
Region. Das 13. Spiel der Runde brachte der Spielvereinigung Eltville im Derby gegen die SG Rauenthal/ Martinsthal beim 2:0-Erfolg endlich den lang herbeigesehnten ersten Dreier. Der TSV Bleidenstadt konnte nach 0:2-Rückstand gegen Alemannia Nied mit 4:3 noch die volle Ernte einfahren. Das Topspiel ging mit 2:1 an den VfB Unterliederbach, der nun alleine die Liga anführt. Im Keller feierte der FC Türk Kelsterbach einen wichtigen 1:0-Erfolg.
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Der VfB obenauf, nach dem Sieg ging's ab in Richtung Vereinsheim, wo noch zusammen ein wenig zelebriert wurde. "Es war schon ein wenig Anspannung vor dem Spiel da", gab der sportliche Leiter Patrick Barnes zu. Doch der VfB siegte verdient. Gentian Latifi traf nach fünf Minuten den Posten, Mike de Sousa köpfte wenig später einen Kopfball aus fünf Metern dem gegnerischen Keeper Raphael Laux in die Arme. Dazu sorgte Johannes Moog nach einem langen Ball für die Halbzeitführung der Offheimer. "Über 90 Minuten waren wir aber deutlich überlegen. Gerade in der zweiten Halbzeit hatten wir sehr viel Ballbesitz, Offheim stand nur hinten drin", sagte Barnes. Barkan Aksu traf nach gut einer Stunde nach Vorlage von Yejin Yi zum Ausgleich, eine Viertelstunde später traf Robel Moges zum Sieg. Kurz vor dem Ende lag nochmal der Ausgleich in der Luft, doch ein SCO-Stürmer setzte den Ball nach Querpass vorbei. "Den hatte ich schon drin gesehen", sagte Barnes. Der seiner Mannschaft ein Sonderlob aussprach. Es erhärtet sich der Eindruck: Auf dem Weg Richtung Verbandsliga kann sich der VfB Unterliederbach in dieser Saison eigentlich nur selbst schlagen. "Wenn wir unsere Qualität auf den Platz bringen, gibt es nur wenige Mannschaften, die uns Kopfschmerzen bereiten können", sagt Barnes.
Tore: 1:0 Moog (21.), 1:1 Aksu (59.), 1:2 Moges (75.).
Gästecoach Matthias Güldener war schwer enttäuscht von seinem Team: „Wir hatten 80 Prozent Ballbesitz, viele gute Möglichkeiten, aber unter dem Strich die erforderliche Leidenschaft für ein Derby nie auf den Platz gebracht.“ „Wir wollten es einfach mehr, haben gegen alle Widerstände gekämpft bis zum Umfallen und daher verdient gewonnen“, war Sven Klärner nach dem ersten Dreier voll des Lobes für sein ganzes Team. A-Jugendspieler Max Hauser, der erst beim Warmmachen für Marc Martin Lopez ins Team rutschte, hatte samstags schon in der A-Jugend gespielt, traf zum 1:0. Der eingewechselte Rijad Halimi hatte sein Adrenalin nicht in Griff, sah nur drei Minuten nach seiner Einwechslung nach einem Ellenbogencheck Rot (75.). In Unterzahl setzte die Heimelf in der Nachspielzeit noch einen Konter.
Tore: 1:0 Hauser (37.), 2:0 Weygandt (90.+3).
SVW-Coach Daniel Dylong war 70 Minuten mit seinem Team hochzufrieden, vermisste am Ende dann in Überzahl jedoch die Lösungen: „Stark, dass Florian Jaschinger mal wieder getroffen hat, anschließend hätten wir jedoch auf 1:3 stellen können.“ Erbenheim verlor noch vor der Pause Edgard Krebs mit Gelb-Rot. Die Unterzahl stachelte die Platzherren jedoch an, Pierre Massfeller traf nach einer Stunde per Strafstoß zum Endstand.
Tore: 0:1 Akin (27.), 1:1 Grigoryan (31.), 1:2 Jaschinger (38.), 2:2 P. Massfeller (60.).
„Irgendwie läuft es in dieser Runde auswärts für uns besser als zuhause“, sparte FCB-Coach René Keutmann nicht mit Lob für die starke Vorstellung. Dorndorf verlor zu oft die Bälle durch ungenaues Passspiel, was die Gäste zu schnellen Kontern nutzten. Der eingewechselte Gentrit Haxhosaj machte nach einem Abpraller den Deckel drauf. Beim Stand von 0:1 hatte Bierstadt bei einem Lattentreffer auch das Glück auf seiner Seite.
