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GL-Relegation: Wörsdorfer Paukenschlag

4:1 der TSG zum Relegationsstart bei Biebrich 02 II hatte kaum einer erwartet

von Stephan Neumann und Lauris Ommert · 01.06.2025, 19:00 Uhr · 0 Leser
Die Wörsdorfer durften einen deutliches 4:1 im Relegations-Hinspiel beim FV Biebrich 02 II bejubeln.
Die Wörsdorfer durften einen deutliches 4:1 im Relegations-Hinspiel beim FV Biebrich 02 II bejubeln. – Foto: Pia Pfeifer

Region. Klarer Vorteil für die TSG Wörsdorf: Mit 4:1 gewann der Kreisoberliga-Vize aus dem Rheingau-Taunus in der Aufstiegsrunde zur Gruppenliga vor 250 Zuschauern beim Wiesbadener Zweiten FV Biebrich 02 II – das war nicht unbedingt zu erwarten, nachdem die Wörsdorfer im Endspiel um den Titel beim TSV Bleidenstadt 0:4 verloren hatten. Das Rückspiel steigt am Donnerstag (19 Uhr) in Wörsdorf.

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2:2 hieß es im zweiten „Halbfinale“ zwischen der SG Oberlahn und der SGN Diedenbergen (Rückspiel, Do., 19.30 Uhr). Das Endspiel steigt am 9. Juni. Würde Wörsdorf aufsteigen, würden im Kreis Rheingau-Taunus alle Relegationsstarter in der jeweils höheren Klasse spielen.

Die frühe Führung durch Youssef Chourak schien Biebrich in die Karten zu spielen. Doch weit gefehlt. Die TSG nutzte konsequent Defensivschwächen der 02er: Zuerst sah Luke Presber den im Gastgeber-Strafraum völlig ungedeckten Niklas Muschter, der zum 1:1 traf. Nach feinem Pass in die Tiefe legte Kai Krambo gleich mit dem 2:1 für die Gäste nach. Die nutzten nach der Pause durch Filippos Alexiadis auch einen 02-Patzer im Aufbau zum 3:1 und packten durch Alexiadis noch einen drauf. „Eine unglaubliche Reaktion auf das Spiel in Bleidenstadt. Ich bin stolz auf die Jungs“, lobte TSG-Coach Schahin Samdi. Abteilungschef Gianluca Braun war ebenfalls happy, warnt aber: „Biebrich hat eine junge, technisch versierte Mannschaft, wir unterschätzen das nicht.“ Bei den 02ern hat Volkan Zer, der mit Ümit Balikci das Trainer-Duo bildet, den Endspieleinzug längst nicht abgeschrieben: „Die Jungs waren extrem nervös. So etwas kann passieren, das ist nicht schlimm. Letztlich waren die Tore vier Geschenke. Aber wir geben nicht auf.“

Biebrich 02 II: Ono; J. Klee, Ricciardi, Deveci (46. Radtke), Nuernberg (56. Puchalla), Mottura, Y. Chourak, Stettler (60. Mojahedi), Khamal (Pio Nocera), Faro, Boutakhrit (46. Pangop).

TSG Wörsdorf: A. Rothenbächer; Muschter, N. Shamoun, Kücük (82. Freschi), F. Alexiadis (81. El Mouhaoui), Krambo (82. Sula), Asgharpour-Meinagh, Dupljak, Kniss (83. Jaatit), L. Presber, Siebenkittel (65. Petrovic).

Tore: 1:0 Chourak (15.), 1:1 Muschter (36.), 1:2 Krambo (41.), 1:3, 1:4 Alexiadis (54./75.).

Die Gäste mussten bei der SG Oberlahn einen späten Dämpfer hinnehmen. Mit 2:2 trennte sich die SGN mit dem Team aus dem Kreis Limburg-Weilburg. Und trotzdem blicken die Diedenbergener um Coach Benjamin Becker optimistisch auf das Rückspiel. „Gemischte Gefühle“, herrschten bei Becker zunächst nach Abpfiff. Auch der Tatsache geschuldet, dass seine Mannschaft trotz einer „sehr, sehr ordentlichen“ Leistung, ohne Sieg die Heimreise antreten musste. Und im Rückspiel ohne Kapitän Alex Müller auskommen muss, der in der 63. Minute die Rote Karte gesehen hatte. Was nichts daran ändert, dass die Chancen auf die schnelle Gruppenliga-Rückkehr für die SGN gar nicht einmal so schlecht stehen.

Einen ausführlichen Bericht aus Sicht der SGN könnt ihr hier nachlesen.

SG Diedenbergen: S. Wagner; A. Müller, Marcel Friedrich, Jozic, Redzic, Pottlitz (90. J. Grund), Pagliaro, Löper, Verkic (58. Grubisic), Grünewald (79. Luckhardt), Korominas.

Tore: 1:0 Steiner (32.), 1:1 Grünewald (49./Elfmeter), 1:2 Grünewald (55.), 2:2 J. Jaromin (90.+4). – Rot: Müller (SGN/63.). – Gelb-Rot: Giese (SGO/68.).