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Spielbericht

Glöckner über seine Staulöwen: „Nach der Pause so‘n bisschen eingeschlafen...“

Totopokal: B-Elf des TSV 1860 im Schongang weiter

von Uli Kellner · 23.07.2025, 10:03 Uhr · 0 Leser
Patrick Hobsch greift mit den Löwen an - Getümmel vor dem Tor des SC Reichmannsdorf
Patrick Hobsch greift mit den Löwen an - Getümmel vor dem Tor des SC Reichmannsdorf – Foto: Alfred Weinkauf

Erst Stau – und später stockt es auch auf dem Spielfeld. Trotzdem erreichte 1860 mühelos die 2. Runde des Totopokals. Reichmannsdorf feiert derweil Keeper Popp.

Die Sonne gab rechtzeitig ein Comeback am Himmel, doch von den Gästen aus München fehlte noch jede Spur. Ferienverkehr auf der A9, dazu kam eine Fahrbahnverengung. Wie beim 2021er-Ausflug nach Birkenfeld musste auch das diesjährige Totopokal-Erstrundenspiel mit Verspätung angepfiffen werden. Den Gastgebern vom SC Reichmannsdorf war’s egal. So blieb mehr Zeit für Vorfreude, für den Genuss regionaler Landbiere – und für Witzeleien. Die manuelle Anzeigetafel mit den im Gras liegenden Zahlentafeln lud dazu ein. Würde sie ausreichen für die erwartete Torflut?

Ganz so schlimm kam’s nicht für den Kreispokalsieger aus der Region Bamberg. Nach dem Torhunger der Stau-Löwen in der ersten Halbzeit stockte es nach der Pause auch auf dem Spielfeld. 6:0 hieß es am Ende – ein Ergebnis, das 1860-Trainer Patrick Glöckner nur bedingt zufrieden stellte. „Ich glaube, wir haben unsere Pflichtaufgabe erfüllt. Wir haben gemacht, was wir machen mussten, sind in die zweite Pokalrunde eingezogen. Dennoch gibt es immer gewisse Dinge, an denen man drehen muss.“ Was ihm nicht gefallen hat, war die zweite Halbzeit, in der auch der Fünfer-Wechsel in der 60. Minute keinen Schwung brachte.

Schließlich traf gestern ein Kreisligist auf den Aufstiegsfavoriten der 3. Liga. Dass die Löwen neun Stars daheim ließen (Verlaat, Volland, Niederlechner, Jacobsen, Voet, Dulic, Danhof, Haugen, Torwart Dähne), taugt nicht als Ausrede – genauso wenig die verspätete Anreise. Erfreulich aus Glöckners Sicht: Die ersten Treffer fielen schnell. Patrick Hobsch (10., 18.) hatte es besonders eilig, aber auch Soichiro Kozuki (16.), Morris Schröter (26., Handelfmeter) und Tunay Deniz (37, direkt verwandelter Freistoß) ließen individuelle Klasse aufblitzen. Nach einem vergebenen Strafstoß von Maximilian Wolfram kurz vor der Pause konnte sich im zweiten Durchgang nur noch Samuel Althaus in die Torschützenliste eintragen (85.). Glöckner legte den Finger in die Wunde: „In der zweiten Halbzeit ist das Spiel so‘n bisschen eingeschlafen. Die Ballpassagen waren langsam, wir hatten nicht mehr so die kreativen Momente.“ Das nächste Spiel ist bereits die Generalprobe für die Liga – am Samstag beim Ligarivalen Regensburg (16 Uhr).