2026-04-16T10:11:10.190Z

Allgemeines

GL: Kim Naas entscheidet den Nervenkrimi

Der Torjäger der SG Wald-Michelbach trifft doppelt beim 2:0-Sieg im Kellerduell beim FC Alsbach +++ FSG Riedrode verliert nach dem Pokal-Halbfionale auch die Partie gegen Geinsheim und ist nur noch Vierter.

von Jan Zehatschek · Heute, 18:30 Uhr · 0 Leser
Mit seinen zwei Treffern entschied Kim Naas das Kellerduell beim FC Alsbach zugunsten der wiedererstarkten SG Wald-Michelbach.	Foto: Dagmar Jährling
Mit seinen zwei Treffern entschied Kim Naas das Kellerduell beim FC Alsbach zugunsten der wiedererstarkten SG Wald-Michelbach. Foto: Dagmar Jährling

Bergstraße (jz/niwa/ü/ net/ü). Es geht weiter aufwärts für die SG Wald-Michelbach um ihren Trainer Benjamin Sigmund. Die Überwälder landeten im Kellerduell der Gruppenliga beim FC Alsbach ihren dritten Sieg in Folge und machten einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt.

Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von Echo Online.

Abteilungsleiter Dimitri Loenko sprach von einem hochverdienten Sieg seiner Mannschaft, die es allerdings unnötig spannend machte. Denn Wald-Michelbach vergab viele Torchancen. Alsbach wurde in der zweiten Halbzeit zudem immer besser. Erst in der 85. Minute erlöste Kim Naas die SGW mit seinem zweiten Tor in einem wahren Nervenkrimi. Naas nutzte einen Pass in die Tiefe, ließ den Torwart aussteigen und traf zur Entscheidung. Der Offensivspieler hatte bereits in der ersten Minute für Furore gesorgt, als er jedoch noch am Pfosten scheiterte. Später dann erzielte der Torjäger das 1:0, ebenfalls nach einem schönen Pass in die Nahtstelle der FCA-Abwehr.

„Wir haben heute von Beginn an die wichtigen Zweikämpfe gewonnen, die zweiten Bälle geholt und gut in die Tiefe gespielt“, sagte Loenko. Die Chancenverwertung allerdings war durchaus kritikwürdig. „Wir hätten nach der ersten Halbzeit höher führen müssen“, monierte der Abteilungsleiter. So witterte Alsbach in Halbzeit zwei seine Chance, wurde mutiger. „Ab der 70. Minute wurde das Spiel dann chaotisch“, sagte Loenko. Doch die Gäste behielten den Überblick und konnten vor allem auf Naas verlassen, der in den entscheidenden Momenten zur Stelle war. Tore: 0:1, 0:2 Naas (20., 85.). – Schiedsrichter: Challioui. – Zuschauer: 100. – Beste Spieler: geschlossene Leistung auf beiden Seiten.

Die Mannschaft von FSG-Trainer Tobias Beltz musste sich nach dem deutlichen 0:7 im Pokal-Halbfinale gegen den SV Unter-Flockenbach auch den abstiegsgefährdeten Geinsheimern geschlagen geben. Thorsten Göck, Sportlicher Leiter der FSG Riedrode, war entsprechend enttäuscht vom Auftreten seiner Mannschaft – vor allem in Halbzeit zwei. „Die war grottenschlecht von uns“, sagte er über die zweite Hälfte. Das kräftezehrende Programm wollte Göck dabei nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Geinsheim war im Kollektiv einfach besser“, sagte der FSG-Verantwortliche. Riedrode indes war in der ersten Halbzeit noch halbwegs auf Kurs. „Aber wir haben zwei Gastgeschenke verteilt“, sagte Göck mit Blick aufs 0:1, das aus einem verwandelten Foulelfmeter resultierte, und das 1:2 durch Fabien Frick in der 27. Minute. Die Gastgeber kamen zwar durch Leon Muench noch vor der Halbzeitpause zurück (2:2, 32.), doch mit Wiederanpfiff hatte Geinsheim zunehmend Kontrolle und gewann am Ende auch verdient. Tore: 0:1 Keller (5., Foulelfmeter), 1:1 Siegler (20.), 1:2 Frick (27.), 2:2 Muench (32.), 2:3, 2:4 Finger (81., 90+5.). – Schiedsrichter: Kaddouri. – Zuschauer: 130. – Bester FSG-Spieler: Ochenschläger.

