2025-12-17T10:26:01.779Z

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– Foto: Daniel Nischwitz

GL: VfR Fehlheim hat ein klares Ziel

Wintercheck: Statt Titel soll Platz zwei her +++ Was plant Trainer Sebastian Lindner?

Fehlheim (net/ü). Der VfR Fehlheim ist im Sommer ambitioniert in die Saison der Gruppenliga gegangen, wollte um den Aufstieg in die Verbandsliga mitspielen. Aber angesichts von einem 14-Punkte-Rückstand auf Spitzenreiter VfB Ginsheim hat sich der Tabellenvierte von den Titelplänen verabschiedet. Rang zwei, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation berechtigt, liegt aber bei fünf Punkten Rückstand auf Dersim Rüsselsheim im machbaren Bereich.

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Anspruch und Wirklichkeit: Die Fehlheimer besitzen alle Möglichkeiten, Platz zwei zu erreichen. Das sieht auch Sebastian Lindner so, der jedoch darauf hinweist, dass seine Mannschaft noch deutlich besser dastehen könnte. „Wir haben zu viele Punkte in den Schlussminuten hergeschenkt. Wir könnten auch auf dem zweiten Platz überwintern. Dennoch bin ich mit der Entwicklung meiner Mannschaft, die ja gerade in den letzten Spielen in Sachen personal auf Kante genäht war, grundsätzlich zufrieden.“

Was war gut? Der VfR stellt mit 26 Gegentoren die zweitbeste Defensivabteilung der Liga und hat sich gerade im Spiel gegen den Ball deutlich gesteigert. „Wir haben es geschafft, den Gegner früh unter Druck zu setzen und daraus Ballgewinne zu generieren“, hebt Lindner die Leistungssteigerung hervor. Auch im Spiel mit dem Ball hat der Coach Fortschritte festgestellt.

Chancenverwertung ist ausbaufähig

Was geht besser? Schwächen in der Chancenverwertung ziehen sich wie ein roter Faden durch die Saison. „Wir müssten deutlich mehr als 46 Tore auf dem Konto haben. Wir haben glasklare Möglichkeiten liegen gelassen, und das hat uns wichtige Punkte gekostet“, so Lindner. Zum anderen ist der VfR-Coach nicht einverstanden mit den elf Gegentoren nach Standardsituationen. Und dann sind da noch Begegnungen wie gegen Ober-Roden, Seckmauern oder Ginsheim, in denen der VfR Punkte in den Schlussminuten hergeschenkt hat. „Es muss uns im neuen Jahr besser gelingen, unsere Leistung über die komplette Spielzeit abzurufen“, fordert der Übungsleiter.

Haben die Neuen die Erwartungen erfüllt? Marc Perchner (22 Treffer) führt mit Can Cemil Özer (VfB Ginsheim) die Torjägerliste an. „Marc ist ein echter Gewinn, und seine Tore sollen uns auch im neuen Jahr helfen, dass wir die Saison auf Platz zwei beenden“, baut Sebastian Lindner auf die Vollstreckerqualitäten seines Stürmers. Defensivspezialist Lukas Fritsche, den es nach einem Jahr beim SV Groß-Bieberau zurück gezogen hat, war ebenfalls die erhoffte Verstärkung.

Platz zwei ist das Ziel

Wer kommt, wer geht? Youness Breir hat die Fehlheimer verlassen und sucht beim Ligakonkurrenten FSG Riedrode eine neue Herausforderung. Ansonsten hat sich in Sachen Personal noch nichts beim VfR getan. „Sicherlich wäre es angesichts unserer eher dünnen Kaderdecke schön, wenn wir noch den ein oder anderen Spieler verpflichten könnten. Das ist in der Winterpause aber nicht immer so einfach, da müssen dann auch die abgebenden Vereine mitspielen. Bedarf, den Kader etwas breiter aufzustellen, besteht in jedem Fall, es kommen aber auch einige Spieler aus Verletzungen zurück, sodass wir nichts übers Knie brechen müssen“, ist Lindner gelassen.

Wo landet der VfR Fehlheim am Saisonende? „Wir wollen alles dafür tun, nach der Winterpause eine erfolgreiche Runde zu spielen und diese auf dem zweiten Platz abzuschließen“, macht der Fehlheimer Trainer eine klare Vorgabe. Lindner weiß aber auch, dass die Konkurrenz aus Riedrode, Rüsselsheim oder Fürth dieses Ziel ebenfalls verfolgt und erwartet daher ein spannendes und enges Rennen um Platz zwei. „Wir wollen oben dranbleiben, und da müssen wir es schaffen, an unseren Baustellen zu arbeiten, weniger Unentschieden und mehr Siege zu landen. Das gilt dann auch für die Duelle gegen unsere Konkurrenten.“

Ob Sebastian Lindner den VfR auch in der nächsten Runde coacht, steht noch nicht fest: „Wir werden zu Beginn des neuen Jahres Gespräche führen, dann sieht man weiter.“


Aufrufe: 01.1.2026, 10:00 Uhr
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