielverlauf war wichtig, dass wir gleich nach der Pause das 2:0 nachlegen konnten“, so Rombach. Marko Radovanovic hatte eingenetzt und den Kurstädtern einen „richtigen Nackenschlag“ (Rombach) verpasst. Nur sieben Minuten später erhöhte Kilian Huber auf 3:0. Bad Krozingen konnte zwar nochmals verkürzen, mit dem 4:1 von Tim-Ulrich Reick (83.) war die Begegnung jedoch entschieden.
FC Freiburg-St. Georgen rehabilitiert sich
Der FC Freiburg-St. Georgen hat sich für die 2:5-Pleite der Vorwoche in Denzlingen rehabilitiert. Gegen den abstiegsgefährdeten SV Au-Wittnau glückte der Elf von Roberto Palermo ein 3:0-Heimsieg. „Wir sind sehr ersatzgeschwächt ins Spiel gegangen“, erklärte der Coach. „Wir haben viel rotieren müssen. Aber wir haben die Qualität, um auch mehrere Ausfälle zu kompensieren.“ Dennoch sei eine gewisse Anspannung zu bemerken gewesen, „zumal ein Derby immer seine eigenen Gesetze hat“. Die Gäste aus dem Hexental verzeichneten in der ersten Halbzeit mehrere Großchancen. Torwart Bastian Weier habe den FC im Spiel gehalten, so Palermo. Ein Elfmetertor von Filan Kleinn – Matti Roth war im Gästestrafraum gefoult worden – brachte die Gastgeber auf die Siegerstraße. „In der zweiten Halbzeit hat Wittnau Druck aufgebaut“, berichtete Palermo. „Wir haben mehr auf unser Umschaltspiel gesetzt, und das hat zweimal geklappt.“ Jan Kapahnke und Matti Roth markierten die Treffer zum 3:0-Endstand.