2025-12-03T05:51:34.672Z

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8:0! - Die U23 des FV Biebrich überrollt den SV Wallrabenstein
8:0! - Die U23 des FV Biebrich überrollt den SV Wallrabenstein – Foto: Willi Roth

GL: 02-Zweite deklassiert SV Wallrabenstein

Neuer Kunstrasenbelag verleiht Biebricher Gruppenliga-Unterbau Flügel +++ Heimdreier für FC Bierstadt und SV Erbenheim

Region . Die Gruppenliga-Zweite von Biebrich 02 sicherte sich im Abstiegskampf Big Points, überfuhr den zuletzt so starken SV Wallrabenstein im ersten Spiel auf dem neuen Kunstrasen gleich mit 8:0. In den wichtigen Nachbarduellen SV Erbenheim gegen den SV Niedernhausen und FC Bierstadt gegen den TSV Bleidenstadt blieben jeweils die Gastgeber knapp mit 2:1 obenauf. Die SG Rauenthal/Martinsthal blieb auch im zweiten Spiel nach dem Trainerwechsel mit 2:5 beim FC Eddersheim II ohne Punkt.

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Glücklicher Heimsieg für den Favoriten. „Wenn es zur Pause 0:2 steht, kann niemand etwas sagen“, resümierten FCB-Coach René Keutmann und Gästesprecher Patrick Engelmann unisono. Bierstadt agierte zunächst zu lässig, benötigte in der Pause einen Weckruf. „Wir waren dann giftiger und willensstärker“, freute sich Keutmann über den Arbeitssieg. „Wir sahen bei den Gegentreffern schlecht aus, hätten aber im zweiten Abschnitt einen Elfer bekommen müssen“, trauerte Engelmann dem verpassten Punkt nach. Wie schon die letzten Gegner beschwerte er sich über die fehlenden Duschmöglichkeiten nach der Partie: „Das gehört bei Gruppenligaspielen einfach zwingend dazu.“

Bierstadt: Woloszyn; Marcel Krabler, Soumare, Ceglie, Kruse, Krambo, Bannor, Wintermeyer, Götz, Nickel, Muschter (L. Keutmann, Sousa de Brito, Siebenkittel, Bauschke).

Bleidenstadt: Petschulies; Akdag, Webert, Weimer, Getto, Winkelmann, Golle, Bellin, Thamer, Westerwelle, Hörrmann (Gebel, Dedic). - Tore: 0:1 Weimer (39.), 1:1, 2:1 Wintermeyer (48., 74.).

Bilal Oukouiss war mit seinem Doppelpack der Matchwinner. „Eine unnötige Ecke und ein dilettantischer Hackentritt brachten uns um den gut möglichen Punktgewinn“, war Stephan Mohr ansonsten mit dem Gästeteam durchaus zufrieden. Bis zum 2:1 hatten die Gäste Vorteile, anschließend zeigte die Heimelf eine starke Defensivvorstellung. Niedernhausen fehlte vorne die Effektivität, Cotrainer Sebastian Gurok war als unermüdlicher Ankurbler stark.

Erbenheim: Nietsch; Roubiou, Pitas, Afghanyar, Oukouiss, Smith, P. Massfeller, Grigoryan, Ouadeh, D. Massfeller, Feidt (Nguyen, Dagdevir, Dalmeida).

Niedernhausen: Kottek; Petrovic, Wohn, Sanandajizadeh, Taibi, Gurok, Schwerdt, Perez de los Santos, Hammesfahr, Stock, T. Flemming (Sula, Meudt, von Tein, Lehmann). - Tore: 1:0, 2:1 Oukouiss (45., 57.), 1:1 Wohn (49.).

Paukenschlag für die Biebricher Zweite: Nach relativ offenem ersten Durchgang gaben die Gastgeber bis zum Ende nicht nach, während sich Wallrabenstein spätestens nach dem dritten Gegentor seinem Schicksal ergab. Nachdem Niklas Stegmaier nach einer halben Stunde zur Führung traf, verpassten die Gäste wenig später eine Elfmeterchance: 02-Keeper Uin Ono hielt den gut geschossenen Strafstoß von Matti Meier bärenstark. „Wir wurden nach gutem Start endlich mal wieder für unseren Aufwand belohnt und kombinierten zum Teil überragend“, wollte Volkan Zer diesmal vor allem Youngster Tom Kraft hervorheben.

Biebrich: Ono; Jessegus, Klee, Koch, Ricciardi, Stegmaier, Boutakhrit, Puchalla, Kraft, Tahiri, Stettler (Zatorski, Barry, Aryaie).

Wallrabenstein: Machenheimer; Ott, Paul, Kadi, Reil, Kamil, Akin, Mojahedi, Matti Meier, Jaschinger, Bilz (Mustafi, Hünerbein, Bördner). - Tore: 1:0, 4:0 Stegmaier (30., 70.), 2:0 Stettler (48.), 3:0 Kraft (65.), 5:0, 8:0 Tahiri (74., 88.), 6:0 Puchalla (79.), 7:0 Eigentor Paul (85.).