Tore: 0:1 Nickel (43.), 0:2 Haxhosaj (65.).
Die Biebricher Youngster zeigten über eine Stunde, dass sie auch mit den Spitzenteams mithalten können, lagen da mit 4:2 verdient vorne. „Am Ende hat die Kraft nachgelassen und Eddersheim konnte mit individueller Klasse das Ganze noch drehen“, war Biebrichs Co-Trainer Ümit Balikci dann doch etwas enttäuscht. Knackpunkt dabei auch die Rote Karte gegen Lenart Hasani, der sich nach einem Foulspiel zu einer Unsportlichkeit hinreißen ließ (70.). Stark beim Verlierer: Mo Boutakhrit, der viel Schwung reinbrachte. Bei den Gastgebern schnürte Yannik Gutmann einen Dreierpack, dazu brachte die Hereinnahme des erfahrenen Marc Eichfelder und der Positionswechsel von Janic Pessel von der Innenverteidigung ins rechte offensive Mittelfeld den entscheidenden Schub für die Aufholjagd. Bei den beiden Gegentreffern vor der Pause bemängelte Eddersheims Coach Marco Wronski passives Zweikampfverhalten seiner Abwehr. "Ich habe das Gefühl: Wenn wir merken, dass wir spielerisch klar besser sind, fühlen wir uns zu sicher. Die erste Halbzeit war pfui, die zweite war hui."
Tore: 1:0, 2:2, 7:4 Gutmann (9., 39., 90.), 1:1 Hasani (21.), 1:2 Boutakhrit (34.), 2:3 Jessegus (41.), 2:4 Stegmaier (48.), 3:4 Pessel (58.), 4:4 Neumann (68.), 5:4 Baatz (81. 6:4 Muth (83.).
Nach 15 starken Anfangsminuten musste der TSV zwei Nackenschläge zum 0:2 hinnehmen, zeigte jedoch eine tolle Moral. Zunächst musste Stammkeeper Benjamin Rick verletzt raus, wurde jedoch von Hamza Abusalim bei seinem Gruppenligadebüt top ersetzt. Für den ebenfalls angeschlagenen Kapitän Philipp Webert kam Nico Hörrmann, wurde mit einem Doppelpack zum Matchwinner. „Das Spiel macht viel Hoffnung“, war Patrick Engelmann happy.
Tore: 0:1 Ullrich (23.), 0:2, 1:3 Becker (31., 53.), 1:2 Bellin (52.), 2:3 Eigentor Mbenoun (65.), 3:3, 4:3 Hörrmann (78., 89.).
Die Gäste weiter im Personal-Notstand, auch diesmal nicht mit Glück gesegnet: „Im ersten Angriff gleich das 1:0, dann beim zweiten Tor geschlafen und kurz darauf völlig übertrieben Gelb-Rot gegen Egzon Sula, da konnten wir schon die weiße Fahne hissen“, war SVN-Trainer Andre Meudt bedient. Dabei hatte seine Truppe zehn starke Minuten vor der Pause, während die Gastgeber im Ausnutzen ihrer Möglichkeiten eiskalt waren. Bei den wenigen Niedernhausener Chancen parierte Frederick Hiebinger glänzend. TuRa ist nun Vierter. "Wir haben wirklich ein gutes Spiel hingelegt und freuen uns nun auf die Partie in Unterliederbach", sagte TuRa-Abteilungsleiter Carsten Ache.
Tore: 1:0, 3:0 Krebs (1., 69.), 2:0, 4:0 Nocht (14., 82./FE)
„Wir waren schwach, unser Sturm nur ein Lüftchen“, sprach Amir Kadiric von einem hochverdienten Sieg der Heimelf. Timo Grünewald hatte trotzdem zwei Minuten vor dem Abpfiff den Ausgleich auf dem Fuß, allein Redzo Krijestorac lag über dem Schnitt. Das goldene Tor des Tages erzielte Cem Barlik per Kopf nach Flanke von Spielertrainer Kilic Görgülü. Dass es nur bei einem Kelsterbacher Tor blieb, konnte der sportliche Leiter der Gastgeber, Rachid Rahou, kaum glauben. "Unser bestes Saisonspiel. Es mag unverschämt klingen - aber wir hätten heute zweistellig gewinnen können bei so vielen Chancen. Eine super Leistung der gesamten Mannschaft."
Tor: 1:0 Barlik (29.)