
Hauptplatz und Kunstrasen nicht bespielbar: Nach der Spielabsage gegen den MTV München beginnt für den SV Pullach vorzeitig die Winterpause.
Sehr kurzfristig wurde die für Samstag um 13 Uhr vorgesehene Nachholpartie der Fußball-Bezirksliga Süd zwischen dem SV Pullach und dem MTV 1879 München abgesagt. Alle Beteiligten hatten sich bereits an der Gistlstraße eingefunden, als sich Schiedsrichter Valentin Smirnov um 12 Uhr mittags entschied, das Spiel abzusagen.
„Wir hatten schon am Abend vorher mit dem BFV telefoniert, dass wir auf keinen Fall auf dem Hauptplatz spielen können. Auf dem Kunstrasen waren dann vormittags schon drei Jugendspiele, es war aber noch Schnee auf dem Platz“, erzählte SVP-Coach Faban Beigl. „Der Schiedsrichter war skeptisch, hat dann noch auf seine Linienrichter gewartet. Auch der MTV war zwiegespalten, manche haben gesagt, jetzt sind wir schon da, dann können wir auch spielen. Und es ist ja auch die Frage, ob die Voraussetzungen im Februar oder März besser sind. Aber die Gesundheit der Spieler geht natürlich vor. Im Endeffekt war dann der Schiedsrichter nicht ganz überzeugt, dass gespielt werden kann.“
Abgesagt wurde auch das anschließend anberaumte Kreisliga-Spiel der U19 gegen den FC Freiham, in dem es für die Nachwuchs-Raben um das Erreichen der Aufstiegsrunde gegangen wäre. Diese Partie soll nun am kommenden Samstag, 29. November, um 17 Uhr an der Gistlstraße steigen.
Die erste Mannschaft hingegen hat nun Winterpause. Beigl war ob des Spielausfalls etwas hin- und hergerissen. Schließlich hatte seine Mannschaft zuletzt mit drei Siegen am Stück, darunter das 3:1 bei Spitzenreiter SV Planegg-Krailling, einen Super-Lauf. „Ich hätte schon ganz gern gespielt“, meinte er einerseits, „schon aus organisatorischen Gründen. Ein Nachholspiel unter der Woche ist immer mit viel Stress verbunden.“ Andererseits weiß Beigl, der im Sommer vom Co-Trainer zum Chefcoach befördert wurde, auch zu schätzen, dass seine Mannschaft nach der jüngsten Erfolgsserie „in jedem Fall mit einem guten Gefühl“ in die Pause geht, und das nach großen Anlaufschwierigkeiten. „Wir hatten ja kein einfaches Jahr“, erinnert er an den Abstieg in die Bezirksliga. „Am Ende haben wir uns aber als Mannschaft gefunden.“
Grundsätzlich freut sich Beigl sehr auf die spielfreie Zeit: „Wir haben uns die Winterpause verdient. Die Spieler, die schon länger da sind, hatten ja wegen der Relegation keine Sommerpause.“ Diese Akteure seien seit Februar fast ununterbrochen auf dem Platz. Nun können sie bis Ende Januar regenerieren, und das auf dem komfortablen achten Platz mit 27 Punkten und damit elf Zählern Vorsprung auf die Gefahrenzone.