2026-05-15T09:36:57.455Z

Allgemeines

Germania Freund II: Auswärts Spitze, ligaweit auf Kurs

Zweiter der Kreisliga C3 Aachen, starker Angriff und Podestplatz beim Fuchs-Cup.

von Luca Bartsch · 08.01.2026, 10:45 Uhr · 0 Leser
– Foto: Anna Vogel

Germania Freund II überzeugt in der Kreisliga C3 Aachen vor allem in der Fremde. Auch beim Fuchs-Cup in Eschweiler zeigte das Team seine Qualität.

Germania Freund II bleibt in der Kreisliga C3 Aachen einer der großen Verfolger. Mit Platz zwei in der Tabelle und 53 erzielten Treffern stellt die Mannschaft aktuell den zweitbesten Angriff der Liga – ein klares Ausrufezeichen im Aufstiegsrennen.

Besonders auffällig sind die Auftritte in der Fremde. Mit 18 Punkten aus acht Auswärtsspielen führt Germania Freund II die Auswärtstabelle an. Kaum ein Team präsentiert sich auf gegnerischem Platz so stabil und effizient.

An der Seitenlinie steht Dennis Liepe. Der 35-Jährige ist seit der Saison 2021/22 in unterschiedlichen Funktionen bei Germania Freund II aktiv und begleitet die sportliche Entwicklung der Mannschaft kontinuierlich. Entsprechend ausführlich fällt sein Rückblick auf die Hinrunde aus: „Eigentlich haben wir eine sehr starke Hinrunde gespielt und spielen oben mit. Leider stehen da drei Niederlagen, obwohl wir nur in einem einzigen Spiel der Hinrunde schlechter waren als unser Gegner. Deswegen haben wir uns für die Rückrunde noch mehr vorgenommen.“

Aus Sicht des Trainers ist vor allem die spielerische Entwicklung der Mannschaft hervorzuheben. „Wir haben tatsächlich bis auf ein oder zwei Ausnahmen genau den Fußball gespielt, den wir uns vorgenommen haben. Man sieht ein richtiges Konzept, welches mit Qualität, Einsatz, Spaß und Lust am Fußball umgesetzt wird. Nicht selten gab es nach den Spielen auch Lob von den gegnerischen Teams und Fans“, so Liepe.

Mehrere Partien sind dem Coach besonders im Gedächtnis geblieben. „Positiv fällt mir unser Spiel gegen Vichttal ein. Da haben wir einfach grandiosen Fußball gespielt. Außerdem der knappe Sieg bei Cro Sokoli, Donnerstag abends auf der Asche, was ein Sieg des schieren Willens war.“ Auf der anderen Seite stehen auch bittere Momente: „Negativ kommen einem natürlich die drei Niederlagen in den Sinn. Das erste Spiel verliert man trotz eines Torschussverhältnisses von 18:2 mit 1:2. Das zweite Spiel haben wir einfach verdient verloren, Zeit, Ort und Leistung haben an diesem Tag nicht gepasst und das dritte Spiel, das haben wir auch nicht verdient verloren.“

Ein Thema, das Germania Freund II durch die Saison begleitet, sind personelle Ausfälle. „Leider haben wir dieses Jahr doch viele Verletzungsprobleme. Sowohl ein paar große Verletzungen, aber auch viele kleine Verletzungen. Wir hoffen, dass das im neuen Jahr abnimmt“, erklärt Liepe.

Die Winterpause fällt in dieser Spielzeit kürzer aus. „Am 6. Januar haben wir wieder mit der (nicht ganz) vierwöchigen Vorbereitung begonnen. Es muss so früh dieses Jahr sein, weil das erste Rückrundenspiel schon am 1. Februar stattfinden soll. Das heißt sowohl eine verkürzte Winterpause als auch eine kürzere Wintervorbereitung als sonst – falls die Witterungsbedingungen es überhaupt zulassen“, beschreibt der Trainer die Rahmenbedingungen.

Für die Rückrunde formuliert Liepe ambitionierte, aber bodenständige Ziele: „Im Idealfall gewinnen wir jedes Spiel und spielen, wie meistens, schönen Fußball. Ernsthaft hoffen wir natürlich, dass wir alle endlich fit bleiben und weiterhin durch fairen und schönen Fußball auffallen, der uns und den Gegnern – zumindest nach dem Spiel – Spaß macht.“

Personell wird es kleinere Veränderungen geben. „Andre König wird etwas kürzer treten und gegebenenfalls in den Betreuerstab wechseln. Außerdem haben wir mit Andre Paland und Nico Pütz zwei gefühlte Neuzugänge, die aus langen Verletzungen zurückkehren, auf die wir uns sehr freuen“, so Liepe.

Auch abseits des Ligabetriebs zeigte Germania Freund II seine Qualitäten. Beim Fuchs-Cup in Eschweiler sprang am Ende der dritte Platz heraus. Im Spiel um Rang drei behielt die Germania im Siebenmeterschießen mit 3:2 gegen Falke Bergrath II die Oberhand.

Einen klaren Favoriten für die Meisterschaft sieht der Trainer aktuell dennoch nicht bei seinem Team: „Stand jetzt ist Walheim oben und unten bleibt ein Relegationsplatz frei, den wir keinem gönnen, schon gar nicht Vichttal oder Monschau.“