
Bergstraße. Die TSV Auerbach hat am Sonntag das Derby der Gruppenliga mit 3:1 (2:1) gegen den FC 07 Bensheim gewonnen, womit Peter Brandenburger der erste Sieg als neuer TSV-Trainer gelungen ist – noch dazu gegen seinen ehemaligen Club.
Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von Echo Online.
An den regennassen Kunstrasen mussten sich in den ersten Minuten beide Mannschaften erst gewöhnen. Am schnellsten damit klar kam die TSV. Ellington Fuller brachte seine Mannschaft in Führung, nachdem Vincent Hilgert und René Brunner an 07-Torwart Kurz gescheitert waren, und verschoss unmittelbar im Anschluss einen Elfmeter. In der Folge wurden die Rot-Weißen nachlässig. Luca Albrecht nutzte das zum 1:1. Dann war es der FC 07, der der spielstarken TSV den zweiten Foulelfmeter schenkte, die so vor der Pause verdient 2:1 in Führung ging. Es blieb ein umkämpftes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, das Fuller mit dem 3:1 kurz vor Schluss für Auerbach entschied.
„Ich denke, das war ein verdienter Sieg. Das Gegentor darf uns trotzdem nicht passieren. Wir hätten es sonst früher klarmachen können“, sagte TSV-Trainer Peter Brandenburger. Nullsieben-Trainer Constantin Renner befand: „Wir hatten in der zweiten Hälfte gute Chancen und waren bis zum 3:1 sogar dran.“ Tore: 1:0 Fuller (25.), 1:1 Albrecht (30.), 2:1 David (41., Foulelfmeter), 3:1 Fuller (84.). – Bes. Vorkommnis: Kurz (FC 07) hält Foulelfmeter von Fuller (28.). – Zuschauer: 350. – Schiedsrichter: Binstadt (Darmstadt). – Beste Spieler: Fuller, Hilgert/Albrecht.
Die Gastgeber waren gut im Spiel und hatten dem Spitzenreiter in den ersten 30 Minuten durchaus etwas entgegenzusetzen. Trainer Jochen Ingelmann lobte das griffige Spiel seiner Mannschaft. „Wir waren aggressiv und haben viele Zweikämpfe gewonnen“, sagte er. Doch dann drehte der Primus immer mehr auf, und auch die individuelle Klasse des Tabellenersten habe sich bemerkbar gemacht, wie der SVF-Trainer sagte. Positiv: Die Fürther gingen ans Limit, „und in den ersten 30 Minuten hat man gemerkt, dass wir auch mit Spitzenteams mithalten können“. Und darauf wollen die Fürther jetzt aufbauen. Tore: 0:1 (53.), 0:2 Lutz (65.), 0:3 Czepecha (82.). – Schiedsrichter: Kreyer (Hochtaunus). – Zuschauer: 200. – Beste SVF-Spieler: Eckstein, Flohr.
Die Gastgeber bleiben Spitzenreiter VfB Ginsheim weiter dicht auf den Fersen. Sie taten sich in der ersten Halbzeit zwar zunächst etwas schwer, bekamen aber schnell Zugriff auf das Spiel und agierten schließlich überlegen und mit viel Ballbesitz. Seckmauern suchte sein Glück mit weiten Bällen. Die FSG indes spielte guten Fußball, war geduldig und überzeugte im Passspiel. „Kurz vor der Halbzeit waren wir zwar etwas von der Rolle, und da hätte Seckmauern auch ein Tor erzielen können“, sagte Thorsten Göck, Sportlicher Leiter der FSG. Alles in allem sei es aber ein ungefährdeter Sieg gewesen. Rojhat Akcan wurde zum besten Spieler auf der Seite der Gastgeber, weil Trainer Beltz das Team leicht umgebaut hatte und Akcan somit mehr Freiraum gab. Und Akcan dankte es mit zwei Toren und guten Vorlagen. Tore: 1:0 Siegler (29.), 2:0 Akcan (55.), 3:0 Kilian (63.), 3:1 Raitz (81.), 4:1 Akcan (83.). – Schiedsrichter: Mayer (Hellas Rüsselsheim. – Zuschauer: 80. – Bes. Vorkommnis: Gelb-Rot für Beck (90., TSV) wegen Beleidigung. – Bester FSG-Spieler: Akcan.
Dritte Niederlage für den zuvor so starken Aufsteiger aus Fürth. „Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht in einen Negativlauf kommen“, sagte Sportdirektor Marco Knapp und forderte: „Wir müssen jetzt schnell die Kurve kriegen.“ Die nächste Chance bietet sich den Fürthern am Mittwoch im Derby beim FC 07 Bensheim. Doch bis dahin muss die Mannschaft von Trainer Ralf Ripperger einiges aufarbeiten. Denn auf durchnässtem Naturrasen in Geinsheim habe die Einstellung nicht wirklich gestimmt, wie Knapp sagte. Und statt mit der Situatíon zu hadern, „hätten wir uns auf Zweikämpfe konzentrieren müssen und auf die zweiten Bälle, aber wir haben uns den Schneid abkaufen lassen. Wir haben verdient verloren, weil wir nicht gut waren.“ Tore: 0:1 Adamek (17.), 1:1 Seidel (44.), 2:1 Finger (61., Foulelfmeter), 3:1 Losert (78.). – Schiedsrichter: Enzmann (SV Ober-Mörlen). – Zuschauer: 100. – Beste FCF-Spieler: keine.
Die Mannschaft von Trainer Benjamin Sigmund hatte sich zu keinem Zeitpunkt aufgegeben, habe sich am Ende aber auch aufgrund fragwürdiger Schiedsrichterentscheidung geschlagen geben müssen. Jörg Gräber, Sportlicher Leiter der SGW, haderte jedenfalls mit den Unparteiischen: „Das ist eine Frechheit.“ Doch zur Wahrheit gehört auch, dass sich die Überwälder auch selbst geschlagen haben nach verschlafener erster Halbzeit. Tore: 1:0 Gattnar (19.), 1:1 Schmidt (24.), 2:1 Mustafa (27.), 3:1 Ahmada (35.), 4:1 Henkelmann (38.), 5:1 Mustafa (50.), 5:2 Trares (78.), 5:3 Naas (80.), 6:3 Keck (84.), 6:4 Ripper (87.). – Schiedsrichter: Mellin (FV 06 Sprendlingen). – Zuschauer: 150. – Beste SGW-Spieler: geschlossene Leistung.
Sebastian Lindner war enttäuscht. „Das waren zwei verlorene Punkte“, sagte der VfR-Trainer. 80 Minuten lang hatten die Grün-Weißen das Spiel dominiert. Es seien „zwei dumme Fouls“ gewesen, sagte Lindner, die den Gegner in aussichtsreiche Freistoßsituationen brachten. Vor dem 2:2 habe man „katastrophal verteidigt“, so Lindner, der sich nicht erklären konnte, wie der besagte Freistoß im Tor landete. Für seine Elf hatte Lindner „15 bis 20 Chancen“ gezähl – für Büttelborn drei. Tore: 0:1 Perchner (13.), 0:2 Felix (33.). 1:2 Vincislao (90.), 2:2 Kouraji (90.+4). – Zuschauer: 80.