
Bergstraße. Die SG Wald-Michelbach hat das Kellerduell in der Gruppenliga gegen den SV Fürth überraschend klar für sich entschieden. Nicht weniger überraschend: der Fehlheimer Sieg gegen den Tabellenführer.
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Die Gastgeber hätten noch deutlicher gewinnen können. „Wir hatten eine ganz andere Körpersprache als der Gegner“, sagte SGW-Abteilungsleiter Dimitri Loenko. „Wir waren präsent, haben die wichtigen Zweikämpfe gewonnen“. Die Mannschaft von Trainer Benjamin Sigmund offenbarte Kampfgeist und Wille. Und die Überwälder durften folgerichtig ihren zweiten Sieg in Folge feiern, haben Konkurrent SV Fürth in der Tabelle jetzt überholt. „Das war unser Ziel und jetzt können wir die Big-Points setzen“, sagte Loenko mit Blick auf die kommenden Wochen.
Die SGW feierte verdient drei Punkte gegen weitgehend harmlose Fürther, die in der ersten Halbzeit allerdings auch etwas Pech hatten angesichts eines Pfostentreffers kurz vor dem entscheidenden dritten Gegentreffer. „Ich habe mehr erwartet von Fürth“, sagte Loenko. „Das war ein Klassenunterschied mit Blick auf die Tugenden, die den Fußball ausmachen“. SV-Trainer Jochen Ingelmann indes war völlig bedient, sprach von einer desolaten Leistung seiner Mannschaft, die den Ernst der Lage im Abstiegskampf offenbar noch nicht erkannt habe. „Das ist völlig inakzeptabel und der peinlichste Moment, den ich als Trainer jemals erlebt habe“, sagte Ingelmann. „Meine Mannschaft hat heute überhaupt nicht erst angefangen, Fußball zu spielen“. In allen Belangen habe die nötige Einstellung gefehlt. „Für diese Leistung gibt es keine Erklärung – das waren heute sieben Schritte zurück und wir müssen uns jetzt intensiv damit beschäftigen, wie das passieren konnte“, so Ingelmann.
Arbeitssieg für die Mannschaft von FSG-Trainer Tobias Beltz, die vor allem in der zweiten Halbzeit kämpfen musste gegen druckvolle Gastgeber. „Das war sehr glücklich“, sagte Thorsten Göck, Sportlicher Leiter der FSG Riedrode, dessen Team bis zur Halbzeit noch ganz gut mitgespielt habe. Münster war vor allem mit Standards gefährlich, spielte viele lange Bälle und kam immer wieder zu Chancen. Die Gäste kamen dagegen wie aus dem Nichts zur 1:0-Führung. Und wenig später rettete Christian Telch in höchster Not, verhinderte auf der Torlinie das 1:1 für Münster. „Das 2:0 war dann aber schön herausgespielt“, sagte Göck. Doch mit Wiederanpfiff drängte Münster auf den Ausgleich „und wir hatten keine Ruhe mehr und keinen Zugriff auf das Spiel“, sagte Göck. „Dann haben wir bis zum Abpfiff gezittert“. Tore: 0:1 Schuchmann (11.), 0:2 Muench (39.), 1:2 Hamed (59.). – Schiedsrichter: Schwarzer. – Zuschauer: 150. – Bester FSG-Spieler: Asutay.
Der VfR Fehlheim setzte im Aufstiegskampf gegen den Spitzenreiter ein echtes Ausrufezeichen und kann weiter auf das Erreichen des Relegationsplatzes hoffen. Trainer Sebastian Lindner war begeistert von der Vorstellung seines Teams, „denn alle Spieler waren sehr griffig und haben sehr gut gegen den Ball gearbeitet“. Zudem habe das Gleichgewicht zwischen Ballbesitzphasen und dem Lauern auf Umschaltsituationen gestimmt. Demnach sei der VfB überhaupt nicht ins Spiel gekommen. „Ginsheim hat es immer wieder mit langen Bällen versucht, aber das haben wir sehr gut wegverteidigt“, so Sebastian Lindner: „Unser Erfolg war hochverdient.“ Fehlheim bestimmte den Spielrhythmus gegen einen formschwachen Tabellenführer nach Belieben. Tore: 1:0, 2:0 Perchner (18., 60.), 3:0 Lüderwald (63.), 3:1 Syah (90.). – Schiedsrichter: Glasenapp (Rumpenheim). – Zuschauer: 150. – Bester VfR-Spieler: von Mengersen.
„Es fühlt sich nicht an, als hätten wir heute das Bestmögliche herausgeholt“, sagte FC-Sportdirektor Marco Knapp. Denn in der zweiten Halbzeit hatten die Gastgeber gleich mehrfach die Chance, das Spiel für sich zu entscheiden. „Aber es ist trotzdem ein gerechtes Ergebnisse, weil auch Rüsselsheim gute Chancen hatte“. In der 82. Minute vergab Jan Gebhardt den Matchball für die Mannschaft von Trainer Ralf Ripperger, als er den Ball nicht richtig traf und knapp vergab. Und auch in der ersten Halbzeit war der FC Fürth am Drücker, hatte zwei bis drei Riesenchancen. „Das war ein tolles Spiel, ein echtes Spitzenspiel“, sagte Knapp. Tore: 0:1 Neffati (45+2), 1:1 Gehbauer (76.). – Zuschauer: 170. – Bester FCF-Spieler: Gehbauer.
Die Auerbacher schwimmen weiter auf einer Erfolgswelle; der Sieg gegen Altheim war bereits der achte Dreier in Folge. Damit bleibt die TSV im Jahr 2026 ohne Punktverlust. Gegen Altheim dauerte es eine halbe Stunde, bis Auerbach auf die Siegerstraße einbog. Zwei Treffer vor der Pause sorgten für eine beruhigende Führung, die nach der Pause deutlich ausgebaut wurde. Tore: 1:0 Benarides (33.), 2:0 Hilgert (45.), 3:0 Brunner (53.), 4:0 Fuller (56.), 5:0 Arnold (69.), 6:0 de Simeone (87.). – Schiedsrichter: Yalcin. – Zuschauer: 100. – Beste Auerbach-Spieler: geschlossene Leistung.
Der FC 07 kam zu einem Unentschieden, das den Bensheimern im Kampf gegen den Abstieg nicht entscheidend weiterhilft. Trainer Constantin Renner standen im Kader nur elf gesunde Feldspieler zur Verfügung, sodass angesichts der Umstände der Punkt „absolut in Ordnung geht“, so Renner. Dennoch wäre auch ein Sieg im Bereich des Möglichen gewesen. Tore: 1:0 Marques (4.), 1:1 Budimir (39.). – Schiedsr.: Vogel. – Zuschauer: 130. – Beste Spieler: Mendes, Marques/ Sheji, Claus.