
Darmstadt. In der Gruppenliga hat der FC Alsbach das Abstiegsderby bei Schlusslicht SKV Büttelborn knapp mit 1:2 verloren und ist auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht. Mit dem 0:3 beim FC Fürth kassierte der TSV Altheim die zweite Niederlage in Folge. Das gilt auch für Viktoria Griesheim nach der 0:1-Niederlage bei der TS Ober-Roden. Eine klare 0:3-Heimniederlage bezog der SV Groß-Bieberau gegen den VfR Fehlheim. Dagegen verpasste der SV Münster beim 1:1 gegen den Tabellenzweiten Dersim Rüsselsheim einen Sieg nur knapp.
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Beide Mannschaften begannen nervös und leisteten sich viele Abspielfehler. Auch mit Torchancen war es nicht weit her. Nach der Gelb-Roten Karte gegen Hassan (32.) musste Alsbach in Unterzahl spielen. Gleich darauf markierte Maier (34.) für Büttelborn die Führung. Die Gäste zeigten sich unbeeindruckt, weil Turcanu (40.) bald darauf den Ausgleich erzielte. Nach dem Wechsel war der FCA zunächst das aktivere Team. Mit zunehmender Spieldauer wurden die Gastgeber aber druckvoller. Büttelborns Smajovic traf nur den Pfosten. Alsbachs Defensive wurde immer mehr gefordert. Dennoch war das 2:1 von Maier (86.) bitter, weil zumindest ein Remis für den FCA auf Grundlage der kämpferischen Leistung und trotz Unterzahl möglich war.
Über weite Strecken der ersten Hälfte spielten sich viele Aktionen im Mittelfeld ab. Torraumszenen waren auf beiden Seiten eher die Ausnahme. Umso überraschender fiel das 1:0 von Fürth in der Nachspielzeit, als Altheims Diarra ins eigene Tor traf. Im zweiten Durchgang musste Kozlu (66./Altheim) mit Gelb-Rot vom Platz. Kurz darauf erhöhte Sielmann auf 2:0 für Fürth. Danach übernahmen die Gäste in Unterzahl das Kommando und drückten auf den Anschluss. Pech hatten Sandikci und Schemainda mit Lattentreffern. Es fehlte aber auch an der notwendigen Konsequenz zum Torerfolg. In die turbulente Schlussoffensive der Gäste hinein fiel dann das 3:0, für das Fürths Gebhardt (90.+3) sorgte.
In der ereignisarmen Partie mangelte es beiden Mannschaften an Tordrang. Die erste richtige Chance nutzte Ober-Rodens Yildirim (31.) per Kopfball zur Führung. Griesheim fehlten Ideen, um die Abwehr der Gastgeber erfolgreich aushebeln zu können. Aber auch die TSO war über weite Strecken harmlos in der Offensive, sodass auch Viktorias Abwehr nur selten gefordert war. „Das war ein typisches 0:0-Spiel, die Partie hatte keinen Sieger verdient“, befand Griesheims Vorsitzender Hans Fuß. Griesheim ist damit in der Tabelle weiter abgerutscht.
Fehlheim war überlegen, doch konnte Groß-Bieberaus Abwehr den Gästeangriff immer wieder erfolgreich blocken. Als dann aber Perchner (38.) einen Foulelfmeter zum 1:0 für die Gäste verwandelte, geriet die bis dahin solide SV-Defensive in Konfusion. Das nutzten im weiteren Verlauf Herbel (40.) und abermals Perchner (44.), um eine 3:0-Pausenführung zu erzielen, womit die Partie dem Grunde nach entscheiden war. Nach dem Seitenwechsel verwaltete Fehlheim die Führung. Groß-Bieberau tat sich weiter schwer, in der Offensive Akzente zu setzen - zumal die Abwehr der Gäste ein starkes Bollwerk war. „Das ist ein deutliches Ergebnis. Fehlheim hat seine Chancen konsequent genutzt und war in der Abwehr nicht zu überwinden. Wir müssen unsere Punkte gegen andere Gegner machen“, befand Groß-Bieberaus Sportlicher Leiter Ronald Gerhardt.
Münster zeigte sich vom 1:8-Debakel der Vorwoche bei Spitzenreiter Ginsheim gut erholt und zeigte das von Trainer Naser Selmanaj geforderte andere Gesicht. Mit viel Schwung setzte man Dersim von Beginn an unter Druck und erarbeitete sich gute Möglichkeiten. Schließlich war es Huther (24.), der per Kopf das verdiente 1:0 markierte. Pech hatte Huther danach mit einem Lattentreffer, sodass es zur Pause bei Münsters knapper Führung blieb. Nach dem Wiederanpfiff traf Tayboga mit Dersim erster Chancen nur den Pfosten. Besser machte es in dieser Phase Njie (65.), der zum schmeichelhaften Ausgleich traf. Als Rüsselsheims Celik (68.) mit Gelb-Rot vom Platz musste, schien alles für Münster zu laufen. Allerdings verpasste der SVM das Siegtor, weil es auch am nötigen Glück lag, das den Gastgebern fehlten.