2026-03-13T07:45:35.464Z

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GL: Standards entscheiden das Derby

TSV Auerbach kämpft erneut den VfR Fehlheim nieder +++ SG Wald-Michelbach gewinnt gegen den FC 07 Bensheim und ist sauer auf den Schiri +++ FSV Riedrode rückt auf Relegationsplatz zwei vor

von Jan Zehatschek · Gestern, 21:00 Uhr · 0 Leser
Die Entscheidung im Bensheimer Derby: Ellington Huskel Fuller erzielt den 2:1-Siegtreffer gegen den VfR Fehlheim.	Foto: Dagmar Jährling
Die Entscheidung im Bensheimer Derby: Ellington Huskel Fuller erzielt den 2:1-Siegtreffer gegen den VfR Fehlheim. Foto: Dagmar Jährling

Bergstraße (jz/net/ü/niwa/ü). Der SV Fürth musste nach zwei Siegen in Folge wieder einen Dämpfer hinnehmen, will sich im Kampf um den Klassenerhalt davon aber nicht verunsichern lassen. Die SG Wald-Michelbach erkämpfte gegen den ebenfalls bedrohten FC 07 Bensheim drei wichtige Punkte gegen den Abstieg. Auf Tabellenplatz zwei vorgerückt ist die FSG Riedrode. Durch den Sieg im Lokalderby gegen den VfR Fehlheim gelang der TSV Auerbach in der Fußball-Gruppenliga der vierte Sieg in Folge. Das Spiel wurde bei Echo online live gestreamt. Damit stehen die Rot-Weißen im Tableau nur noch fünf Punkte hinter dem VfR, für den die Niederlage ein Rückschlag war im Kampf um den zweiten Platz, der zur Aufstiegsrelegation befähigt.

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Die Partie war lange ausgeglichen. Doch die Gastgeber zeigten absoluten Willen, ließen sich durch höchst zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen in Halbzeit eins (so Jörg Gräber, Sportlicher Leiter der SGW) nicht vom Kurs abbringen. Jonas Ripper schoss sich in der zweiten Halbzeit vielmehr den Frust von der Seele und erzielte das 3:3 und 4:3 für Wald-Michelbach sehenswert mit wuchtigen Distanzschüssen. „Das war verdient, weil unsere Mannschaft an sich geglaubt hat. Großes Kompliment ans Team, das heute gegen zwölf Mann gewonnen hat.“

07-Trainer Constantin Renner war entsprechend enttäuscht, denn nach dem 3:2 habe Bensheim „alles im Griff“ gehabt und beste Chancen zur Vorentscheidung vergeben. Was folgte, war aus Sicht Renners ein „Rückfall in alte Zeiten“. Anstatt das Spiel „zu killen“, lud Bensheim den Gegner zu leichten Toren ein.

Tore: 1:0 Mecini (9.), 1:1 Budimir (43.), 2:1 Brauch (49.), 2:2 Konietzko (53.), 2:3 Blüm (55.), 3:3, 4:3 Ripper (74., 89.). – Schiedsrichter: Filges (SV Staten). – Zuschauer: 100. – Beste Spieler: geschlossene Leistung auf beiden Seiten.

„Mit den drei Punkten sind wir zufrieden, aber das Spiel war nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagte Riedrodes Sportlicher Leiter Thorsten Göck. Die Chancenverwertung der Gastgeber gegen das Schlusslicht war eher dürftig. Und nach der Halbzeit kassierte die FSG in acht Minuten zwei Tore. „Wir haben Büttelborn ins Spiel zurückkommen lassen“, sagte Göck: „Und dann mussten wir zittern“. Aramis Asuta scheiterte mit einen Foulelfmeter an Keeper Francioso. Das 2:0 hatte Asutay per Strafstoß noch sicher erzielt. „Aber wir haben dann doch noch Moral gezeigt und gekämpft“, atmete Göck nach der Zitterpartie auf. Tore: 1:0 Siegler (40.), 2:0 Asutay (45.+2, Foulelfmeter), 2:1, 2:2 Hähner (58., (66.), 3:2 Siegler (84.). – Schiedsrichter: Kunz (FV Neuenhain). – Zuschauer: 140. – Bester FSG-Spieler: Siegler.

In Sachen Leistung konnte SV-Trainer Jochen Ingelmann seiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. „Das war kein Rückschritt“, sagte er, „und das wird uns jetzt nicht aus der Bahn werfen“. Die Enttäuschung war trotzdem groß bei den Fürthern, auch weil die Gäste ihre Überzahl in der zweiten Halbzeit nicht nutzen konnten. Geinsheim spielte ab der 60. Minute mit einem Mann weniger und mauerte. „Geinsheims Abwehr war ein Block, da war kein Durchkommen“, sagte der SV-Coach: „Das ist ärgerlich – wir hätten gerne ein Unentschieden mitgenommen“. Tore: 0:1 Kabel (10.), 1:1, 2:1 Engel (35., 38.), 3:1 Brehm (90.+3). – Schiedsrichter: Aamer (Wiesbaden). – Zuschauer: 100. – Besonderes Vorkommnis: Gelb-Rot (60., SVG) wegen Meckerns. – Beste SVF-Spieler: geschlossene Leistung.

Der neue Tabellenvierte hätte durchaus höher gewinnen können. „Wir haben noch einige gute Chancen vergeben“, sagte FC-Sportdirektor Marco Knapp, dessen Mannschaft vor allem in der zweiten Halbzeit richtig Dampf machte. „Das war eine klare Sache“, sagte Knapp. Denn Griesheim war offensiv zu harmlos und defensiv anfällig. Die FC-Abwehr hingegen war stabil – trotz fehlender Leistungsträger. „Der ganze Defensivverbund hat gut gearbeitet“, lobte der Sportdirektor. Und offensiv beobachtete Knapp tolle Momente. Das dritte Tor zum Beispiel, von Tim Gensel erzielt, zuvor aber über vier Stationen hervorragend ausgespielt. Knapp: „Das war ein gelungener Spieltag.“ Tore: 1:0 Gebhardt (46.), 2:0, 3:0 Gensel (50., 61.), 4:0 Gebhardt (68.), 5:0 Sielmann (71.). – Schiedsrichter: Wagner (Frankfurt). – Zuschauer: 180. – Beste FCF-Spieler: Nerabi, Gensel, Gebhardt.

Alle Treffer fielen in der ersten Halbzeit. Zunächst traf VfR-Toptorjäger Perchner. „Das war ein schöner Angriff und ein tolles Tor“, zollte TSV-Trainer Peter Brandenburger der Aktion Respekt. Seine Mannschaft kam dann besser ins Spiel und drehte die Partie durch zwei Standards. Zunächst verwandelte Brunner einen an ihm verursachten Elfmeter, ehe Ellington Fuller nach einem Eckball per Kopf zum 2:1 traf. In der zweiten Halbzeit war Fehlheim spielbestimmend, doch „wir haben gearbeitet und gekämpft“, so Brandenburger.

VfR-Trainer Sebastian Lindner ärgerte vor allem die beiden Standards: „Wir bekommen die Tore zu einfach.“ Insgesamt sei das Spiel ein „Ebenbild des Hinspiels“ gewesen so Lindner. Tore: 0:1 Perchner (14.), 1:1 Brunner (24./Foulelfmeter), 2:1 Fuller (33.) – Schiedsrichter: Forster. – Zuschauer: 250. – Bes. Vorkommnis: Gelb-Rot für Lüderwald (90., VfR), Foulspiel. – Beste Spieler: Larkowitsch/Cameron Royo.