
Nach einer frühen Führung unterliegt der SV Polling dem MTV München mit 1:3 und geht mit einer Niederlage in die Winterpause.
Der SV Polling geht mit einer weiteren Niederlage in die Winterpause. Beim MTV München lag die Elf von Max Jochner zunächst in Führung, wähnte sich lange Zeit zumindest auf dem richtigen Weg, zumindest einen Teilerfolg zu ergattern. Kurz vor Schluss aber schlugen die Münchner eiskalt zu, auch die oftmals unsichere Unparteiische trug ihren Teil zum Spielausgang von 1:3 bei.
Jochner wusste nicht so recht um die geeignete Aufarbeitung. Zu wenig hatte die Partie auf tiefem und unebenem Boden mit Fußball zu tun. „Das wussten wir, es ging nur um Kampf, zweite Bälle und Besetzung der Box.“ Gerade Letzteres passte bei Polling nicht. Zwar zählte Jochner „einige Halbchancen“ auf, bei denen sich seine Elf auf den Außen durchtankte. Im Zentrum aber fehlten die Abnehmer. Einzig Philip Schöttl verpasste kurz nach seiner Hereinnahme das mögliche 2:1, weil er den Kopfball zu hoch ansetzte. „Wir müssen halt auch mal eine Bude machen“, stellt der Coach klar. Anders als die Pollinger hätten nahezu alle Konkurrenten „brutale Qualität in der Offensive“.
Beim MTV trifft das namentlich auf Spielertrainer Alexander Kaltner zu. „Den wollten wir kalt stellen“, versuchte sich Jochner im Wortwitz. Gelang den Gästen insoweit auch, als Kaltner am Samstag leer ausging. Er trat dennoch in Erscheinung, als er eine Hereingabe von der Seite clever passieren ließ, sodass Valentin Dammasch frei zum 1:1 einschieben konnte. Zuvor hatte Benedikt Veicht die Elf vom Jakobsee in Führung gebracht (12.). Liridon Vocaj, der eine starke Partie ablieferte, verfehlte mit einem Flachschuss knapp das 2:0. In der Folgezeit passierte wenig rund um beide Sechzehner.
Dann schien ein Ausschluss für MTV-Akteur Lukas Ahrend den Pollingern den vielleicht entscheidenden Vorteil zu bringen. Doch keine zehn Minuten später verabschiedete sich der erst eingewechselte Leo Vocaj seinerseits mit der Ampelkarte. So brachte die Schlussphase die Entscheidung. Mario Erb machte den Haken um den Gegenspieler, schlenzte den Ball mit links präzise in den Winkel. Vorausgegangen war bei der Balleroberung eine Beinschere gegen Liri Vocaj, die die Unparteiische zum Leidwesen der Pollinger übersah. „Sie hat ihren Teil dazu beigetragen, dass das Spiel noch vogelwilder wurde“, so Jochner. Nach einem Einwurf in der Nachspielzeit und dem Drehschuss ins lange Toreck als unmittelbare Folge war die Niederlage des SV besiegelt.