
Ober-Roden. Nach der Vorbereitung ist vor dem Hessenpokal-Viertelfinale: Für Verbandsligist Germania Ober-Roden steht im ersten Pflichtspiel des Jahres 2026 gleich eine Mammutaufgabe an. Regionalligist Hessen Kassel kommt am Mittwochabend (19 Uhr) als klarer Favorit auf den Sportplatz an der Frankfurter Straße.
„Das ist ein Spiel, das wir normalerweise nicht gewinnen werden“, sagt Germania-Trainer Fabian Bäcker mit Blick auf den Gegner: „Aber wir wollen versuchen, unsere wenigen Chancen zu nutzen.“ Geklappt hat das in dieser Saison schon gegen die ambitionierten Hessenligisten SV Hummetroth und FC Gießen. Wenn es nach Bäcker geht, soll dieser Weg unter Flutlicht gegen Hessen Kassel noch weitergehen. „Zu Hessenpokalspielen kommen auch Zuschauer, die sonst nicht unbedingt den Weg zu uns an den Sportplatz finden. Da haben wir den Auftrag, auch diesen Leuten ein gutes Spiel zu liefern“, sagt der 35-jährige Trainer, der als Spieler mit Kickers Offenbach den Hessenpokal selbst schon zweimal gewonnen hat.
Für die südhessischen Fußball-Fans dürfte das Gastspiel von Hessen Kassel im Stadtteil Rödermarks allein schon wegen Yannick Stark interessant sein: Der 35-Jährige ist genau vor einem Jahr zu den Nordhessen gewechselt und war auch für den SV Darmstadt 98 in der Zweiten Bundesliga aktiv. Auch der Weinheimer Lukas Rupp bringt reichlich Erfahrung mit: Neben Bundesliga-Stationen in Hoffenheim und Stuttgart spielte Rupp mit Norwich City sogar zwei Jahre in der Premier League. Vor seinem Wechsel nach Kassel im Sommer 2024 hatte „Ruppinho“ beim griechischen Erstligisten Aris Thessaloniki unter Vertrag gestanden.
Personell hakte es bei der Germania vor dem Jahreswechsel vor allem auf der Torhüter-Position. Alle drei Keeper, darunter auch Pokalheld Jerome Czaronek, verletzten sich so schwer, dass der Club zwischenzeitlich ohne etatmäßigen Torwart dastand. „Da mussten wir einfach nachbessern“, sagt Bäcker. So kamen mit Tim Bärwalde (US-College) und Jannik Treber (Rot-Weiß Darmstadt) zwei „richtig gute Torhüter“ nach Ober-Roden. Welcher der beiden Neuzugänge gegen Kassel zwischen den Pfosten steht, will der Trainer erst kurz vor dem Spiel entscheiden.