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GL: Ra/Ma-Niederlage dämpft Eltviller Jubel

Weilbach und Eltville machen rettenden 13. Rang unter sich aus, Türkischer SV zwei Spiele vor dem Gruppenliga-Titel

von Stephan Neumann · 18.05.2025, 21:30 Uhr · 0 Leser
Die Spvgg. Eltville muss trotz ihres Sieges um das rettende Ufer kämpfen.
Die Spvgg. Eltville muss trotz ihres Sieges um das rettende Ufer kämpfen. – Foto: Willi Roth

Region. Die Siegesserie und den Punkt Vorsprung vor Limburg 07 ins Ziel bringen – das ist die Devise von Gruppenligist Türkischer SV, der beim 4:1 über Niederhöchstadt Anlaufzeit benötigte. Aber Titel und Durchmarsch aus eigener Kraft perfekt machen kann. Im Keller siegten Germania Weilbach (4:1 bei der SG Ra/Ma) und die Spvgg. Eltville (2:1 über Unterliederbach). Beide machen nach dem Rückzug der SG Hoechst in die A-Liga den rettenden fünftletzten Platz unter sich aus. Mit dem besseren direkten Vergleich für Weilbach. Mit einer Englischen Woche, in der auch am Donnerstag gespielt wird, geht die Runde zu Ende.

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Spvgg. Eltville – VfB Unterliederbach 2:1 (2:0). – Nach Flanke von Theo Süs versenkte Philipp Zentner mit der Stirn zum 1:0 (13.). Die Gäste gaben fortan den Ton an, Eltville kam dennoch zu klaren Chancen. Etwa durch David Sarris, bevor Marlon Klärner kurz vor der Pause die Hereingabe von Ben Weygandt veredelte. Nach dem Anschlusstor ließ Eltville weitere Gelegenheiten aus, rettete sich im Sog von zwei Liederbacher Alutreffern ins Ziel. Gastgeber-Teammamager Sven Klärner hielt ein „großes Lob“ ans gesamte Team parat, freut sich über Sommer-Rückkehrer Rafael Martins Karassawa (FSV Oberwalluf).

Spvgg. Eltville: Williams; E. Gebel (74. Juarez), Süs (66. Alli), B. Weygandt, Bong, Abd Ali, P. Zentner, M. Klärner, Bücker (66. Haxhosaj), Jucan (82. Kosche), Sarris (86. Vachinger).

Tore: 1:0 Zentner (13.), 2:0 Klärner (45.+2), 2:1 (63.).

SV Wallrabenstein – Spvgg. Hochheim 4:2 (1:0). – „Das war schon hart, wie wir binnen einer Minute das Spiel aus der Hand geben und dann fast noch das 2:3 kassieren“, erlebte Dirk Hünerbein aus Wallrabenteins sportlicher Leitung Wechselbäder der Gefühle. Das Hochheimer Aufbäumen verpuffte aber, als der eingewechselte Mirco Paul zum 3:2 traf, Niklas Kern noch einen draufsetzte. Pauls Dynamik war letztlich der Garant für den Erfolg. Als SVW-Zugänge stehen Keeper Jakob Klinke, Stürmer Metin Mustafi (beide SG Heftrich/Niederseelbach) und Offensivspieler Alireza Mojahedi (Biebrich 02) fest, bestätigt Hünerbein.

SV Wallrabenstein: Machenheimer; T. Ott, Wedekind (30. Bilz), C. Leffler (55. E. Ott), Erdem Kadi (70. Paul), Mikko Meirer, Matti Meier, Böhmer (68. Derix), Kamil (55. Akin), Jaschinger, Kern.

Spvgg. Hochheim: Berz; Stöcker, Süveges (55. Lakatos), Möhn, Karbe, Walther, Stegmaier, R. Maier, Nishida, Mouhaman, Uslu.

Tore: 1:0 Kern (6.), 2:0 Matti Meier (50./an Jaschinger verschuldeter Elfmeter), 2:1 Geis (62.), 2:2 Karbe (63.), 3:2 Paul (85.), 4:2 Kern (90.+3).

Türkischer SV – TuRa Niederhöchstadt 4:1 (1:1). – Die Gäste unterbanden lange den Spielfluss der TSV-Zauberer. Nach Rückstand sorgte Bilal Marzouki für den Ausgleich, ehe die Heimelf den Turbo anwarf. „Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme, ins Spiel reinzukommen“, bekannte TSV-Vorsitzender Ilkay Candogan. Gäste-Keeper Frederick Hiebinger machte noch etliche Topchancen zunichte. Aufgrund einer Knöchelblessur musste Pierre Massfeller früh raus, der für ihn gekommene Sulayman Jallow traf noch doppelt.

Türkischer SV: Vollmer; Ofosu, A. Bektas, Lamsamri, N. Khababa, Tasdelen (80. Quamar), B. Marzouki, P. Massfeller, Amallah, Rudi, Moh. Tahiri.

Tore: 0:1 Tesfazghi (33./von Ofosu verursachter Elfmeter), 1:1 B. Marzouki (42.), 2:1 Rudi (48.), 3:1, 4:1 Jallow (50./60.).

SG Rauenthal/M. – Germania Weilbach 1:4 (1:0). – SG-Coach Matthias Güldener gratulierte Weilbach einerseits zum verdienten Sieg, verwies aber auch auf Umstände, die einem Sieg seiner Formation im Weg standen. Etwa einer nicht mit Rot geahndeten Tätlichkeit eines Gäste-Akteurs und der ausbleibenden Bestrafung nach Foul an Milan Börner. „Außerdem hätten wir zur Pause auch 3:0 führen können.“ Weilbachs Coach Nourdine Ajarar führte noch einen Pfostentreffer seiner Mannschaft an, zeigte sich zufrieden: „Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute Betrieb gemacht.“

SG Ra/Ma: Langer; Fuchs, Söder, J. Knedlik (70. Gudenkauf), B. Hörr, M. Matijevic, Sievers (60. Frey), Ceranski (63. Börner), J. L. Steinmetz, Zeleznik, Zamouri.

