2026-01-09T09:36:09.492Z

Ligabericht
Die SG Meisenheim und der TuS Hackenheim schenkten sich im Landesliga-Derby nichts.
Die SG Meisenheim und der TuS Hackenheim schenkten sich im Landesliga-Derby nichts. – Foto: Gregor Wurdel

Genialer Moment entscheidet Landesliga-Derby

SG Meisenheim gewinnt das Derby gegen den TuS Hackenheim in der Nachspielzeit 2:1 +++ 200 Zuschauer in Desloch

Meisenheim/Hackenheim. „Bitterer kannst du kaum verlieren.” Für Tim Hulsey und seinen TuS Hackenheim verlief die Auswärtsfahrt am Auftaktabend des Kreuznacher Jahrmarkts zur SG Meisenheim/Desloch/Lauschied maximal enttäuschend. Mit der letzten Aktion des Spiels holte sich die SG vor 200 Zuschauern in Desloch den Dreier, weil Alexander Tiedtke einen -wie auch der TuS-Spielertrainer zugeben musste- „genialen Moment“ hatte, im schnellen Umschalten die komplette TuS-Abwehr stehen ließ und einnetzte. Es war der 2:1-Endstand für die Mannschaft vom Glan.

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Nach einer solchen Partie mit leeren Händen dazustehen, sei hart, so Hulsey, „denn wir haben wirklich ein gutes Auswärtsspiel gemacht.“ Im ersten Abschnitt nahm seine Truppe von Beginn an das Heft in die Hand und belohnte sich. Henrik Sperling traf nach einem gewonnen zweiten Ball zur verdienten Führung (31.). Dann geschah das, was im Fußball eben häufig geschieht. Ein langer Ball aus der Meisenheimer Innenverteidigung herausfand Laurenz Fach, der allein aufs Tor lief und Marc Reekers keine Abwehrchance ließ (39.). Darauf hatte aus Hackenheimer Sicht absolut nichts hingedeutet.

Pierre Merkel muss wegen Zehenbruch pausieren

Zur Pause stellte Hulsey um, konzentrierte sich verstärkt auf die dichte Abwehr, um entsprechend Konter zu fahren. Die Folge waren mehrere gute Einschussmöglichkeiten nach schnellem Umschalten. Als aber auch Oliver Gäns frei aus acht Metern das Tor nicht traf, schien alles auf ein Unentschieden hinzudeuten. Zumal der ohne Stürmer Pierre Merkel angetretene TuS (Zehenbruch) defensiv überhaupt nichts zuließ. Bis dann eben Tiedtke weit in der Nachspielzeit traf.

Für Hulsey vielfach bitter. „Das trifft uns, denn die Liga ist so eng wie selten. Ich kann keinem in puncto Engagement oder Laufbereitschaft einen Vorwurf machen. Jeder hat alles gegeben.“ Jetzt liege die Aufgabe darin, die Köpfe freizubekommen. „Wir werden uns schütteln und dann die beiden nächsten Aufgaben zu Hause am Felseneck konzentriert angehen“, so der 37-Jährige. Am kommenden Samstag geht es gegen den TSC Zweibrücken, eine Woche später gegen den FC Schmittweiler-Callbach.

TuS Hackenheim: Reekers – Hadamitzky, Erbach, Sadeghi – Wollmann (54. Oertel), Gäns, Protzel (83. Baderschneider), Sperling – Hulsey (82. Steyer) – Schneider, Brede (60. Bubach)



Aufrufe: 017.8.2025, 12:08 Uhr
Jochen WernerAutor