
Darmstadt. In der Gruppenliga ist das Spiel des FC Alsbach gegen Aufsteiger TSV Altheim kurz vor Ende beim Stand von 2:0 für die Gäste abgebrochen worden. Der SV Münster unterlag dem SV Groß-Bieberau auf eigenem Platz mit 0:2. Viktoria Griesheim kam trotz einer Vielzahl guter Torchancen bei Dersim Rüsselsheim mit 1:4 unter die Räder.
Dieser Text wird euch kostenlos zur Verfügung gestellt von Echo Online.
Die Partie stand kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit, der TSV Altheim führte mit 2:0. Nach Angaben von Altheims Trainer Adis Ahmetovic wurde in der 89. Spielminute einer seiner Spieler, der verletzt auf dem Boden lag, von Zuschauern, die dem FC Alsbach zuzuordnen waren, rassistisch beleidigt. Es soll sich um Affenlaute gehandelt haben, die dem Spieler zugerufen wurden. Der Schiedsrichterassistent an der Linie bekam das mit, rief den Referee an die Seitenauslinie und schilderte den Vorfall. Daraufhin unterbrach der Schiedsrichter die Partie und rief beide Teams in die Kabine. Im Umfeld der Kabine soll es dann zu Tumulten und Auseinandersetzungen unter den Zuschauern gekommen sein. Dies nahm der Schiedsrichter zum Anlass, das bis dahin unterbrochene Spiel ganz abzubrechen. Alsbachs Trainer Steffen Gils bedauerte den Vorfall und betonte, dass das nicht der FC Alsbach sei, sondern um die Entgleisung einiger weniger, was dem Verein sehr schade. Mit dem Vorfall wird sich nun das Regionalsportgericht des Fußball-Verbandes befassen, möglicherweise auch der Verbandsanwalt.
Nur das Ergebnis betrachtet, musste es sich um eine klare Sache für die Rüsselsheimer gehandelt haben. Für Griesheims Vorsitzender Hans Fuß war es aber erneut ein Spiel der verpassten Chancen seiner Mannschaft, die einmal mehr gegen alles in allem biedere Rüsselsheimer eine unnötige Niederlage kassierte.
Tayboga (19.) und Neffati (24.) besorgten die Pausenführung für die Gastgeber, während Volk, Stumpf und Petri (Pfosten) jeweils knapp für die Viktoria scheiterten. Das 3:0 von Neffati (52.) traf Griesheim schwer. Danach scheiterten Bender, Aimene und Köhler am Toraluminium. Zwar konnte Stumpf (68.) verkürzen, doch sorgte Tayboga (70.) für den 4:1-Endstand.
Zum Haare raufen war es einmal mehr für Münsters Trainer Naser Selmanaj. Seine Mannschaft war spielerisch überlegen und erspielte sich ein Reihe guter Möglichkeiten. Stork und Abreha vergaben aussichtsreich. Groß-Bieberau stand betont defensiv, hatte in der Abwehr aber immer wieder Lücken, was jedoch ohne Folgen blieb. Nach der Pause scheiterten erneut Abreha, Kreher und Anas Hamed für Münster. Das wurde schließlich bestraft, weil Halbig (73.) die Gäste fast aus dem Nichts in Führung brachte. Dann leistete sich Groß-Bieberaus Klinger (78.) sogar noch den Luxus, mit einem Foulelfmeter an Münsters Schlussmann Hamm zu scheitern. Mit dem 2:0 von Halbig (86.) entschied Groß-Bieberau dann das Spiel aber und beendete damit zwei Serien: die von fünf ungeschlagenen Spielen des SVM und vier eigenen Partien in Folge, die man nicht gewinnen konnte.
„Wir haben wieder einmal viel investiert, aber einmal mehr Chancenwucher betrieben“, meinte SVM-Trainer Naser Selmanaj. Groß-Bieberaus Sportlicher Leiter Ronald Gerhardt sah es ganz entspannt: „Im richtigen Moment haben wir die passende Antwort gegeben. Die drei Punkte tun uns gut“.