
Klein-Umstadt. Der Titel-Hattrick ist geschafft: Germania Ober-Roden hat zum dritten Mal in Folge den Dieburger Kreispokal gewonnen. In der Neuauflage des letztjährigen Endspiels (4:2) behielten die Ober-Rodener mit 3:1 gegen den SV Münster die Oberhand. „Münster war richtig schwer zu bespielen, im Endeffekt haben wir durch zwei Standardtore das Spiel gedreht“, fasste Germania-Trainer Fabian Bäcker zusammen. „Es war ein würdiges Endspiel.“
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Die 476 Zuschauer in Klein-Umstadt sahen einen engagierten Start des SV Münster. Der Gruppenligist begann druckvoll und hatte zunächst mehr Ballbesitz. Aus diesem schlug er in der siebten Minute Kapital: Nach einem langen Diagonalball von Innenverteidiger Benedikt Krall bugsierte Jashari Drilon die direkte Volley-Hereingabe ins eigene Tor. Doch die 1:0-Führung hielt nicht lange. Nach einer Ecke von Hakan Firat war Torjäger Marc Züge in der zwölften Minute zur Stelle und köpfte den Ausgleich.
Bereits zwei Minuten später war der Verbandsligist der Führung sehr nahe. Sowohl der Kopfball von Maik Neuendorf als auch ein Nachschuss aus dem Getümmel konnte der SVM auf der Linie klären. In der 16. Minute schlug der Ball dann aber doch zum zweiten Mal im Netz des Gruppenligisten ein. Germania-Kapitän Marco Christophori-Como verwandelte einen Freistoß zur 2:1-Führung.
Das Spiel gewann danach an Intensität – ohne unfair zu werden. Das zeigt auch die Kartenstatistik: Im gesamten Spiel musste Schiedsrichter Paul Wenzek lediglich einmal die gelbe Karte zücken.
In der 23. Minute zeigte dann auch Münsters Kapitän Arian Sahitolli sein Können, seinen Schlenzer fischte Ober-Roden-Keeper Jerome Czaronek aber aus dem Winkel. Nach der aktionsreichen Anfangsphase verflachte die Partie nun etwas. Phasenweise leisteten sich beide Mannschaften einige Ungenauigkeiten im Passspiel. Kurz vor der Halbzeit durften die Germania-Fans allerdings noch einmal jubeln: Mervan Emir fand den in Position gelaufenen Züge mit einem Pass in die Tiefe. Und der Stürmer schob den Ball überlegt ins lange Eck.
Direkt nach der Pause hatte der SVM dann die Riesenchance: Damian Köllhofer zog im gegnerischen Strafraum ab, doch Czaronek verhinderte mit einer weiteren Parade den Anschlusstreffer. „Das war die entscheidende Situation“, analysierte Münsters Trainer Naser Selmanaj. „Wir wollten das Spiel unbedingt noch drehen. Wenn da das 3:2 fällt, kriegt Ober-Roden auch nochmal Probleme – leider hält er ihn gut.“ Das sei aber auch die einzige nennenswerte Chance in der zweiten Halbzeit für seine Mannschaft gewesen, räumte er ein.
Ober-Roden ließ sich im weiteren Verlauf des Spiels zwar etwas tiefer fallen, stand jedoch gut gestaffelt und sorgte mit Nadelstichen immer wieder für Entlastung. Münster seinerseits gab zu keinem Zeitpunkt auf, fand aber kein Durchkommen.
Kurz vor Abpfiff dann doch noch ein Schreckmoment für die Ober-Rodener: Einen Ballverlust vor dem eigenen Tor musste Czaronek in höchster Not vor dem eingewechselten Julian Huther klären. Die letzte Chance des Spiels gehörte derweil der Germania, als Christophori-Como den Ball auf Sascha Ries durchsteckte, SVM-Keeper Hamm aber glänzend parierte.