
Fürth. Der TSV Seckmauern hat in der Fußball-Gruppenliga im Kampf um den Klassenerhalt einen herben Rückschlag erlitten. Die Odenwälder boten bei Konkurrent SV Fürth eine desolate Leistung im zweiten Spielabschnitt und unterlagen deutlich mit 1:9 (1:2). "Eine Niederlage, die auch in der Höhe in Ordnung geht", räumte der verletzte TSV-Spielertrainer Lucas Oppermann ein.
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Dabei habe sein Team in der ersten Halbzeit eine akzeptable Leistung gezeigt und hätte mit etwas Glück sogar selbst in Führung liegen können. Das frühe 1:0 der Gastgeber durch Lars-Eric Schwinn, der nach Flanke von Patrik Babic einnetzte (10.), konnte der TSV durch einen Kopfball von Dario Hener noch kontern (23.). Kurz vor der Pause ging Fürth durch einen Distanzschuss von Yannick Marx dann wieder in Führung (38.). "Für das, was dann in der zweiten Halbzeit passiert ist, fehlen mir einfach die Worte", erklärte Oppermann.
So kassierten die Odenwälder im zweiten Abschnitt noch sieben Gegentore, überschritten damit für diese Spielzeit die Schwelle zum dreistelligen Bereich (insgesamt 104 Gegentreffer) und stellen die schlechteste Defensive der Liga. Dem 3:1 von Adis Dolicanin (48.) folgte zunächst der zweite Treffer von Lars-Eric Schwinn (59.). Außerdem trugen sich noch Chris Diefenbach (63.), Leon Weise (66.), Björn Kabel (74.), Melvin Elenberger (81.) und Nils Eckstein, der den 9:1-Endstand besorgte (85.), in die Torschützenliste ein. "Das war leider Kinderfußball und weit weg von jedem Gruppenliga-Niveau, was wir da nach der Pause angeboten haben, vor allem in der Zweikampfführung", kritisierte Oppermann. Die personellen Probleme und verletzungsbedingten Ausfälle alleine dürften dabei nicht als Erklärung dienen. Seckmauern rutscht damit auf den 16. Platz ab und taumelt der Kreisoberliga immer weiter entgegen.
Durch den Sieg des SV Geinsheim gegen die TSV Auerbach beträgt der Abstand auf den voraussichtlichen Relegationrang 13 nunmehr sieben Zähler. "Wir müssen uns überlegen, ob wir in den letzten vier Spielen noch ein Statement Pro Gruppenliga setzen möchten oder ob wir uns damit abfinden. Du kannst zwar auch mal schlecht spielen, aber wir haben in der zweiten Halbzeit gar nicht mehr gespielt", bemängelte Oppermann.