2025-12-03T05:51:34.672Z

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– Foto: Norbert Kaus

GL: VfR unterstreicht seine Ansprüche

Fehlheim nimmt Riedrode auseinander +++ SV Fürth unterirdisch, FC Fürth geläutert

Bergstraße (jz/net/ü/maz/ ü). Der VfR Fehlheim hat in der Gruppenliga ein Ausrufezeichen gesetzt, kam im Bergsträßer Derby gegen die FSG Riedrode zu einem glatten Heimsieg und fügte dem Tabellenzweiten die dritte Saisonniederlage zu. Die Fehlheimer verkürzten den Rückstand auf die Gäste auf fünf Punkte, bleiben in Schlagdistanz zu Relegationsplatz zwei.

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Die FSG hatte einen gebrauchten Tag, nichts funktionierte. „Wir haben zu viele Fehler gemacht und das wurde bestraft“, so der Sportliche Leiter Thorsten Göck. Die schwierigen Platzverhältnisse taten ihr Übriges. Doch dieses Problem hatten beide Seiten. Und so konnte Göck sein Team auch nicht aus der Verantwortung nehmen: „Die Körpersprache hat mir heute nicht gefallen.“ Zudem habe sich die Mannschaft teils kapitale Fehler in Ballannahme und Passspiel geleistet. Ballverluste in der Vorwärtsbewegung kamen dazu, und VfR-Mittelstürmer Marc Perchner war eiskalt, traf viermal. „Wir hatten nur einen Torschuss“, sagte indes Göck.

Verständlich, dass Fehlheims Trainer Sebastian Lindner hochzufrieden mit dem Spielausgang und der Vorstellung seines Teams war. Lindner hob vor allem die Leidenschaft und den Siegeswillen hervor: „Das war eine überragende Vorstellung. Wir haben von Beginn an hervorragend gegen den Ball gearbeitet. Riedrode ist bei Ballbesitz so nur wenig eingefallen.“ Tore: 1:0 Lüderwald (7.), 2:0, 3:0, 4:0, 5:0 Perchner (56., 58., 68., 89.). – Schiedsrichter: Depta (Mannheim). – Zuschauer: 80. – Beste Spieler: Perchner/keine.

Die Mannschaft von SGW-Trainer Benjamin Sigmund erzielte zwischen der 93. und 96. Minute drei Tore, weil Auerbach in der Schlussphase alles nach vorne geworfen hatte in der Hoffnung auf einen späten Punktgewinn. Und Wald-Michelbach konterte. Doch bis dahin war es ein hartes Stück Arbeit für die Überwälder gegen einen spielstarken Gegner. „Wir haben sehr kompakt gestanden und jeder hat für jeden gekämpft“, lobte Jörg Gräber, Sportlicher Leiter der SGW. Neuzugang Lucas Wernet wurde in der 64. Minute eingewechselt und erzielte in der vierten Minute der Nachspielzeit das 4:1 für die Gastgeber. Tore: 0:1 Terhart (21.), 1:1, 2:1 Lammer (27., 49.), 3:1 Brauch (90+3.), 4:1 Wernet (90+4.), 5:1 Guarino (90+6.). – Schiedsrichter: Radl (SV Biebesheim). – Zuschauer: 120. – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rot für De Simone (80., TSV) wegen Meckerns). – Beste Spieler: geschlossene Leistung auf beiden Seiten.

Die Mannschaft von Trainer Jochen Ingelmann lag bereits nach 30 Sekunden zurück, „weil wir einfach nicht da waren“, wie der Coach sagte: „Wir haben es nie geschafft, Kompaktheit herzustellen.“ Die Abstiegsnot der Odenwälder vergrößert sich. „Wir haben heute vier Schritte zurückgemacht, machen elementarste Sachen brutalst schlecht“, ärgerte sich Ingelmann: Es fehlte alles – das hatte heute mit Gruppenliga nichts zu tun“. Tore: 1:0, 2:0 (1., 19.), 3:0 Lorenz (45+1.), 4:0. 5:0 Stumpf (64., 74.), 6:0 Aimene (89.). – Schiedsrichter: Tavasolli (SKG Rumpenheim). – Zuschauer: 100. – Beste SVF-Spieler: keine.

Wichtiger Heimsieg für die Mannschaft von Trainer Ralf Ripperger nach zuletzt vier Niederlagen in Folge. „Das war die erhoffte Reaktion“, sagte Sportdirektor Marco Knapp. Fürth agierte von Beginn an griffig in den Zweikämpfen, giftig und mit der nötigen Konsequenz vor dem Tor. Der Aufsteiger hofft denn auch auf eine Trendwende. „Aber wir schauen von Spiel zu Spiel“, sagte Knapp, dessen Team schon am Dienstag im Pokal in Rimbach spielt. „Der Unterschied heute war die Intensität“, sagte der Sportdirektor zum Spiel seiner Mannschaft: „Wir haben als Mannschaft verteidigt und jeder hat jeden gepusht.“ Der FC Fürth wollte gestern ein Zeichen setzen. „Das ist uns eindrucksvoll gelungen“, sagte Knapp. Tore: 1:0 Gebhardt (26.), 2:0 Adamek (50.), 3:0 Sielmann (75.). – Schiedsrichter: Maaß (FV Neuenhaßlau). – Zuschauer: 100. – Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rot für Jozic-Naumann (55., TS) wegen wiederholten Foulspiels; Gelb-Rot für Ernst (75., FCF) wegen Meckerns. – Beste FCF-Spieler: geschlossene Leistung.

FC 07 macht zu wenig aus seinen Möglichkeiten

Es war keine schlechte Leistung des FC 07, doch es lief am Sonntag wenig zugunsten des Traditionsvereins. Bereits in der fünften Minute erzielte Rüsselsheim das 1:0 nach abgefälschter Flanke. Kurz nach Wiederanpfiff war es ein umstrittener Elfmeter, der die Auswärtsmannschaft mit 2:0 in Führung brachte. FC 07-Spieler Alban Sheji grätschte in höchster Not im Strafraum, und der Ball flog an seinen Rücken. Die Schiedsrichterin zeigte wegen Handspiels auf den Elfmeterpunkt. „Für uns war es kein Handspiel“, sagte Trainer Constantin Renner, wollte die Schuld für die Niederlage aber nicht auf andere schieben. „Wir waren oft in aussichtsreicher Position, haben aber zu wenig daraus gemacht.“ Ein Beispiel: Fynn Lautenschläger wurde im Strafraum freigespielt, doch die An- und Mitnahme funktionierte nicht ideal. Die Chance, frei vor dem Torwart abzuschließen, war vertan. Trotzdem kann man dem FC 07 kaum Vorwürfe machen. Die Konter in der zweiten Hälfte gegen sich verteidigte er gut, unter anderem durch den aufmerksamen Enrico Claus. Nach vorn war Bensheim am Drücker – doch der letzte Pass kam nie an. Tore: 0:1 Arik (5.), 0:2 Arik (52., Handelfmeter). – Schiedsrichter: Hinrichs (Hanau). – Zuschauer: 80. – Beste Spieler: geschlossene Leistung/Tayboga.



Aufrufe: 09.11.2025, 20:00 Uhr
Jan ZehatschekAutor