2025-12-03T05:51:34.672Z

Spielbericht
Der ASV Habach siegte dank eines späten Treffers.
Der ASV Habach siegte dank eines späten Treffers. – Foto: Markus Nebl

„Glaube an die eigene Stärke“ – Habach siegt durch Last-Minute-Tor

Kreisliga

Torhüter Tobias Tafertshofer und Torschütze Habersetzer sichern dem ASV Habach in der Kreisliga einen wichtigen Auswärtssieg.

Wochenlang flogen sie unter dem Radar. Kurz vor der Winterpause tauchen die Fußballer des ASV Habach auf einmal im Favoritenkreis auf. Mehrere verschobene Spiele haben sie in den Windschatten gedrückt – nun gewinnen sie diese Nacholpartien verlässlich. Der 2:1 (1:0)-Erfolg am Samstag beim MTV Berg war wieder einmal ein Fall für Habachs Spezialdisziplin: Der Last-Minute-ASV kam diesmal in der 95. Minute mit der letzten Aktion zustande. Tobias Habersetzer drückte einen scharfen Flankenball von Kevin Diemb ins Netz und bugsierte sein Team in eine komfortable Position. „Jetzt sind wir in der Verfolgerrolle und können die anderen ärgern. Viele da vorn wollen, wir können“, fasste Michael Schmid die Gemengelage im ASV-Lager zusammen.

Nächste Woche hat seine Mannschaft gar die Möglichkeit, aus dem Duo an der Spitze ein Trio werden zu lassen. Gegen die Murnauer Reserve steht ein weiteres Extraspiel aus dem August an. Deshalb brauste der Coach nach dem Jubelgelage auch flott an den Murnauer Fußballplatz, um sich den nächsten Gegner nochmals aus der Nähe anzusehen – und eine Pizza als Siegesmahlzeit mitzunehmen. „Das späte Tor zeigt den Charakter und den Glauben an die eigene Stärke“, schwärmte der Coach.

Einmal mehr zeigte sich: Überstehen die Habacher die Anfangsphase schadlos, sind sie quasi nicht zu schlagen. Entgegen früherer Auftritte bestimmten sie das Duell auf einem Rasen, der „im November aussieht, wie ein Platz im November halt aussieht“, so Michael Schmid. Das 1:0 von Emanuel Pohl war einerseits verdient, andererseits auch schmeichelhaft, weil Bergs Marcel Höhne, Top-Torjäger der Kreisliga, zuvor den Pfosten getroffen hatte. Die Ereignisse spiegelten sich in Hälfte zwei, nur traf diesmal Berg das Tor und Habach Aluminium.

Nachdem sich alles auf ein Unentschieden zubewegte, wollte der Trainer den typischen Habach-Dusel mal wieder herauskitzeln. Nach langer Verletzungspause brachte er Thomas Andre im Sturm, einen Brecher, der Bälle festmachen kann und der personifizierte Wille ist. Dieses Zeichen deutete die Mannschaft richtig. In den letzten Momenten entschärfte ASV-Torhüter Tobias Tafertshofer erst einen Freistoß von Höhne. Die folgende Ecke wurde zum Bumerang für Berg. Habach konterte und traf zum Sieg. Der Coach wusste sehr wohl, wem er den zu verdanken hat. Nicht nur dem umjubelten Helden Tobias Habersetzer, sondern vor allem auch seinem Keeper. Tafertshofer war im Sommer von der A-Jugend aufgerückt, spielt wegen des Ausfalls von Felix Schürgers öfters als geplant und überzeugt mit Leistung und Ruhe.

Aufrufe: 017.11.2025, 10:30 Uhr
Andreas MayrAutor