G. Weilbach: Sianavas; Hochsatller, Belosevic, Torinomi, Fischer (69. Freund), Kling, Calosevic, Thieme (80. Hame), Dietmar, Wunktke (77. Wesp), Schmutzler (89. Winkler).

Tore: 1:0 Hörr (25.), 1:1 Fischer (47.), 1:2 Torinomi (49./Handelfmeter in der Wiederholung), 1:3, 14 Hame (90.+3/90.+4).

Alemannia Nied – SV Erbenheim 5:2 (2:1).

Die Alemannia legte in der Partie vor und ging mit 2:0 in Führung. Kurz vor dem Pausenpfiff kamen die Gäste aus Erbenheim mit einem Anschlusstreffer aber nochmal dran. „Erbenheim war besonders im Offensivspiel heute brutal“, sah Steffen Kaschel, Trainer der Alemannia Nied. Auch seinem Torwart Militiadis Nastos unterstreichte der Trainer eine Top-Leistung. Nach dem Ausgleichstreffer des SVE brachte ein verwandelter Foulelfmeter die Alemannia auf den Weg zum Klassenerhalt. Durch gut gesetzte Konter erhöhten die Hausherren noch auf 4:2 und 5:2 und konnten den Klassenerhalt perfekt machen. „Wir haben heute in den richtigen Momenten die Tore gemacht und das Glück auf unserer Seite gehabt“, bewertete Steffen Kaschel den Endstand schlussendlich als zu hoch.

SV Erbenheim: Nietsch; Roubiou (87. K. El Bakkaoui)., B. Oukouiss, Dagdevir, S. Marzouki, Smith, Quadah, Clemens, A. Tahiri, Dorul. Dalmeida.

FC Eddersheim II - TuS Dietkirchen II 5:3.

Mit einem 0:3 ging die FCE-Zweite in die Kabine. „Den ersten Durchgang haben wir komplett verschlafen, der Gegner war griffiger, schneller und aktiver in allen Situationen“, erkennt Marco Wronski, Trainer des FC Eddersheim II, die deutliche Pausenführung für den Tabellenletzten als gerecht an. Zur zweiten Hälfte wechselte Wronski drei mal und passte das Spielsystem an, mit Erfolg. Yannick Gutmann eröffnete kurz nach Wiederanpfiff die Aufholjagd (48.). Im Anschluss präsentierten sich die Hausherren dominanter und aktiver, drehten die Partie auch dank einer Gelb-Roten Karte für die Gäste komplett. „Die Jungs haben meine Halbzeitansprache und taktische Umstellung sehr gut umgesetzt“, freute sich Wronski über den 5:3-Heimsieg.

Tore: 0:1 Vicente-Breser (7.), 0:2 Schmitt (45.), 0:3 Vicente-Breser (45.), 1:3 Gutmann (48.), 2:3 Eigentor (68.), 3:3 Gutmann (88.), 4:3 Neumann (90.), 5:3 Siegert (90.).

SG 01 Hoechst - FC Dorndorf 10:3.

Mit viel Spielwitz und einem guten Offensivspiel war die SG Hoechst gegen den FC Dorndorf nicht einzufangen, auch wenn das Team von Sascha Amstätter zunächst einen 0:1-Rückstand einstecken musste. Im Anschluss begannen die Hausherren allerdings ihre vielen Chancen zu nutzen und führten zur Halbzeit mit 4:2. Im zweiten Durchgang sah Amstätter besonders seine Offensivreihe mit Barkan Aksu, Firat Tayboga, Josef Sultani und Raffael Grigoryan als herausragend an. „Dieses Quartett hat im zweiten Durchgang Dorndorf alleine abgeschossen“, sagt Amstätter. „Wir hatten Dorndorf in der zweiten Halbzeit komplett im Sack“, freute sich der Trainer der SG Hoechst, welche nach ihrem Rückzug am Donnerstag ihr letztes Gruppenliga-Spiel bestreiten werden. „Für viele Jungs war das heute Balsam auf der Seele, einen solchen Sieg nochmal geholt zu haben“, erzählt Amstätter.

VfR Limburg - Viktoria Kelsterbach 5:0.

Mit einem dünn besetzten Kader und zwei A-Jugendlichen auf der Bank war für die Viktoria beim Auswärtsspiel in Limburg nichts zu holen. „Limburg war heute einfach klar die bessere Mannschaft“, sieht Daniel Niedermann, sportlicher Leiter der Viktoria, das Ergebnis auch als zurecht an. Quasi chancenlos sei die Viktoria über die gesamten 90 Minuten gewesen, „aber

wir haben uns nicht aufgegeben und die Jungs haben bis zum Schluss gefightet“, berichtet Niedermann.

Damit tritt die Viktoria nach einem Jahr nun offiziell den Weg zurück in die Kreisoberliga an. „Ein Teil vom Kader wird bleiben, ein anderer gehen oder aufhören. Dieses Loch werden wir dann versuchen mit unserem eigenen Nachwuchs zu füllen“, stellt Niedermann den Weg der Viktoria ab Sommer vor.

Tore: 1:0 Gering (6.), 2:0 Schmitz (15.), 3:0 Gering (66.), 4:0 Blecher (80.), 5:0 Neugebauer (89.).