Der Klassenverbleib für den FC 07 Bensheim rückt nach der 4:5-Niederlage im Duell gegen einen direkten Konkurrenten TSV Seckmauern wieder ein Stück in die Ferne. Eric Franke, der Constantin Renner an der Seitenlinie vertrat, sprach von einem „Tiefschlag“. Trotz eines guten Starts gaben die Nullsiebener die Spielkontrolle fahrlässig aus der Hand, weil „wir den Gegner zum Toreschießen eingeladen haben“. Zur zweiten Halbzeit nahm sich Bensheim noch einmal einiges vor, doch binnen zwei Minuten stellte Seckmauern auf 5:2. Trotz eines Doppelschlages gegen Ende der Partie gelang es Bensheim nicht mehr, das Ruder herumzureißen. Tore: 1:0 Seyfried (9., Handelfmeter), 1:1 Klewar (13.), 1:2 Diehl (28.), 2:2 Budimir (42.), 2:3 Hener (45.), 2:4 Stapp (51.), 2:5 Eigentor Capello (53.), 3:5 Blüm (78.), 4:5 Halla (80.). – Zuschauer: 120. – Beste Spieler: Seyfried/Beck.

Die „Rasenspieler“ krönten eine erfolgreiche Woche und sind durch diesen Erfolg einer der Gewinner des Spieltages. Die unmittelbaren Konkurrenten im Rennen um Platz zwei (Dersim Rüsselsheim und FSG Riedrode) patzten, sodass sich Fehlheim auf Platz drei verbesserte. Grundlage für den verdienten Heimsieg war eine geschlossene Mannschaftsleistung und die war nach den Kraftanstrengungen des VfR in der zurückliegenden Woche auch gefordert. „Man hat gemerkt, dass das heute das dritte Spiel innerhalb einer Woche war. Die Jungs sind schon ein wenig auf der der Rille gelaufen, haben aber defensiv gut gestanden und sich in der Offensive Chancen erspielt und diese genutzt“, berichtete ein zufriedener Sebastian Lindner. Tore. 1:0 Müller (13.), 2:0 Fritsche (34.), 3:0 Perchner (72.). – Zuschauer: 100. – Beste VfR Spieler: geschlossene Leistung.

Auerbach feierte den achten Sieg im achten Spiel des Jahres und rückt damit immer näher an den Aufstiegsrelegationsplatz heran, der nur noch fünf Punkte entfernt ist. Zwischen den Pfosten musste TSV-Trainer Peter Brandenburger einen Wechsel vornehmen. Dominic Herbig ersetzte Konstantin Larkowitsch. Ebenso kehrte Ankido David in die Startformation zurück. Die TSV erwischte einen guten Start in einer insgesamt ausgeglichenen Begegnung und hatte in der ersten Halbzeit die „klareren Chancen“. Entsprechend war die 1:0-Führung durch Fuller zur Halbzeit auch verdient. Eine Viertelstunde nach Wiederanpfiff traf Benarides nach einer „sensationellen Einzelleistung“ zum 2:0. Den Vorsprung spielte die Brandenburger-Elf souverän zu Ende. Der Trainer lobte besonders die Art und Weise, wie seine Mannschaft verteidigte: „Die ganze Mannschaft hat sich gegen das Gegentor gestemmt.“ Tore: 0:1 Fuller (14.), 0:2 Benarides (60.). – Zuschauer: 80. – Beste Spieler: geschlossene Leistung.