Als Goalgetter Marcus Weinhardt mit seinem zweiten Treffer per Strafstoß in der 89. Minute erneut ausglich, schienen die Gäste den erhofften Punkt im Sack zu haben. „Nach einem Fehler bei einem Einwurf luden wir die Heimelf jedoch zu einem Konter ein und standen am Ende mit leeren Händen da“, bedauerte SKG-Trainer Efkan Yildiz die Pleite nach einem Spiel auf Augenhöhe.

SKG 23: Sghiouri; Fachinger, Chahloul, Triovac, Kosche, Weinhardt, Bujnov, Gökcöl, Fey, Kocak, Hibiya (Ajmal Koochi, Dayan). - Tore: 1:0, 2:1 Dankof (8., 32.), 1:1, 2:2 Weinhardt (21., 89.), 3:2 Weiß (90.+2).

Die Gäste hielten lange gut dagegen, empfanden den Strafstoß zum 2:1 zumindest als strittig und hatten nach der Roten Karte gegen Dominik Gudenkauf (56.) nichts mehr zuzusetzen. „Der Gegner war stark“, sah Daniel Schadel trotz der Niederlage viel Positives.

„Das war ein dominanter und verdienter Heimsieg, der auch noch höher hätte ausfallen können“, resümierte Marco Wronski, Cheftrainer des FC Eddersheim II. Besonders erfreut zeigte sich der Coach über das Debüt von Noel Löbelt, der laut Wronski „ein sehr gutes erstes Spiel gemacht hat“. Auch die Unparteiischen erhielten ein Lob. „Das Schiedsrichtergespann hat eine sehr gute Partie geleitet“, so der FCE-Trainer.

Rauenthal: Langer; Frey, Fuchs, Gudenkauf, Schmidt, Karle, Matijevic, Steinmetz, Berg, Ceranski, Sievers (Blanke, Reusing, Hörr, Herzau, Zamouri). - Tore: 1:0 Gutmann (18.), 1:1, 4:2 Schmidt (23., 86.), 2:1 Pessel (32.), 3:1, 4:1 Voit (48., 72.), 5:2 Dolmaz (88.).

Marlon Klärner und Eric Gebel verpassten beim Verlierer klare Möglichkeiten, empfanden das 0:2 kurz vor der Pause als Nackenschlag. „Gegen einen starken Gegner waren wir mit vier A-Jugendlichen aber letztlich chancenlos“, gab Eltvilles Sven Klärner zu.

Eltville: Walter; Weygandt, George, Cil, Klärner, E. Gebel, Balik, Zaltenbach, Nana Kicheu, Schöppler, Karassawa (Karimkhel, Jahn, Plock). - Tore: 0:1, 0:2, 0:4 Matthews (10., 42., 76.), 0:3 Aksu (69.).

„Drei Chancen, drei Tore“, empfand Amir Kadiric den Sieger vor dem Tor als sehr abgezockt. Diedenbergen war gut dabei, hatte aber bei einem strittigen Abseitstreffer von Torschütze Deniz Pekgüzelyigit und bei einem Kopfball des starken Timo Grünewald nicht gerade das Glück gepachtet. „Diedenbergen hat es uns richtig schwer gemacht“, sagte TuRa-Sportdirektor Carsten Ache, der von einem „hart umkämpften Heimsieg“ sprach.

Mit dem Erfolg behauptet TuRa den zweiten Tabellenplatz. Ache blickt trotz des Sieges realistisch nach vorn. „Nach den nächsten drei schweren Spielen werden wir sehen, wie weit wir wirklich sind.“

Diedenbergen: Wagner; Potlitz, Wartusch, Pekgüzelyigit, Friedrich, Grünewald, Pagliaro, Redzic, Verkic, Grubisic, Korominas (Krijestorac, Fell Bosenbeck). - Tore: 1:0 Colloseus (11.), 1:1 Pekgüzelyigit (29.), 2:1 Krekovic (45.), 3:1 Nocht (75.).

Die Gäste aus Nied erwischten den besseren Start und gingen bereits in der 18. Minute durch Philipp Ulrich in Führung. „Nied war in der Anfangsphase deutlich überlegen“, erklärte FC-Trainer Can Kilic nach dem Spiel. Doch Kelsterbach fand nach rund 30 Minuten besser in die Partie. Mirza Music sorgte in der 36. Minute für den Ausgleich und drehte die Begegnung nur sechs Minuten später (42.) mit seinem zweiten Treffer zugunsten der Gastgeber. Nach dem Seitenwechsel drängte Nied auf den Ausgleich – mit Erfolg. Tarik Choukairi traf in der 71. Minute zum 2:2-Endstand. „Danach war es ein offenes Spiel, in dem beide Teams ihre Chancen hatten“, sagte Kilic. Insgesamt sei „das am Ende ein gerechtes Unentschieden“ gewesen. Trotz der verpassten drei Punkte zeigte sich der Coach zufrieden: „Wir müssen uns am Ende mit dem Punkt zufriedengeben.“



Aufrufe: 02.11.2025, 19:33 Uhr
Hartmut Steindorf, Luca PalmerAutor