
Der Rhythmus der Vorbereitung kennt keine Gnade. Er ist geprägt von schweren Beinen, taktischen Nuancen und der unnachgiebigen Suche nach der idealen Formation. Für den FV Ravensburg biegt diese Phase nun auf die Zielgerade ein. Am kommenden Samstag, 14. Februar 2026, steht für die Mannschaft von Trainer Rahman Soyudogru das letzte Testspiel auf dem Programm. Um 13 Uhr gastiert der Oberligist beim SC Pfullendorf. Es ist die Generalprobe, der letzte Moment der Korrektur, bevor es in der Oberliga wieder um existenzielle Punkte im Kampf um die Tabellenplätze geht.
Gegen den Verbandsligisten aus Südbaden wird es darauf ankommen, die Souveränität eines Oberligisten auszustrahlen. Es geht nicht mehr nur um das bloße Sammeln von Spielminuten, sondern um die Schärfung der Sinne. Ein Sieg im Linzgau soll das nötige Selbstvertrauen zementieren, um nach der Winterpause sofort voll belastbar zu sein. Pfullendorf wird als klassentieferer Gegner alles daran setzen, dem Favoriten ein Bein zu stellen – für Ravensburg ist es die perfekte Simulation der kommenden Pflichtspielaufgaben, in denen Widerstände gebrochen werden müssen.
Dass die Moral innerhalb des Kaders stimmt, bewies der FV Ravensburg bereits am vergangenen Wochenende. Beim Wintercup in Oberzell krönte sich der Oberligist in einem kompakten und intensiven Viererduell zum Turniersieger. Es war ein Tag, der die ganze Wucht der Vorbereitung in wenige Stunden presste: harte Läufe, enge Entscheidungen und die unbedingte Gier nach Erfolg. In einem Format ohne Umwege und Ausreden zeigte Ravensburg die Effizienz eines Spitzenteams.
Schon im Halbfinale gegen den VfB Friedrichshafen blitzte diese Abgeklärtheit auf. Es war ein Spiel, das von einem einzigen Moment bestimmt wurde. Tim Lauenroth erzielte den entscheidenden Treffer zum 1:0-Sieg. Ravensburg verteidigte diese knappe Führung über die gesamte Spielzeit von 60 Minuten und zog mit kühlem Kopf in das Endspiel ein. Während Friedrichshafen schmerzhaft erfahren musste, dass auf diesem Niveau kleinste Unachtsamkeiten bestraft werden, feilte Ravensburg bereits an der taktischen Disziplin.
Das Finale gegen den TSV Berg wurde schließlich zur Bühne für individuelle Klasse und mannschaftliche Geschlossenheit. Ravensburg wurde seiner Favoritenrolle vollauf gerecht und sicherte sich mit einem 2:1-Sieg den Turniersieg. Zum großen Protagonisten des Endspiels avancierte Daniele Gabriele, der beide Treffer für den FV Ravensburg markierte. Obwohl Berg leidenschaftlich dagegenhielt und ebenfalls zum Torerfolg kam, setzte sich am Ende die höhere Abschlussstärke und der entscheidende Punch der Ravensburger durch.