
Bergstraße. In der Gruppenliga trennten sich der FC Fürth und der VfR Fehlheim unentschieden. Die FSG Riedrode hat das Verfolgertreffen bei Dersim Rüsselsheim verloren.
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Aufsteiger Fürth schließt ein insgesamt gutes Fußball-Jahr mit einem Unentschieden im Spitzenspiel Fünfter gegen den Vierten ab. „Das Spiel hätte auf beide Seiten kippen können“, sagte FCF-Sportdirektor Marco Knapp. Denn den Gastgebern wurde ein Tor nicht anerkannt. Und die Ripperger-Elf hatte durch Jan Gebhardt und Andreas Adamek den Pfosten getroffen. Fehlheim indes vergab kurz vor Schluss durch den zuvor zweifachen Torschützen Paul Herbel einen an ihm selbst verschuldeten Foulelfmeter. Positiv aus Sicht der Gastgeber: „Wir sind zweimal nach Rückstand zurückgekommen“, sagte Knapp: „Das Ergebnis ist gerecht nach einem sehr intensiven Spiel.“
So empfand es auch Gästetrainer Sebatian Lindner: „Das war eine starke Auswärtsvorstellung meiner Mannschaft, die mit einer geschlossenen Leistung die personellen Engpässe mehr als wettgemacht machte.“ Was Linder aber fuchste: Beide Gegentreffer fielen nach Eckbällen. „Das waren jetzt die Gegentore elf und zwölf nach Standards. Da gilt es, sich im neuen Jahr zu steigern.“ Tore: 0:1 Herbel (14.), 1:1 Gebhardt (30.), 1:2 Herbel (45.+2), 2:2 Adamek (65.). – Schiedsrichter: Heizmann (FC Urberach). – Zuschauer: 100. – Beste Spieler: geschlossene Leistung/Herbel.
David Schmitt kommt zum FC Fürth, Jakob Ihrig geht
In der Winterpause wechselt David Schmidt vom Ligarivalen SG Wald-Michelbach zum FCF. Der Offensivspieler bringe viel Qualität mit, lobt Knapp: „David kann ein Unterschiedsspieler sein, und er passt auch vom Charakter her gut zu uns“. Torwart Jakob Ihrig wird den Verein im Winter mit unbekanntem Ziel verlassen.
Es war nicht das erwartete heiße Derby, eher ein Fußballspiel, das nur selten das Niveau der Gruppenliga erreichte. In der ersten Halbzeit hatte Auerbach mehr Ballbesitz, holte dafür aber zu wenig Torchancen heraus. Immerhin traf René Brunner die Latte (37.). „Wenn der Ball reingeht, läuft das Spiel vielleicht anders“, sagte ein fairer Gewinner Steffen Gils. Der Trainer des FC Alsbach hatte Stürmer Jordan Dörr ins Zentrum einer Fünfer-Abwehrkette gestellt und den Fokus aufs Verteidigen gelegt. „Wir wussten, dass es ein Geduldsspiel wird“, sagte TSV-Trainer Peter Brandenburger. Das traf zu – mit dem besseren Ende für Alsbach. Tore: 1:0 Ibnoughizala (52.), Luke Schwalm (68.). – Zuschauer: 120. – Schiedsrichter: Deisenroth (Offenbach). – Beste Spieler: Hassanzada/keine.
Fürth sicherte sich „drei extrem wichtige Punkte“, wie Trainer Jochen Ingelmann sagte. Denn die Gastgeber haben den Kontakt zu den Nicht-Abstiegsplätzen im letzten Punktspiel des Jahres wieder hergestellt. Chris Diefenbach wurde zum Matchwinner bei den Fürthern: Der Offensivspieler konnte wegen eines Knochenödems über ein Jahr nicht spielen, feierte gestern ab der 67. Minute seine Rückkehr und traf gleich zweimal. „Unglaublich, wie viel Präsenz Chris sofort wieder im Strafraum hatte – er hat schlau gespielt, und damit war sofort wieder ein ganz anderer Zug in der Mannschaft“, lobte Ingelmann. „Kompliment aber an die gesamte Mannschaft nach einer super zweiten Halbzeit – das muss jetzt ganz viel Kraft für die Rückrunde geben.“ Tore: 0:1 Heinz (15.), 0:2 Hähner (29.), 0:3 Smajovic (43.), 1:3 Schwinn (65.), 2:3 Marx (77.), 3:3 Diefenbach (86.), 3:4 Schwinn (88.), 3:5 Diefenbach (90.+5). – Schiedsrichter: Filges (SV Staden). – Zuschauer: 120. – Beste SVF-Spieler: Diefenbach, Marx.
Dersim machte mit seiner ersten Chance das 1:0 gegen bis dahin spielbestimmenden Riedroder. Und der Rückstand brachte die Gäste etwas aus der Fassung. Rüsselsheim war vor allem bei Standards mit Kopfbällen gefährlich, doch gegen Ende der Partie ging den Gastgebern die Luft aus, und die FSG konnte den Gegner im Strafraum einschnüren. „Schade, aber damit müssen wir jetzt leben – wir haben jetzt sieben Wochen Zeit, um die Köpfe frei zu bekommen nach einer doch harten Vorrunde“, sagte Thorsten Göck, Sportlicher Leiter der Riedroder. Tore: 1:0 Tayboga (29.), 2:0 Orbay (90.+1). – Schiedsrichter: Reinke (TSV Haingründau). – Zuschauer: 100. – Beste FSG-Spieler: geschlossene Leistung.
Jörg Gräber, Sportlicher Leiter der Wald-Michelbacher, ärgerte sich über einen unberechtigten Elfmeter: „Das war kein Foul – der Schiedsrichter hat das Spiel entschieden, eine Frechheit.“ Die Überwälder hatten nach Gräbers Ansicht ein gutes Auswärtsspiel abgeliefert. „Die Enttäuschung sitzt tief, aber nicht über die Mannschaft, sondern über die Schiedsrichter. Das hat nichts mit Gruppenliga zu tun.“ Tor: 1:0 Diarra (77., Foulelfmeter). – Schiedsrichter: Benali (FC Hillal Rüsselsheim). – Zuschauer: 100. – Beste SGW-Spieler: geschlossene Leistung.
Der FC 07 hat einen kleinen Erfolg im Kampf um den Klassenverbleib gefeiert. Fabio Hechler und Niclas Blüm hatten die besten Chancen auf den Siegtreffer in einem sehenswerten Fußballspiel mit einem leistungsgerechten Resultat. Etwas macht 07-Trainer Constantin Renner Mut: „Es war gut, dass wir wieder zu Null gespielt haben.“ Zuschauer: 100. – Schiedsrichter: Glasenapp (Offenbach). – Bes. Vorkommnisse: Gelb-Rot für Stork (Münster/68.), Rot für Seyfried (FC 07/76.) jeweils nach Foulspiel. – Beste Spieler: geschlossene Leistung/Tareq Hamed, Anas Hamed.