
Oben wird’s eng, unten wird’s ernst: Der 1.FC Schwalmstadt reist zum Verfolger SG Neukirchen/Röllshausen, während TSV Korbach und FSG Gudensberg das Titelrennen mit einem direkten Duell beeinflussen können. Gleichzeitig zählt im Abstiegskampf jeder Zähler doppelt und gerade im Keller warten am Wochenende gleich mehrere richtungsweisende Duelle.
Volle Offensivpower
Korbach bekommt mit Gudensberg sofort einen Gradmesser vor die Brust. Die Gäste stellen mit 51 Toren die torgefährlichste Mannschaft der Liga, Korbach liegt mit 44 Treffern nicht weit dahinter – das riecht nach einem offenen Spiel. Für Gudensberg geht es darum, den Kontakt zur Spitze zu halten; Korbach kann mit einem Heimsieg wieder voll in die obere Verfolgerrolle rutschen. Tabellenpsychologisch ist es ein „Sechs-Punkte-Spiel“ im oberen Block.
Klare Angelegenheit?
Sand ist klarer Favorit gegen Schlusslicht Mengeringhausen, auch weil die Gäste bislang erst einen Punkt gesammelt haben. Für Sand ist es die Sorte Spiel, die man im Blick nach oben schlicht gewinnen muss – gerade in einer Saison, in der es vorne wie hinten eng bleibt. Mengeringhausen kommt mit dem Ziel Klassenerhalt, braucht dafür aber dringend Erfolgserlebnisse. Sand kann mit einem Pflichtdreier den Abstand nach oben verkürzen.
Gipfeltreffen zum Auftakt
Das Spitzenspiel: Neukirchen/Röllshausen empfängt Tabellenführer Schwalmstadt. Schwalmstadt hat erst ein Saisonspiel verloren und reist leicht favorisiert an, Neukirchen wiederum kann mit einem Dreier bis auf zwei Punkte heranrücken. Für beide ist es ein richtungsweisender Abend im Rennen um Platz eins – und gleichzeitig ein echter Prüfstein für die jeweiligen Ambitionen „oben mitzuspielen“.
Hartplatz als Chance?
Die Wölfe wollen nach dem jüngsten 1:2 in Mengsberg wieder in die Spur – doch Altenlotheim kommt mit Rückenwind. Der TSV hat zuletzt in Schauenburg nach frühem Rückstand gewonnen und sich damit auf Rang vier geschoben. Wolfhagen II kann mit einem Heimsieg auf dem heimischen Hartplatz den Abstand nach oben verkürzen, Altenlotheim würde mit drei Punkten seine Position in der Spitzengruppe festigen. Ein klassisches Duell „oben dranbleiben“ gegen „nachlegen“.
Kellerduell in Felsberg
Unten wird’s direkt: Brunslar/Wolfershausen trifft auf Mengsberg – beide brauchen Punkte, um sich vom Strich wegzuarbeiten. Die Engelhainer haben mit dem 2:1 gegen Wolfhagen II zuletzt ein wichtiges Signal gesetzt und sind wieder näher ans Mittelfeld gerückt. Für Brunslar ist es die Chance, im direkten Vergleich aufzuschließen; Mengsberg kann mit einem Auswärtssieg den Abstand nach unten vergrößern. In einer Liga mit möglicherweise vier Absteigern ist so ein Spiel oft mehr als nur „ein Dreier“.
FeLoNi braucht Punkte
FeLoNi steht weiter unter Druck und braucht im Abstiegskampf dringend Zähler. Schauenburg kommt als Mittelfeldteam, kann aber mit einem Auswärtssieg die Position in der oberen Tabellenhälfte stabilisieren. Für FeLoNi wird entscheidend sein, die eigene hohe Gegentorzahl (60) in den Griff zu bekommen – sonst wird jeder Punkt zur Kraftprobe. Schauenburg hat nach dem 1:2 gegen Altenlotheim etwas gutzumachen.
Harmlose Offensiven
Ein Duell aus dem unteren Mittelfeld: Homberg empfängt Melsungen. Für Homberg zählt jeder Punkt, um nicht noch tiefer in den Abstiegssog zu geraten, während Melsungen die Chance hat, sich mit einem Auswärtssieg spürbar abzusetzen. Beide Teams sind mit jeweils 20 Toren offensiv eher sparsam unterwegs – hier könnte am Ende die Effizienz entscheiden. Ein typisches „Nerven-Spiel“ im Kampf um Sicherheit.
Gastgeber unter Zugzwang
Edermünde will im Rennen um die Spitzengruppe nachlegen – und trifft auf Schrecksbach, das im Tabellenkeller jeden Zähler braucht. Die Gastgeber bringen eine der auffälligsten Offensiven der Liga mit; Schrecksbach hingegen hat bereits 50 Gegentore kassiert. Für Edermünde ist es die Chance, den Sprung nach ganz oben im Blick zu behalten, Schrecksbach braucht Stabilität und Punkte für den Klassenerhalt. Die Rollen sind klar verteilt – gerade deshalb ist es für die Gäste ein Charaktertest.